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Silver Age

Daniil Trifonov, Mariinsky Orchestra, Valery Gergiev


Daniil Trifonovs neuestes Album, das mit Valery Gergiev und dem Mariinski-Orchester aufgenommen wurde, erinnert an eine Zeit, als russische Musiker, Dichter, bildende Künstler, Dramatiker und Interpreten zu den originellsten der Welt gehörten. Silver Age veranschaulicht die künstlerische Kühnheit und Brillanz einer turbulenten Epoche des Landes mit Werken seiner avantgardistischsten Komponisten.

Das Programm des Pianisten fängt die auf Zukunft ausgerichtete, Regeln missachtende Energie wegweisender Werke von drei ungewöhnlich fähigen Komponisten ein. Es zeigt auch, wie typische Elemente des Silbernen Zeitalters, etwa Ironie und Interesse für Volkskultur oder Vorstellungen aus der Vergangenheit, in späteren Kompositionen von Prokofieff zutage treten, zum Beispiel in seiner Musik zu Cinderella und der Klaviersonate Nr. 8, Werken der Reifezeit, in denen er erneut den musikalischen Idealen nachgeht, die einst seinen Ruf als bilderstürmender junger Komponist und Pianist begründeten.

Vor allem erfasst Trifonovs Auswahl die kreative Vielfalt dieses kurzen, aber explosiven kulturellen Augenblicks. »Skrjabin«, so Trifonov, »wollte alle ästhetische Erfahrung in einer einzigen, mystischen, musikalischen Vision zusammenfassen; Strawinsky vereinte die Künste durch eine radikale Neubestimmung des Balletts; und Prokofieff wandte sich dem Film als vollständiger, modernster Verbindung der Sinne zu.« Das russische Silberne Zeitalter bereitete den Weg für künftige künstlerische Entwicklungen, sein Geist wird zu Recht in dieser neuen Aufnahme gefeiert.

2 CDs:   27.-
Vö      :   6.11.2020

 

 

Violinkonzerte 1-5

Christoph Koncz (auf Mozarts originaler Violine), Les Musiciens du Louvre


Zum ersten Mal gibt es eine Neueinspielung von Mozarts fünf Violinkonzerten auf Mozarts eigener Geige. Christoph Koncz, Primgeiger der Wiener Philharmoniker, hatte exklusiven Zugang zu diesem besonderen Instrument, dass ansonsten bei der Internationalen Stiftung Mozarteum verwahrt wird. Die Geige überlebte die Jahrhunderte fast unangetastet und befindet sich weitgehend im Originalzustand. Für Koncz war es "sehr ergreifend und inspirierend", sie 2012 zum ersten Mal spielen zu dürfen. Wie Mozart dirigiert er die Violinkonzerte von der Geige aus, verwendet die damalige Besetzung und Stimmung und folgt der historischen Aufführungspraxis samt Kadenzen im Stil des Komponisten. Doch die zentrale Botschaft dieser Einspielung ist "der Klang der Geige", so Koncz. Mit dem renommierten Originalklangensemble Les Musiciens du Louvre fand er das passende Orchester, um auf die gleichen Ressourcen wie der Komponist zurückzugreifen und "eine so authentische Erfahrung wie möglich" zu vermitteln.

2 CDs:   27.-
Vö      :   9.10.2020

 

 

La Vanita del Mondo

Philippe Jaroussky, Yannis Francois, Ensemble Artaserse


Die Barockmusik feiert ihren Glanz in Opern, Konzerten oder Messen und eben auch im Oratorium. Mit einem solchen Werk, nämlich Scarlattis Sedecia, hat der französische Countertenor Philippe Jaroussky vor gut zwanzig Jahren seinen fulminanten diskografischen Einstand bei Warner hingelegt. Nach vielen erfolgreichen Produktionen kehrt er nun dorthin zurück mit Werken des Hochbarock, komponiert von den großen italienischen Meistern der Zeit, aber auch von den jenseits der Alpen so erfolgreichen Komponisten Georg Friedrich Händel und Johann Adolf Hasse.

Der Papst verbot kurz nach 1700 in der Heiligen Stadt die Oper. Die Folge war eine Blüte des zwar nicht szenischen, aber musikalisch ebenso packenden Oratoriums. Einige davon haben wahre Hits hervorgebracht so wie Händels herrliche Melodie Lascia la spina, die er in seiner Londoner Zeit als Lascia ch io pianga noch einmal verarbeitete. Aber auch die anderen Titel auf dem Album, darunter fünf Weltersteinspielungen, erweisen sich als ein reicher Repertoireschatz, der (abgesehen vom erwähnten Scarlatti-Debüt) in Jarousskys Diskografie Neuland darstellt. Der Albumtitel La vanita del mondo ist einem Werk des Händelzeitgenossen Pietro Torri entnommen. Die Vergänglichkeit der Welt, die sein Oratorium wie viele andere anmahnt, sieht Jaroussky als eine sehr aktuelle Botschaft. Nach dem durch den Lockdown bedingten Ausfall des ursprünglichen Aufnahmetermins kam es erst im Juni zur Produktion. Bei mir und den Musikern von Artaserse sorgte das für eine befreiende Erfahrung, so der Sänger. Die Vergänglichkeit der Welt scheint der absolut richtige Titel für das Album zu sein. Vielleicht werden die derzeitige Krise und diese vor etwa 300 Jahren komponierten Arien ja unser Gewissen wachrütteln.

CD:   24.90
Vö :   13.11.2020

 

 

Handel's Tea Time

Dorothee Mields, Die Freitagsakademie


Auf ihrem neuen Album präsentiert die herausragende Barocksopranistin zusammen mit dem Schweizer Alte Musik-Ensemble »Die Freitagsakademie« Werke für Sopran und Kammermusik von Georg Friedrich Händel. »Händel’s Tea Time« vereint die beiden Kantaten »Venus & Adonis« und »Mi palpita il cor« mit Instrumentalwerken sowie Ausschnitten aus den »24 English Songs« sowie den »9 Deutschen Arien«. Die Kantaten bilden prächtige Beispiele für Händels musikalische, die menschliche Gesangsstimme feiernde Ausdruckskunst. Bei der Kantate »Venus & Adonis« HWV 85 handelt es sich wahrscheinlich um Händels erste Komposition in englischer Sprache. Die Kantate »Mi palpita il cor« HWV 132b entstand dagegen zwar in Italien, doch Händel überarbeitete sie in seiner Londoner Zeit. Auch in der Vokalmusik fand Händel Zeit für intimere Gattungen und Ausdrucksformen jenseits der grandiosen Arien und Chöre. So entstanden über die Jahre die »24 English Songs« sowie »9 Deutschen Arien«. Abgerundet wird das Programm von einem »Concerto a quattro« sowie einer Trio-Sonate für Oboe und Streicher. Zudem lassen die »Air und Five Variations« für Cembalo erahnen, was für ein unglaublicher Tastenvirtuose Händel gewesen sein muss. Als Hommage an Henry Purcell, der vor Händel aus London eine Opernmetropole gemacht hatte, erklingt zum Schluss des Albums eine Arie aus dessen Semi-Oper »The Fairy Queen«.

CD:   25.-
Vö :   6.11.2020

 

 

Emotions

Gautier Capucon, La Maitrise Notre-Dame de Paris, Orchestre de Chambre de Paris, Adrien Perruchon


Der Cellist Gautier Capuçon ist ein Meister der großen Konzerte, dazu ein Kammermusiker von Weltklasse – doch seit einigen Jahren hat er neben dem üblichen Klassik-Repertoire immer mehr Kostbarkeiten einer scheinbar kleineren Welt für sich entdeckt: den Kosmos der vielfältigen Piècen aus allen Ecken und Enden der Musik. Und das nicht nur auf dem Podium, sondern auch diskografisch: Es begann vor drei Jahren mit dem Album Intuition und setzt sich jetzt mit der Neuerscheinung Emotions fort – mit einer Bandbreite von Schuberts Ave Maria über Debussys Clair de Lune bis hin zu Titeln von Max Richter, Astor Piazzolla, Ludovico Einaudi, Michael Nyman oder Leonard Cohens Hallelujah. »Mit dem Album geht mein Wunsch in Erfüllung, meine musikalischen Entdeckungsreisen durch Stücke zu erweitern, die wir alle sehr schätzen«, sagt Capuçon über dieses Projekt.

Der warme, volltönende und mal gesangliche, mal virtuose Celloklang wird eingebettet in die Klavier- und Orchesterbegleitung. Entscheidend beteiligt ist Capuçons langjähriger Pianistenpartner Jérôme Ducros, der auch für die vom Orchestre de Chambre de Paris und der Maîtrise Notre-Dame de Paris interpretierten Orchesterarrangements gesorgt hat. Das Album beinhaltet eine besondere Fotostrecke im Booklet, die den Cellisten an verschiedenen inspirierenden Orten in Paris zeigt – jener Stadt, der das Programm trotz seiner internationalen Vielfalt atmosphärisch verbunden ist. So hat der Fotograf Nikos Aliagas den Musiker erlebt: »Gautier streicht sacht ein paar Töne auf dem Cello (...), kontrolliert ausgehaltene Töne lösen sich in anmutig perlende Kaskaden auf; instinktiv passt sich seine Atmung jeder Bewegung seiner Finger an, mit einer Dringlichkeit, die keinen Widerspruch duldet. Wir brauchen keine Worte, stumm erzählen wir beide eine Geschichte. Im Halbdunkel der Gassen von Montmartre hält ein begabter Mann die Zeit an. Die Passanten bleiben stehen, lauschen. Es fühlt sich nicht an wie Fotografieren, eher so, als würde ich etwas in ihm wiedererkennen.«

CD:   25.-
LP :   30.-
Vö :   6.11.2020

 

 

Sonaten für Klarinette & Klavier op.120 Nr.1 & 2

Jörg Widmann, Andras Schiff


Zwei große Musiker, der Pianist András Schiff und der Komponist / Klarinettist Jörg Widmann, sind hier erstmals auf einer gemeinsamen Aufnahme zu hören. Sie interpretieren Brahms' späte Meisterwerke, die 1894 entstandenen Klarinettensonaten op. 120. Zwischen den Sonaten spielt Schiff Widmanns Intermezzi für Klavier, komponiert 2010. Wie Jörg Widmann in einer Programmnotiz erläutert, handelt es sich dabei um Werke, die von seiner langen Freundschaft mit András Schiff und der gemeinsamen Liebe zu Brahms inspiriert sind, dem hiermit Tribut gezollt wird. Das Album wurde im Historischen Reitstadel in Neumarkt aufgenommen.

CD:   25.-
Vö :   20.10.2020

 

 

Lieder

Elina Garanca, Malcolm Martineau


Für ihr Solo-Recital hat sie Werke ausgewählt, die sie schon seit vielen Jahren begleiten und mit denen sie ihre »ganz eigene Interpretation zum klassischen deutschen Repertoire« zeigen möchte. Kernstück des Albums ist der 1840 komponierte Liederzyklus Frauenliebe und Leben op. 42 von Robert Schumann, der von den verschiedenen Stationen im Leben einer Frau erzählt. Für Garanča gleicht der Zyklus »einer endlosen Reise, die man in jedem Alter durchmachen kann und die sich mit jeder weiteren Lebenserfahrung immer wieder neu und noch intensiver erschließt«. Die oft geäußerte Kritik an dem vermeintlich traditionellen Frauenbild in den vertonten Texten ist Garanča fremd. So gehe es weder um Unterdrückung noch um Aufopferung. Vielmehr handle der Zyklus davon, »ganz zu vertrauen und sich liebend hingeben zu wollen«. Neben dem Schumann-Zyklus widmet sich die Künstlerin auf dem Album verschiedenen Brahms-Liedern, darunter den Stücken Liebestreu op. 3 Nr. 1, Geheimnis op. 71 Nr. 3, Heimweh II op. 63 Nr. 8 oder Von ewiger Liebe op. 43 Nr. 1. Bei der Auswahl war es Garanča ein Anliegen, ganz unterschiedliche vertonte Gefühlszustände nebeneinanderzustellen. 

CD:   25.-
Vö :   6.11.2020

 

 

Weihnachtsoratorium BWV 248

Katja Stuber, Raffaele Pe, Martin Platz, Thomas Stimmel, La Capella Reial de Catalunya, Le Concert des Nations, Jordi Savall


Universelles Kulturerbe
Johann Sebastian Bach komponierte die sechs Kantaten für die Weihnachtsfeiertage des Jahres 1734, um jeweils eine für jeden Feiertag während der Gottesdienste in den Hauptkirchen von Leipzig, St. Thomas und St. Nikolai, aufführen zu lassen. Sowohl die fortschreitende Erzählung nach den Evangelien von Lukas und Matthäus als auch der musikalische Rahmen geben den Kantaten den Charakter eines autonomen Zyklus, dem sich Jordi Savall und seine Ensembles erstmals stellen.

Rezensionen

»Wenn sich der spanische Gambist und Dirigent Jordi Savall eines Werkes annimmt, dann ist für höchste Qualität und Werktreue gesorgt, und eine zeitgemäße Interpretation dürfen wir alle erwarten. Auch wenn ein katalanischer Chor wie die Capella Reial de Catalunya Bach-Choräle und -Chöre singt, stimmt doch alles: Musik, Artikulation und Inbrunst. Bachs Musik ist längst universelles Kulturerbe, auch wenn sie aus einer bestimmten regionalen und religiösen Tradition heraus entstanden ist. Le Concert des Nations steht Jordi Savall als historisch informiertes Barockorchester außerdem zur Verfügung, um mit allen instrumentalen Feinheiten in die exotische Klangwelt Leipzigs um 1730 zu entführen.« (Deutschlandfunk Kultur)

2 CD:   45.-
Vö   :    27.11.2020

 

 

Valse(s)

Richard Galliano (Akkordeon)


Das neue Album des renommierten Akkordeonisten Richard Galliano. Valse(s) ist eine Sammlung von Melodien seiner Kindheit. Chopin, Schostakowitsch, Sauguet, sowie sein Vater Lucien Galliano sind mit Kompositionen vertreten.

CD:   25.-
Vö :   16.10.2020

 

 

Amici e Rivali

Michael Spyres, Lawrence Brownlee, Tara Erraught, Xabier Anduaga, I Virtuosi Italiani, Corrado Rovaris


Amici e Rivali – „Freunde und Rivalen“ – umfasst Arien, Duette und Trios aus sieben Bühnenwerken von Gioachino Rossini, darunter aus dem allseits beliebten Il barbiere di Siviglia und der selten gehörten Oper Ricciardo e Zoraide. Wie schon die Startenöre aus Rossinis Zeit schaukeln sich hier zwei der brillantesten Tenöre unserer Gegenwart, Michael Spyres und Lawrence Brownlee, zu immer neuen gesanglichen Höhen auf. Zu den „Duell-Tenören“ gesellen sich die temperamentvolle irische Mezzosopranistin Tara Erraught, der preisgekrönte junge spanische Tenor Xabier Anduaga, I Virtuosi Italiani und der Dirigent Corrado Rovaris.

CD:   25.-
Vö :   13.11.2020     

 

 

Labyrinth

Khatia Buniatishvili (Klavier)


Khatia Buniatishvilis neue Aufnahme für Sony Classical ist ebenso fantasievoll, sensibel und philosophisch wie die vielfach ausgezeichnete Pianistin selbst. Das Konzeptalbum »Labyrinth« geht der unermesslichen Suche nach, die das menschliche Leben ausmacht. Wie in einem Film zeichnet es eine Entwicklung nach: Zaudern, Wehmut, Sinnlichkeit, Freude und Leid – alles aus Sicht einer durch Selbstreflexion und Klugheit aufgeklärten Frau.

Das im Grande Salle Pierre Boulez in der Philharmonie de Paris aufgenommene Album schafft einen eigenen, fast unwirklichen Raum, indem es sich der bildreichen Tonsprache von Komponisten von Scarlatti bis Morricone, von Bach bis Glass bedient.

Das Labyrinth, sagt die französisch-georgische Pianistin, ist Schicksal und Schöpfung, Sackgasse und Erlösung – eine Polyphonie des Lebens, der Sinne, der erinnernden Träume, der vernachlässigten Gegenwart; unerwartete oder erwartete Wendungen von Gesprochenem oder Unausgesprochenem … das Labyrinth unseres Geistes.

Mit »Labyrinth« legt Khatia Buniatishvili ihre bislang farbigste und abwechslungsreichste Musikauswahl vor. Mit der für sie typischen Kompromisslosigkeit stellt sie ihr außerordentliches Klavierspiel in den Dienst der Imagination und beschreibt – mit allen Freuden und Leiden – den Tanz einer Frau mit dem Leben.

Das Album enthält Filmmusik von Philip Glass (The Hours) und des kürzlich verstorbenen Ennio Morricone (Es war einmal in Amerika), über den Khatia Buniatishvili sagt, »er verdient seinen Platz unter den ganz Großen.« Ebenfalls dabei sind Klavierbilder von Erik Satie und Serge Gainsbourg, ein lateinamerikanischer Tanz von Heitor Villa-Lobos, ein estnisches Gebet von Arvo Pärt, eine ungarische Etüde von György Ligeti, John Cages berüchtigte Präsentation musikalischer Stille sowie Werke von Scarlatti, Brahms, Bach, Rachmaninoff, Chopin, Couperin und Liszt.

Für das Album arrangierte Khatia Buniatishvili auch einige Stücke selbst, etwa Bachs Badinerie für Klavier zu vier Händen und seine Sicilienne BWV 596 nach Vivaldis d-moll-Konzert RV 565.

Khatia Buniatishvili ist in der klassischen Musik ein einzigartiges Phänomen: Die Feinheit ihres Anschlags ist unvergleichlich, und mit dem Gespür einer Filmregisseurin gelingt es ihr, Geschichten zu erzählen und ins richtige Licht zu setzen. Die Pianistin arbeitet eng zusammen mit Spitzenmusikern wie Zubin Mehta, Paavo Järvi und Gidon Kremer, mit denen sie auch mehrere CDs aufgenommen hat.

CD    :   25.-  /9.10.2020
2LPs  :   35.- / 19.2.2021

 

 

Tudor Queens

Diana Damrau, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano


Die Sopranistin Diana Damrau verkörpert auf Tudor Queens drei verschiedene Königinnen der Tudor-Zeit in Großbritannien: Anne Boleyn, die zweite der sechs Ehefrauen Heinrichs VIII.; Maria, Königin der Schotten, und Elisabeth I., die jungfräuliche Königin. Jede von ihnen ist die Hauptfigur in einer Oper von Gaetano Donizetti: Anna Bolena (1830), Maria Stuarda (1835) und Roberto Devereux (1837). Tudor Queens stellt nun die kulminierenden Schlussszenen dieser drei Werke gegenüber, in denen sich die Königin jeweils ähnlichen Extremen gegenübersieht: Anna wurde von ihrem Ehemann zum Tode verurteilt; Maria wurde von ihrer Cousine Elisabeth zum Tode verurteilt, und Elisabeth - die Tochter von Anna - hat den Mann, den sie liebt, Robert Devereux, Graf von Essex, zum Tode verurteilt. Die drei ausgedehnten Szenen auf diesem Album geben der Sopranistin reichlich Gelegenheit, ihre spektakuläre Technik und ihr interpretatorisches Verständnis zu zeigen, und sie demonstrieren eindrucksvoll die Fähigkeiten des Komponisten, Spannung und Dramatik von kumulativer Kraft aufzubauen.

CD:   24.90
Vö :   2.10.2020

 

 

Wagner at Wahnfried

Camilla Nylund, Orchester der Bayreuther Festspiele, Christian Thielemann


Haus Wahnfried, der ehemalige Wohnsitz Richard Wagners in Bayreuth, ist heute ein dem Komponisten gewidmetes Museum und eine Pilgerstätte für Wagnerianer. Doch in diesem Jahr ist vieles anders: Wegen der Corona-Pandemie mussten die Bayreuther Festspiele abgesagt werden, das Festspielhaus blieb geschlossen. Dafür aber gab es am 25. Juli, dem traditionellen Eröffnungstermin der Festspiele, ein besonderes Konzert im Haus Wahnfried, das von BR Klassik live übertragen wurde. Die Höhepunkte sind nun auf CD erhältlich. Christian Thielemann, die Sopranistin Camilla Nylund und Mitglieder des Bayreuther Festspielorchesters musizieren Wagners Siegfried-Idyll und seine Wesendonck-Lieder. Wagner-Werke also, die nicht zu seinem Opernschaffen gehören und daher nie im Festspielhaus zu hören sind. Dazu noch aufgenommen im Haus Wahnfried, aus dem es bisher nur ganz wenige Aufnahmen gab. Ein sehr besonderes Konzert!

CD:   25.-
Vö :   9.10.2020     

 

 

El Nour

Fatma Said, Malcolm Martineau, Rafael Aguirre, Burcu Karadag, Tim Allhoff, Vision String Quartet


Träume vom Morgenland – neu erzählt: Das Debütalbum El Nour von Fatma Said


Rauschhafte Klänge, hypnotische Düfte, exotische Geschichten und Szenerien in jahrtausendealten Kulissen: Das waren die Zutaten der Träume, die Komponisten wie Bizet, Berlioz, Manuel de Falla oder Maurice Ravel von den arabischen Ländern träumten. Viele ihrer Kompositionen sind davon geprägt. Nun stellt die junge ägyptische Sopranistin Fatma Said diese Welten in den Mittelpunkt ihres Debütalbums El Nour (das Licht). Sie verbindet sie mit Musik des Orients und fügt Lieder aus Spanien als eine Brücke zwischen europäischer und arabischer Kultur ein. Große künstlerische Vielfalt prägt Fatma Saids Karriere schon lange. Seit Jahren begeistert sie das Publikum mit Klassik, Broadway-Songs, Jazz und natürlich Musik ihrer Heimat.

Abseits des schwül-dekorativen »Exotismus« legt Fatma Said auf El Nour in Werken wie Ravels Sheherazade, Berlioz' musikalischer Erzählung von Zaïde oder Bizets Abschied von einer schönen Araberin die unverfälschten morgenländischen Spuren frei und verbindet sie mit spanischen und arabischen Kompositionen. Für die Begleitung ihrer farbenreich oszillierenden Stimme hat sie verschiedene Musiker für ein reizvolles Klangspektrum eingeladen – bestehend nicht nur aus dem klassischen Klavier, sondern darüber hinaus auch aus orientalischen Instrumenten wie dem traditionellen Kanun oder der Ney-Flöte. Ein Special Guest des Albums ist das experimentierfreudige vision string quartet. Mit dem Lied Les Repos en Egypte des Franzosen Philippe Gobert bietet Fatma Said zudem eine Weltersteinspielung. Die kulturelle Vielfalt ist der 1991 geborenen Sängerin in die Wiege gelegt: In ihrer Heimatstadt Kairo besuchte sie eine deutsche Schule und sie absolvierte an der Berliner Hanns-Eisler-Musikhochschule ihre Gesangsausbildung. Fatma Said ist Mitglied des Opernstudios der Mailänder Scala und gewann neben ihren zahlreichen internationalen Auftritten bereits eine Fülle an Preisen.

CD:   25.00
Vö :   16.10.2020

 

 

Klaviersonaten Nr.28,30,32

Nikolai Lugansky (Klavier)


Die Definition von Édouard Herriot, nach der bei Beethoven »alles aus dem Innern kommt« und als Vorgabe »nicht die Schulregel, sondern das Gesetz des Lebens dient«, gilt insbesondere für die letzten Sonaten: Sie stellen eine Art Tagebuch dar (Romain Rolland sah in Opus 101 einen »Tag des Innenlebens« des Komponisten) und sind Gegenstand von Experimenten, wie beispielsweise die Variationen von Opus 109 zeigen, die schließlich zu der mystischen Heiterkeit der letzten Sonate führen, Opus 111. Diese Sonaten zu interpretieren, ist ein Kraftakt wie die Everest-Besteigung, für dessen Bewältigung es der Fantasie eines Pianisten wie Nikolai Lugansky bedarf.

CD:   27.-
Vö :   13.11.2020     

 

 

Cellokonzerte

Raphaela Gromes, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Nicholas Carter


Schon lange wird die Münchner Cellistin Raphaela Gromes für ihr brillantes sowie ausdrucksstarkes Cellospiel gefeiert. Ihre letzten beiden Alben bei Sony Classical »Offenbach« und »Richard-Stauss-Cello Sonaten« (mit der Weltersteinspielung der Urfassung der Cello-Sonate von Strauss) wurden gerade für den Opus Klassik nominiert. Was die Cellistin darüber hinaus auszeichnet, ist ihr Spaß an der musikalischen Schatzsuche. Auch auf ihrem neuen Album überrascht Gromes mit einer Weltpremiere: Es ist das 3. Cellokonzert op. 31 des Brahms- und Strauss-Zeitgenossen Julius Klengel (1859–1933), der bereits in jungen Jahren in ganz Europa als Wundercellist bejubelt wurde. Das bislang unveröffentlichte Notenmanuskript dieses Konzerts wurde nun für Gromes’ Einspielung eingerichtet. Es ist voller schwelgerischer Melodien mit geradezu mendelssohnscher Leichtigkeit, sagt die Cellistin über das Werk, das sie zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Nicholas Carter aufgenommen hat. Außerdem sind das berühmte Cello-Konzert von Robert Schumann, eine Romanze für Cello und Orchester von Richard Strauss sowie romantische Duo-Stücke von R. Schumann, Clara Schumann sowie Johannes Brahms zu hören: Robert Schumanns »Widmung« stammt aus dem Liederzyklus »Myrthen« und wurde von Julian Riem für Cello und Klavier neu bearbeitet. Die »Romanze« für Cello und Klavier von Clara Schumann ist ursprünglich der Mittelsatz ihres 1. Klavierkonzerts. Und das Arrangement von Brahms’ »Ungarischem Tanz Nr. 5« ist vom berühmten Cellisten Alfredo Piatti. Bei diesen Werken wird Gromes von ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem begleitet.

CD:   25.-
Vö :   2.10.2020

 

 

Klaviertrios Nr.1-3,5-7,11

Daniel Barenboim (Klavier), Michael Barenboim (Violine), Kian Soltani (Cello)


Nach der erfolgreichen 2CD Einspielung der Klaviertrios von Wolfgang Amadeus Mozart zeigt das Trio um Daniel Barenboim (Klavier), Michael Barenboim (Violine) und Kian Soltani (Cello) erneut, dass sie eine Klasse für sich sind. Ihre mitreißende Spielfreude und die einzigartige Harmonie zeugen von dem reichen Erfahrungsschatz des Ensembles, das bereits auf eine Vielzahl an gemeinsamen Livekonzerten zurückblicken kann. Das 3 CD Album, eingespielt live in mehreren Konzerten im ausverkauften Pierre-Boulez Saal im Dezember 2019, zeigt, welch erfahrener Beethoven-Interpret Daniel Barenboim ist.

3 CDs: 29.-
Vö : 27.11.2020

 

 

Violinkonzert op.61 / Romanzen G-Dur op. 40 / Nr. 2 F-Dur op. 50

Midori, Festival Strings Lucerne, Daniel Dodds


Die Geigerin Midori ist seit mehr als 35 Jahren eine gefeierte Interpretin. Mit der vorliegenden Einspielung von Beethovens Violinkonzert, ergänzt durch seine beiden Romanzen für Violine und Orchester, ehrt sie nun zusammen mit den Lucerne Festival Strings den Komponisten anlässlich seines 250. Geburtstages. Die Aufnahme entstand in der Schweiz, kurz nachdem die COVID-19-Pandemie die Absage einer geplanten Konzertaufführung und internationalen Tournee nach sich gezogen hatte. "Beethoven leitete meine Kollegen und mich", sagt Midori, "seine Arbeit lenkte und inspirierte uns, unsere Überzeugung steigerte sich von Tag zu Tag und trieb uns zu musikalischen Höchstleistungen ... Mir wurde aufs Neue bewusst, dass er ein Mann mit starken Prinzipien war ... der zu vielen wichtigen Themen seiner Zeit feste Standpunkte einnahm ... Beethovens Entschlossenheit ist immer noch ein Vorbild für die Menschheit".

CD:   25.-
Cö :   16.10.2020     

 

 

Believe

Andrea Bocelli, Cecilia Bartoli, Voces8, Kühn Mixed Choir, Czech Symphony Orchestra, Steven Mercurio, Ennio Morricone


Mit mehr als 80 Millionen weltweit verkaufter Alben, einer endlos langen Liste mit nationalen wie internationalen Auszeichnungen sowie diversen Verkaufsrekorden und etlichen Goldenen und Platin-Schallplatten, sogar einer Oscar-Nominierung und einem Stern auf dem berühmten Hollywood Walk Of Fame hat Andrea Bocelli eine Karriere hingelegt, die seinesgleichen sucht.

Nun wird Bocelli via Sugar Music / DECCA u. a. sein neues Album »Believe« herausbringen. Die Kraft der Musik war und ist es, was den Menschen seit jeher Zuversicht und Hoffnung schenkt. »Believe« ist ein durch und durch sakrales und spirituelles Album und damit ein echtes Herzensprojekt des italienischen Star-Tenors.
Das insgesamt 19 Songs umfassende Werk wird sowohl brandneue Titel, beliebte Stücke in nie zuvor dargebotenen Versionen, weltweit beliebte Hymnen, Duette mit Weltstars wie beispielsweise Cecilia Bartoli oder auch Pavarotti und somit auch das ein oder andere versteckte Juwel enthalten.

CD   :   25.-
CD   :   25.-
2 LPs:   49.-
Vö    :   13.11.2020            

 

 

The Messenger

Helene Grimaud, Camerata Salzburg


Mit ihrem neuen Album führt uns Hélène Grimaud nach Salzburg, wo sie W.A. Mozart und den ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov (geb. 1937) auf faszinierende Weise gegenüberstellt. In Anlehnung an ihr erfolgreiches DG-Debütalbum "Credo" ist diese innovative Kombination typisch für ihren Ansatz und signalisiert einen weiteren Neuanfang.

Sorgfältig hat sie die Musik von Mozart (in c- oder d-Moll) ausgewählt, die sich in eine Gesamtdramaturgie einfügt: Von Mozarts berühmter unvollendeter d-Moll-Fantasie geht sie nahtlos in das große d-Moll-Konzert KV 466 über - eines der beliebtesten unter Mozarts 27 Konzerten (und eines von nur zweien in a-Moll). Die c-Moll-Fantasie signalisiert hier "das Ende von Mozart" und einen neuen Anfang: The Messenger beginnt mit einem Thema, das an Mozart erinnert, und stellt wie ein Bote eine Verbindung zwischen der Gegenwart und der Welt her, die zuvor existierte. Sowohl von Mozarts als auch von Silvestrovs Werken gehen Melancholie und Hoffnung, Trauer und Ausgelassenheit aus.

Hélène hat seit langem eine Leidenschaft für Silvestrovs Musik, die manche als postmodern oder sogar als neoklassizistisch bezeichnen. "Wie Arvo Pärt ist Silvestrovs Musik harmonisch, was keineswegs eine Schwäche ist, sondern eine Aufklärung an sich und sehr kraftvoll in ihrer Einfachheit", sagt sie.

The Messenger, eines der schönsten und meistgespielten Werke Silvestrovs (zusätzlich auch in der Piano-Solo Fassung) bezeugt dies eindrucksvoll.

CD : 27.-
2 LPs: 49.-
Vö : 2.10.2020

 

 

Sinfonie 8

Wiener Philharmoniker, Christian Thielemann


So kann man natürlich auch einen neuen Bruckner-Zyklus beginnen lassen: gleich mit der vielleicht größten Herausforderung, nämlich der monumentalen Achten. Für Christian Thielemann sind die Sinfonien Anton Bruckners, wie sonst wohl nur die Musikdramen Richard Wagners, dringende Herzensangelegenheiten. So führte eine Aufführung der Achten bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden ihn dort zu seinem heutigen Posten als Chefdirigent. Mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er schon seit vielen Jahren verbunden ist – er dirigierte das Neujahrskonzert 2019 – startete Thielemann erfolgreich einen neuen Zyklus der Bruckner-Sinfonien. An seiner Aufführung der Vierten bei den Salzburger Festspielen 2020 bewunderte der Standard die »monumentale Kammermusik« und BR-KLASSIK staunte: »Gekonnt disponiert Thielemann Steigerungswellen, staut den Klang vor den monumentalen Eruptionen Bruckners, die dann wie Wellenbrecher in den Saal krachen.« Das lässt sich auch bei dem vorliegenden, tief bewegenden Mitschnitt der Achten – in der Edition von Robert Haas – aus dem Golden Saal des Wiener Musikvereins nachvollziehen, denn großformatig, aber flüssig, intensiv im Klang, aber subtil in den Übergängen und mit farbstarken Details ist diese meisterliche Interpretation geraten, die es mit denen der ganz Großen, wie Schuricht, Karajan, Giulini oder Wand, aufnehmen kann. 

CD:   25.-
Vö :   16.10.2020

 

 

Kammermusik für Flöte

Emmanuel Pahud, Daniel Barenboim, Daishin Kashimoto, Amihai Grosz, Sophie Dervaux, Silvia Careddu


Die letzte Veröffentlichung von Warner Classics zum 250. Jubiläumsjahr Beethovens ist ein charmantes Kammermusikprogramm mit der Flöte in der Hauptrolle. Die vier Werke, die alle aus den früheren Jahren der Karriere des Komponisten stammen, wurden im Juni 2020 im Berliner Pierre-Boulez-Saal in einer wahren Starbesetzung unter der Leitung von Daniel Barenboim und dem Flötisten Emmanuel Pahud aufgenommen. Zu ihnen gesellen sich zwei Kollegen Pahuds von den Berliner Philharmonikern, deren Erster Konzertmeister Daishin Kashimoto und ihr Solobratschist Amihai Grosz, sowie zwei Musikerinnen, die mit den Wiener Philharmonikern verbunden sind, die Solofagottistin Sophie Dervaux und Silvia Careddu, die ehemalige Soloflötistin.

CD:   25.-
Vö :   11.12.2020     

 

 

Karneval der Tiere (Kammermusik-Version)

The Kanneh-Masons


Der britische Cellist Sheku Kanneh-Mason sowie seine Schwester Isata Kanneh-Mason (Opus Klassik Gewinnerin in der Kategorie »Nachwuchskünstlerin (Klavier)« haben mit ihren Solo-Alben die Musikwelt begeistert. Jetzt präsentieren sie gemeinsam mit ihren Geschwistern Braimah, Konya, Jeneba, Aminata und Mariatu ihr erstes Familienalbum.

Karneval der Tiere, Camille Saint-Saëns‘ humorvolle Musiksuite, die verschiedene Tiere durch anschauliche musikalische Motive vorstellt, ist in dieser Einspielung mit neuen Gedichten des War Horse-Autors Michael Morpurgo verknüpft. Vorgetragen werden die Texte von dem Autor selbst zusammen mit der aus The Favourite – Intrigen und Irrsinn bekannten Schauspielerin Olivia Colman. Die vier älteren Kanneh-Mason-Geschwister bilden zusammen mit Gastmusikern das Ensemble in diesem Stück.

Ebenfalls auf dem Album zu hören ist Morpurgos herzerwärmende Geschichte Grandpa Christmas. Sie ist hier erstmals in Musik gesetzt, mit klassischen Stücken wie Tschaikowskys »Tanz der Zuckerfee«, Rimski-Korsakows »Hummelflug«, Castelnuovo-Tedescos »Sea Murmurs« oder Eric Whitacres »The Seal Lullaby«, das in einer neuen Bearbeitung von allen sieben Kanneh-Mason-Geschwistern gespielt wird. Die Rolle des Großvaters liest Morpurgo, die der Enkelin liest die jüngste, erst 11-jährige Kanneh-Mason, Mariatu.

Aufgenommen in den Londoner Abbey Road Studios ist auch Bob Marleys bekannter Hit »Redemption Song«, in einem eigenen Arrangement, 40 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Stücks zu hören.

CD:   25.-
Vö :   20.11.2020

 

 

Ballettsuiten

Royal Scottish National Orchestra, Neeme Järvi


Léo Delibes kommt das Verdienst zu, mit den beiden Balletten Coppélia (1870) und Sylvia (1876) die Musik von der Funktion als rein dekorative Klangtapete für den Tanz emanzipiert zu haben. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt seinem großen Talent für lyrische Melodien und einem Gespür für die Stimmung der jeweiligen Handlung. Auf der SACD-Einspielung für CHANDOS präsentieren uns Altmeister Neeme Järvi und das Royal Scottish National Orchestra nicht nur die um einige Nummern erweiterten Suiten der beiden Welterfolge, sondern mit La Source von 1866 auch die Ballettpartitur, die für den jungen Komponisten damals den Durchbruch bedeutete.

CD:   25.-
Vö :   20.11.2020

 

 

Klavierkonzert 1 op.15 / Variationen op.34

Rudolf Buchbinder, Berliner Philharmoniker, Christian Thielemann


Nachdem der gefeierte Pianist im Jahre 2019 einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon geschlossen hatte, liegt nun seine zweite Veröffentlichung vor: der Livemitschnitt eines Konzerts mit seinem langjährigen Freund Christian Thielemann und den Berliner Philharmonikern aus dem Jahre 2016.

CD:   25.-
Vö :   2.10.2020

 

 

Sonaten & Trios

Renaud Capucon (Violine), Edgar Moreau (Cello), Bertrand Chamayou (Chamayou)


Das Triumvirat der französischen Kammermusik: Capuçon, Moreau und Chamayou spielen Saint-Saëns
2021 jährt sich der Tod von Camille Saint-Saëns, einem der bekanntesten Meister der französischen Musik, zum hundertsten Male. Der Pianist Bertrand Chamayou, der Geiger Renaud Capuçon und der Cellist Edgar Moreau ehren ihn auf diesem Album mit drei seiner besten Kammermusikwerke: der Violinsonate Nr. 1, der Cellosonate Nr. 1 und dem Klaviertrio Nr. 2. "Das sind großartige Werke", sagt Bertrand Chamayou, "aber nur relativ selten aufgeführt und aufgenommen. Dies ist bedeutsame französische romantische Kammermusik, und die französischen Interpreten unserer Generation haben die Pflicht, sie mit dem Publikum zu teilen", so Bertrand Chamayou.

CD:   25.-
Vö :   27.11.2020

 

 

Human Love, Love Divine" (Duette & Arien von Händel)

Nuria Rial, Juan Sancho, Capella Cracoviensis, Jan Tomasz Adamus


Nuria Rials Aufnahmen für dhm werden in aller Welt hochgelobt. Ihr Album »Muera Cupido« mit dem Ensemble Accademia del Piacere wurde gerade für den Opus Klassik nominiert. Für ihr neues Album hat die Sopranistin zusammen mit dem spanischen Tenor Juan Sancho Arien und Duetten aus G. F. Händels Opern, Oratorien und Kantaten ausgewählt, die die menschliche und göttliche Liebe besingen. Die begleitende Capella Cracoviensis rundet unter der Leitung von Jan Tomasz Adamus das Album mit Tanzsätzen und Ouvertüren ab. In der Barockoper war es üblich, dass die Duette von Sopranistinnen und Kastraten gesungen wurden. Auch Händel hat diese Kombination ebenfalls erfolgreich gerade in seinen Opern eingesetzt. Zugleich widmete er sich aber auch der damals wenig verbreiteten Duo-Besetzung »Sopran & Tenor«. Händels Duett-Kunst spiegelt sich auf diesem Album in den erlesenen Klangbeispielen aus den Opern »Ariodante« und »Hercules, dem Oratorium »Esther«, der weltlichen Kantate »Cecilia, volgi un sguardo« sowie der Ode »Acis und Galatea« wider. Hinzu kommen insgesamt acht Solo-Arien, die unterschiedliche Formen der menschlichen Liebe beschreiben: die traditionelle Liebe zweier Verliebter, etwa von Aminta für Fillide («Se vago rio«) oder von Grimoaldo für Rodelinda («Prigionera ho l’alma in pena«). Außerdem begegnet man anderen Formen der Liebe, der Zuneigung. Dazu gehört die Liebe des Judas Maccabeus für seinen im Kampf gefallenen Sohn, den er mit einer unsterblichen Elegie »With honour let desert be crown’d« besingt. Die Israelitin huldigt in »Let the bright, Seraphim« ihrem siegreichen Gott. Und in der Arie »È un folle, è un vile affetto« zeigt sich die Figur des Orontes überaus zornig angesichts einer verschmähten Liebe. Das Album »Human Love, Love Divine« mündet schließlich in einem beschwingten Happy End – mit dem Duett »Happy, happy we« aus »Acis und Galatea«.

CD:   25.-
Vö :   2.10.2020

 

 

Les Enfants terribles-Suite für Klavier 4-händig (arrangiert von Michael Riesman)

Katia & Marielle Labeque (Klavier)


Katia & Marielle Labèque präsentieren ihre neue Aufnahme mit Werken von Philip Glass. Die französischen Pianistinnen sind bekannt für ihr einzigartiges Zusammenspiel und Energie ihres Duetts. Nach Olivier Messiaen, Luciano Berio, György Ligeti und Pierre Boulez arbeiteten Katia & Marielle Labèque in den letzten Jahren unter anderem mit Louis Andriessen, Philip Glass, Bryce Dessner, Thom Yorke und bald auch Nico Muhly zusammen, die eigens für die Pianistinnen Werke erschaffen haben. Die neue Aufnahme fängt die besondere künstlerische Beziehung der beiden zum Komponisten Philip Glass ein. Seine Musik nimmt einen ganz besonderen Platz im Oeuvre von Katia & Marielle Labèque ein, da er ihnen bereits das Doppelkonzert für zwei Klaviere gewidmet hat. Es ist der Komponist selbst gewesen, der auch seine Oper Les Enfants Terribles in einer Suite für Klavierduett für Katia & Marielle Labèque adaptiert hat. Zusammen mit den Etüden für Klavier Nr. 17 & 20 ist somit ein sehr persönliches Album entstanden. Die Labèque-Schwestern sind großartig. Sie sind großartige Künstler und großartige Dolmetscher. Und sie sind wunderbare Unterstützer der Musik - nicht nur moderne Musik, sondern nur Musik. Es war großartig, mit ihnen zu arbeiten. - PHILIP GLASS

CD:   25.-
Vö :   23.10.2020     

 

 

Segreto

Ennio Morricone


Ennio Morricone zählt ohne Zweifel zu den wichtigsten italienischen Künstlern der letzten 60 Jahre und ist wahrscheinlich der berühmteste Komponist von Filmmusik des 20 Jahrhunderts. Hinter dem im Mainstream gefeierten Morricone gibt es jedoch noch einen geheimen Morricone.
„Morricone Segreto“ beleuchtet diese eher unbekannte Seite des Maestros und offenbart Stücke aus seiner Schaffenszeit zwischen dem Ende der 60er und den frühen 80er Jahren. Dabei wurden aus den historischen Archiven von CAM Sugar bis dato unbekannte und vergessene Stücke, sowie alternative Aufnahmen bekannter Werke wiederentdeckt, die teilweise noch nie zuvor veröffentlich wurden. „Morricone Segreto“ ist der Beweis, dass selbst so gefeierte Größen wie Ennio Morricone noch Geheimnisse haben, die es zu entdecken gilt.

CD   :   25.-
2 LP :   39.-
Vö    :   4.12.2020

 

 

Good Night

Bertrand Chamayou (Klavier)


Es ist Musik zwischen Wachen und Träumen, voll suggestiver Kraft, beschwörender Rhythmen und sanften Harmonien. Das Genre, in dem der Pianist Bertrand Chamayou eine ganze Welt von Musik an der Schwelle von Vision und Wirklichkeit entdeckt hat, gehört sicher zu den am meisten unterschätzten: Berceuses, Lullabies, zu deutsch Wiegenlieder.

Die sechzehn Klavierstücke, die Chamayou im Album Good Night! vereint, spannen eine Brücke vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Den jüngsten Titel (Song for Octave von Bryce Dressner) gab Chamayou, Vater von zwei kleinen Kindern, selbst in Auftrag. Insgesamt lädt das Programm zu einer einzigartigen, in ihrer Vielfalt und Ausdruckskraft intensiven musikalischen Reise ein.

»Ich liebte das Genre des Wiegenliedes schon immer, weil ich selbst an Schlaflosigkeit leide«, sagt Chamayou über das Projekt. »Es gibt diesen einen Moment, kurz bevor man in den Schlaf fällt, wenn einem so viele Dinge durch den Kopf gehen, verbunden mit vielen Emotionen von Angst bis zu tiefer Beruhigung. Genau hier ist diese Musik angesiedelt – auf halbem Wege zwischen Traum und Wirklichkeit.«

Den entscheidenden Ausschlag für das Album gab etwas sehr Persönliches: »Ich wurde Vater, und ich suchte in den einschlägigen Playlisten vergeblich nach Stücken, die wirklich etwas zu sagen hatten«. Typisch für das Klavierwiegenlied, wie es in der Klassik als instrumentale Verwandlung des Bildes von einer ihr Kind wiegenden Mutter gepflegt wurde, ist die Klang-Erkundung scheinbar begrenzter Rhythmen und sanfter, fast kindlicher Melodien. Je intensiver Chamayou auf die Suche ging, desto mehr zeigte sich, welche Vielfalt das Genre besitzt. »Jeder Komponist«, so der Pianist, »beschwört eigene Welten herauf, bei jedem gibt es einen eigenen Widerhall des Unbewussten.« Neben Chopin, Liszt, Brahms, Grieg, der französischen Komponistin Mel Bonis, ihrem Landsmann Charles-Valentin Alkan und den Russen Mili Balakirew und Sergei Lyapunov entdeckt Chamayou auch Wiegenlieder bei Villa-Lobos, Janáček und Martinů. Beim Avantgardisten Helmut Lachenmann entdeckte er sogar eine atonale Wiegenmusik. Der stilistisch äußerst vielfältige Amerikaner Bryce Dressner komponierte den postminimalistischen Song for Octave – für das Album, aber in erster Linie für den eigenen Sohn.

CD:   25.-
LP :   30.-
Vö :   9.10.2020           

 

 

Serenata Latina

Rolando Villazon, Xavier de Maistre (Harfe)


Das neue Album des mexikanischen Tenors Rolando Villazón versammelt Vokalmusik von seinem Heimatkontinent. Zusammen mit dem französischen Harfenisten Xavier de Maistre hat Villazón eine vielseitige und äußerst bewegende Auswahl lateinamerikanischer Canciones in neuen Arrangements für Harfen-Begleitung zusammengestellt. Innig-zarte melancholisch-schmerzliche, sehnsuchtsvolle, leidenschaftlich-tänzerische Perlen eines Liedrepertoires von Komponisten wie Alberto Ginastera, Heitor Villa-Lobos oder Carlos Guastavino, die in einer selten unmittelbaren, ehrlichen Emotionalität berühren und ein großes Publikum verdienen.

CD:   25.-
Vö :   2.10.2020

 

 

Aranjuez

Garcia Thibaud, Orchestre National du Capitole de Toulouse, Ben Glassberg


Als Ausdruck seiner eigenen kulturellen Identität verbindet der Gitarrist Thibaut Garcia Rodrigos archetypisch-spanisches Concierto de Aranjuez mit einer Liebeserklärung an den „esprit français“: Alexandre Tansmans neoklassizistischer Musique de cour, inspiriert vom Hof Ludwigs XIV. Garcia ist spanischer Abstammung, aber er ist Franzose, geboren in Toulouse, wo dieses Album mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem jungen britischen Dirigenten Ben Glassberg aufgenommen wurde. Es wird ergänzt durch vier Solostücke von Regino Sáinz de la Maza, dem Gitarristen, der 1940 das Concierto de Aranjuez uraufgeführt hat.

CD:   25.-
LP :   30.-
Vö :   2.10.2020

 

 

Song of Beasts - Fantastische Tierwesen im mittelalterlichen Lied

Agnieszka Budzinska-Bennett, Jane Achtman, Ensemble Dragma, Marc Lewon


Das Interesse an Tieren und mythologischen Kreaturen war im Mittelalter nicht nur auf Literatur und Bildende Kunst beschränkt. Die Produktion mit dem Ensemble Dragma (mit Agnieszka Budzińska-Bennett, Jane Achtman und Marc Lewon hochkarätig besetzt) hat hier ein faszinierendes klingendes mittelalterliches Bestiarium zusammengestellt, das neben dem Panther auch den Phoenix und den Basilisken präsentiert.

CD:   27.-
Vö :   13.11.2020

 

 

Argippo

Emöke Barath, Delphine Galou, Marie Lys, Europa Galante, Fabio Biondi


Welch ein Glücksgriff für die VIVALDI Edition: FABIO BIONDI und sein Ensemble EUROPA GALANTE haben »Argippo«, die neunzehnte Oper der Sammlung, aufgenommen. Nach der kürzlich erschienenen Oper »Il Tamerlano« handelt es sich ebenfalls um ein Pasticcio wie es zu Vivaldis Zeiten üblich war: eine Kombination aus eigenen Arien mit gefeierten Arien aus Opern seiner Zeitgenossen. Das Werk komponierte der Meister 1730 für Aufführungen in Wien und Prag, aber wegen des Verlusts der Partitur geriet das Werk in Vergessenheit. Allerdings hat erneut der Vivaldi-Experte Bernardo Tucci durch intensive Recherche in Osteuropa die neue Version zusammenstellen können. Das Libretto enthält alles, was Vivaldi als Stimulationsquelle für seine Kompositionen braucht: Rivalität in der Liebe, familiäre Konflikte, Intrigen, Verwirrungen und Missverständnisse, verletzte Gefühle, flammende Emotionen. Die versammelten Solisten setzen dies bravourös um: besonders hervorzuheben ist Zanaidas Arie di Furore »Se lento ancora il fulmine« aus Akt I, gesungen von DELPHINE GALOU, Osiras Liebesarie »Vado amorir per te« aus Akt III mit der Solistin MARIE LYS und die Akt II-Arie »Dapiù venti combattuta« mit EMÖKE BARÁTH. 

2 CDs:   39.-
Vö     :   27.11.2020

 

 

Scherz,List & Rache

Annika Boos, Cornel Frey, Florian Götz, L'Arte del mondo, Werner Ehrhardt


Im November 2019 war im Leverkusener Erholungshaus eine Opernsensation zu erleben: 232 Jahre nach ihrer Entstehung wurde mit „Scherz, List und Rache“ eine komische Oper uraufgeführt, zu der kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe das Libretto geschrieben hatte. Die Musik dazu stammte von Goethes Jugendfreund Philipp Christoph Kayser (1755-1823). Angeregt von der italienischen Buffo-Oper, wollten Goethe und Kayser mit „Scherz, List und Rache“ eine neue Art deutscher Oper schaffen. Heraus kam ein turbulentes Dreipersonenstück über ein junges Ehepaar, das ein alter geldgieriger Arzt um das Erbe betrogen hat.
2019 waren es Dirigent Werner Ehrhardt und sein Ensemble l’arte del mondo, die erstmals diese Opernrarität in ihrer Originalbesetzung für großes Orchester aufführten. Die mit virtuosen Passagen gespickten Gesangspartien übernahmen Annika Boos, Cornel Frey und Florian Götz. In dieser Besetzung ist denn nun auch die Weltersteinspielung, in Koproduktion mit dem WDR und Bayer Kultur dieses Singspiels zu erleben.
Die Entstehung von „Scherz, List und Rache“ geht auf das Jahr 1784 zurück. Goethes Ideal von einer neuen Opernform war das sogenannte „Italienische Intermezzo“. Sie sollte unterhaltsam, klein besetzt und somit überall leicht und kostengünstig zu realisieren sein. Die Besonderheiten des italienischen Intermezzos, das vollständig auf der Commedia dell’arte beruht, wollte Goethe inhaltlich in neue Formen bringen: beispielsweise die Ausspielung der Gegensätze zwischen Klug und Dumm, Alt und Jung, Arm und Reich. Die unterhaltsame Komik der italienischen Commedia dell’arte sollte dabei unbedingt erhalten bleiben.

2 CD:   35.-
Vö    :   23.10.2020

 

 

L'Orfeo

Emiliano Gonzales Toro, Emöke Barath, Zachary Wilder, Baltazar Zuniga, Fulvio Bettini, Nicolas Brooymans, I Gemelli, Emiliano Gonzales


Monteverdis »Orfeo«, 1607 im Herzogspalast in Mantua uraufgeführt und als erste echte Oper der Geschichte geltend, ist ein Meisterwerk, das in seiner Kunst der musikalischen Konzeption und Repräsentation einzigartig ist und die Musikwelt nach wie vor begeistert.

In ihrer dritten Aufnahme für naive steht für Startenor Emiliano Gonzalez Toro und sein Ensemble I Gemelli die Stimme unzweifelhaft im Mittelpunkt, denn: diese hochgelobte Produktion, die Ende 2019 in Paris und Toulouse aufgeführt wurde, ist ungewöhnlich, da sie »von der Stimme« geleitet wird – das heißt vom Solo-Tenor Emiliano Gonzalez Toro, der die Titelrolle singt und gleichzeitig alle Sänger und Instrumentalisten dirigiert. Vom Instrumentarium ist eine Ceterone aus dem Jahr 1600 ein Highlight, ein lautenähnliches Instrument aus den Sammlungen des Musée de la Musique in Paris. Die Doppel-CD ist mit einem 100 Seiten starken Buch zum Werk ausgestattet, welches das komplette Libretto, Künstlerporträts und musikwissenschaftliche Abhandlungen umfasst.

2 CDs:   35.-
Vö     :   9.10.2020     

 

 

Die Zauberflöte

Kiri Te Kanawa, Peter Hofmann, Edita Gruberova, Kurt Moll, Kathleen Battle, Philippe Huttenlocher, Jose van Dam, Ann Murray, Zürcher Sängerknaben, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Alain Lombard


Ein seltenes Kleinod, das in den Archiven von Decca France entdeckt wurde, wird zum ersten Mal digital und auf CD veröffentlicht: Die bezaubernde Aufführung von Mozarts DIE ZAUBERFLÖTE unter der Leitung des Franzosen Alain Lombard. Diese Einspielung hält eine einzigartige Aufführung fest, die 1978 für das französische Barclay-Label aufgenommen wurde und an der fantastische und legendäre Solisten wie Kiri Te Kanawa, Peter Hofmann, Edita Gruberova, Kathleen Battle, Kurt Moll, Ann Murray und José Van Dam sowie das Orchestre philharmonique de Strasbourg und der Chor der Opéra du Rhin beteiligt waren. Diese Neuausgabe enthält ein 100-seitiges Booklet mit dem Libretto in Deutsch, Französisch und Englisch.

2 CDs:   35.-
Vö     :   20.11.2020     

 

 

Alexander's Feast

Vox Chor, Vox Orchester, Lorenzo Ghirlanda


Zu den erfolgreichsten Werken, die Georg Friedrich Händel in London geschrieben hat, gehört seine Ode »Alexander’s Feast or The Power of Music«. Komponiert hatte Händel dieses »Alexanderfest« als Huldigung an die Heilige Cecilia, die Schutzpatronin der Musik. Angelehnt an die große englische Chortradition, erzählt das Alexanderfest die Geschichte vom Feldherrn Alexander dem Großen, der von der Macht der Musik zu großen Taten bewegt wird, und basiert auf einem 1697 von John Dryden verfassten, damals berühmten Text. Bei der Uraufführung 1736 feierten 1300 Zuhörer, darunter auch die Königsfamilie, Händels kontrastreiche, den Bogen von majestätisch bis melancholisch spannende Musik für Vokalsolisten, Chor und Orchester.

In einer exzellenten Neuaufnahme präsentiert das auf die historische Aufführungspraxis spezialisierte junge Schweizer Vox Orchester unter der Leitung von Dirigent Lorenzo Ghirlanda Händels Meisterwerk bei deutsche harmonia mundi – nach einer ersten, hochgelobten Aufnahme mit Werken von Purcell und Locke. Für die neue Aufnahme verstärkte sich das Ensemble mit dem Vox Chor und – in den Solopartien – mit Marie Sophie Pollak (Sopran), Tobias Hunger (Tenor) sowie Kresimir Strazanac (Bassbariton).

2 CDs:   32.-
Vö     :   9.10.2020

 

 

Il Tamerlano RV 703

Bruno Taddia, Filippo Mineccia, Delphine Galou, Sophie Rennert, Marina De Liso, Accademia Bizantina, Ottavio Dantone


Vivaldis Oper wurde erstmals während des Karnevals in Venedig von 1735 aufgeführt. Bei dieser Aufnahme ist unter der musikalischen Leitung von OTTAVIO DANTONE eine virtuose Sängerriege am Start und ein Orchester, das mit VIVALDIS musikalischer Dialektik eng vertraut ist. Das Libretto stammt von Agostino Piovene, und auch für Händels Tamerlano das Libretto geschrieben hatte. Außerdem entschied sich der Komponist für die Form des Pasticcio, indem er Arien aus seinen eigenen Werken einbrachte sowie aus Opern seiner Zeitgenossen Geminiano Giacomelli, Riccardo Broschi und Johann Adolph Hasse. Trotz des zusammengesetzten Charakters ist Il Tamerlano ein vollendetes Musikdrama, das eine breite Palette von Emotionen und Farben präsentiert, die von Liebe und Krieg inspiriert sind. Besonders bewegend ist Irenes berühmte Arie der Verzweiflung 'Sposa son disprezzata' aus Akt II von Giacomellis Oper, die hier von SOPHIE RENNERT gesungen wird, auch Timurs leidenschaftliche 'Dov'è la figlia?' (Vivaldis eigene Arie aus Akt II, gesungen von BRUNO TADDIA) und 'Barbaro traditor', Bajazets Akt III-Arie von Broschi, hier gesungen von FILIPPO MINECCIA in der Rolle des Bajazet. Einmal mehr ist die Vivaldi Edition Vol. 65 herausragend ausgestattet: ein 112 Seiten starkes Buch, teilweise auch deutschsprachig, enthält das komplette Libretto sowie zahlreiche Fotos und musikwissenschaftliche Kommentare.

3 CDs:   39.-
Vö     :   9.10.2020
     

 

 

The Oslo Years

Frank Peter Zimmermann, Truls Mörk, Wayne Marshall, Oslo Philharmonic Orchestra, Mariss Jansons


Während Mariss Jansons’ langer Amtszeit als Musikdirektor des Oslo Philharmonic von 1979 bis 2002 erlangte der in Lettland geborene Dirigent internationale Bekanntheit, und das norwegische Orchester festigte seinen Ruf als Weltklasseensemble. Die Box The Oslo Years umfasst alle Aufnahmen, die in dieser Zeit entstanden und spiegelt Jansons’ besondere Meisterschaft in der Musik der Spätromantik und des 20. Jahrhunderts wider. Viele der Einspielungen sind seit einigen Jahren nicht mehr erhältlich. Völlig neu im Katalog sind 5 DVDs mit Konzerten, die ursprünglich im norwegischen Fernsehen ausgestrahlt wurden und Werke von Sibelius, Mahler, Strawinsky, Tschaikowsky, Beethoven, Strauss und Franck bieten.

21 CDs & 5 DVDs:   99.-
Vö                      :   23.10.2020

 

 

Wilhelm Kempff Edition (Deutsche Grammophon Gesellschaft)

Wilhelm Kempff, Wolfgang Schneiderhan, Yehudi Menuhin, Pierre Fournier, Henryk Szeryng, Pablo Casals, Georg Kulenkampff, Dietrich Fischer-Dieskau, Berliner Philharmoniker, Dresdner Philharmonie, Bamberger Symphoniker, Symphonieorchester des Bayerischen Ru


Beeindruckende 60 Jahre dauerte die Musikerkarriere des 1895 geborenen Pianisten Wilhelm Kempff, der zu den bedeutendsten des 20. Jahrhunderts zählte. Den enormen Schatz an Aufnahmen, der sich über diesen langen Zeitraum angesammelt hat zu heben, hat sich Deutsche Grammophon jetzt aufgemacht. Im Oktober 2020 wird sie die große “Wilhelm Kempff Edition” veröffentlichen, eine prächtig ausgestattete 80-Alben-Box mit dem Vermächtnis, das der Pianist der Deutschen Grammophon hinterlassen hat. Übersichtlich angeordnet in vier Bereiche, präsentiert sie die gesamte Bandbreite seines Werks. Ergänzt werden die Aufnahmen durch ein 160-seitiges Booklet, das neben vielen Originalfotos auch neue Informationen zum Schaffen Wilhelm Kempffs enthält. Die Konzertaufnahmen (14 CDs) etwa enthalten u. a. die fünf Beethoven-Konzerte in drei verschiedenen Einspielungen, Schumanns Klavierkonzert, das erste Brahmskonzert, Liszts erstes sowie etliche Klavierkonzerte von Mozart. Dass Kempff auch ein gefragter Kammermusiker war, macht die Aufführung seiner Partner deutlich, die uns im Bereich Kammermusik (14 CDs) begegnen, darunter Wolfgang Schneiderhan und Yehudi Menuhin für die Beethoven-Sonaten für Violine und Klavier, oder Pierre Fournier, mit dem er neben den Cellosonaten auch die Klaviertrios einspielte, gemeinsam mit Henryk Szeryng. Das umfangreiche Kapitel seiner Solo-Aufnahmen (46 CDs) enthält neben Werken von Bach, Brahms, Chopin, Händel, Liszt, Mozart und Schumann die beiden kompletten Sonatenzyklen von Beethoven aus den Jahren 1951–56 und 1964–65, sowie die Einspielung sämtlicher Schubertsonaten. Ein ganz besonderes Kapitel innerhalb der Kempff-Edition bilden die auf sechs Tonträgern versammelten frühen Schellack-Aufnahmen, die in den Jahren von 1920 bis 1941 entstanden. Bereits auf ihnen wird das für Kempffs so typische “Singen auf der Klaviatur” deutlich. In der Zeit von 1925 bis 1941 unternahm er den ersten Anlauf zur Einspielung des Beethoven’schen Sonatenzyklus — vierundzwanzig sind es zunächst geworden. Sämtliche dieser Aufnahmen wurden noch in 78-er Geschwindigkeit realisiert. Das “Schellack”-Kapitel ist mehr als nur ein behutsam aufgearbeitetes, zugleich aufregendes Tondokument lange zurückliegender Aufnahmekunst. Es ist, wie die ganze Box, Zeugnis und künstlerisches Vermächtnis, eines Pianisten, der zeitlebens weit davon entfernt war, den Virtuosen oder den “Beethoven-Artisten” zu mimen.

80 CDs:   219.-
Vö        :   23.10.2020

 

 

Pierre Barbizet - The Complete Erato & HMV Recordings

Pierre Barbizet, Christian Ferras, Andree Esposito, Jean-Pierre Rampal, Samson Francois, Quatuor Parrenin, Paris Conservatoire Orchestra, Orchestre National de la Radiodiffusion Francaise, Georges Pretre, Andre Cluytens


Bekannt vor allem als Duopartner des Geigers Christian Ferras, war der Pianist Pierre Barbizet dafür berühmt, dass er Integrität, Vitalität und Großzügigkeit in sein gesamtes Musizieren einbrachte. Er wurde 1922 in Chile geboren, absolvierte seine Ausbildung am Konservatorium von Marseille und kehrte später als Direktor an die Institution zurück. Unter seinen Schülern befand sich auch Hélène Grimaud, die sagte »Er brauchte nur ein paar Minuten am Klavier zu sitzen und zu spielen, um meinen Horizont zu erweitern«. Neben Ferras spielt Barbizet in dieser Edition zusammen mit Jean Hubeau (Chabriers komplettes Klavierwerk), Samson François, Jean-Pierre Rampal und André Cluytens (der das Klavierkonzert Nr. 1 von Serge Nigg, einem Schüler von Olivier Messiaen, dirigiert). Mit Mitgliedern des Quatuor Parrenin interpretiert Barbizet Schumanns Klavierquartett: Diese Einspielung erscheint – zusammen mit Weiteren – erstmals auf CD.

14 CDs:   49.-
Vö       :   13.11.2020     

 

 

Karl Richter - Complete Recordings on Archiv Produktion & Deutsche Grammophon

Münchener Bach-Chor, Münchener Bach-Orchester, Karl Richter


  • Bach - Geistliche Werke: Messe h-moll BWV 232; Matthäus-Passion BWV 244; Johannes-Passion BWV 245; Weihnachts-Oratorium BWV 248 (inkl. Aufnahme der Proben); Magnificat BWV 243; Kantaten zu Advent und Weihnachten (BWV 13, 28, 58, 63-65, 81, 82, 121, 124, 132, 171); Ostern (BWV 1, 4, 6, 12, 23, 67, 87, 92, 104, 108,
    126, 158, 182); Himmelfahrt, Pfingsten, Trinitatis (BWV 10, 11, 21, 24, 30, 34, 39, 44, 68, 76, 93, 129, 135, 147, 175); Sonntage nach Trinitatis (BWV 5, 8, 9, 17, 26, 27, 33, 38, 45, 51, 55, 56, 60, 70, 78, 80, 93, 100, 102, 105, 106, 115, 116, 130, 137, 139, 140, 148, 178-180, 187, 199); Kantate BWV 202 "Weichet nur, betrübte Schatten"; Arien aus Johannes-Passion BWV 245 & Matthäus-Passion BWV 244; 20 Geistliche Lieder aus Schemellis Gesangbuch
    +Bach - Orchesterwerke: Brandenburgische Konzerte Nr. 1-6; Orchestersuiten Nr. 1-4; Ein Musikalisches Opfer BWV 1079; Tripelkonzert BWV 1044; Cembalokonzerte BWV 1052-1056, 1058; Konzerte BWV 1060-1061 für 2 Cembali, Streicher, Bc; Konzerte BWV 1063 & 1064 für 3 Cembali, Streicher, Bc; Konzert BWV 1065 für 4 Cembali, Streicher, Bc; Konzert BWV 1057 für Cembalo, 2 Blockflöten, Streicher, Bc; Konzert BWV 1060r für Violine, Oboe, Streicher, Bc; Konzert BWV 1043 für 2 Violinen, Streicher, Bc; Konzert BWV 1055r für Oboe d'amore, Streicher, Bc; Konzert BWV 1064r für 3 Violinen, Streicher, Bc
    +Bach - Kammermusik: Sonaten BWV 1014-1019 für Violine & Cembalo; Sonaten BWV 1030-1035 für Flöte & Cembalo; Partita BWV 1013 für Flöte solo
    +Bach - Cembalowerke: Goldberg-Variationen BWV 988; Italienisches Konzert BWV 971; Chromatische Fantasie & Fuge BWV 903; Toccata & Fuge BWV 915; Pastorale BWV 590; Fantasie BWV 906
    +Bach - Orgelwerke: Triosonaten BWV 525, 526, 529; Präludien & Fugen BWV 532, 543, 544, 546, 548, 552; Toccaten & Fugen BWV 538, 540, 565 (BWV 565 in zwei Einspielungen); Fantasie & Fuge BWV 542 (in zwei Einspielungen); Choräle BWV 606, 639, 645, 650, 654 (BWV 645 & 650 in zwei Einspielungen); Choralpartiten BWV 767 & 768; Canzona BWV 588; Passacaglia & Fuge BWV 582 (in zwei Einspielungen); Orgelkonzerte BWV 592-597
    +Händel: Der Messias HWV 56 (deutsche & englische Version); Samson HWV 57; Giulio Cesare in Egitto HWV 17; Concerti grossi op. 3 Nr. 1-6; op. 6 Nr. 1-12 (in zwei Einspielungen); Ouvertüren zu Alcina, Deidamia, Agrippina, Radamisto, Rinaldo, Jephta, Rodelinda, Belshazzar, Susanna; Feuerwerksmusik HWV 351; Concerti a due cori Nr. 2 & 3; Concerto grosso HWV 318 "Alexander's Feast"; Trompetenkonzerte HWV 301, 302a, 287; Sonaten für Flöte & Bc HWV 363b, 367b, 374-376, 379; Cembalosuite HWV 430; Chaconne HWV 435; Arien aus Der Messias, Joshua, Serse, Giulio Cesare in Egitto, Samson
    +Beethoven: Messe C-Dur op. 86
    +Gluck: Orfeo ed Euridice
    +Haydn: Symphonien Nr. 94 & 101; Arien aus Die Schöpfung & Die Jahreszeiten
    +CPE Bach: Symphonien Wq. 183 Nr. 1-4; Sonate g-moll H 542 für Flöte & Cembalo (BWV 1020)
    +Telemann: Trompetenkonzerte TWV 51: e1, TWV 51: c1, TWV Anh. 51: G1
    +Schütz: Musicalische Exequien SWV 279-281
    +Hoffmann: Kantate "Meine Seele rühmt und preist" BWV 189 (Bach zugeschrieben)
    +Mozart: Fantasie KV 608
    +Brahms: Choralvorspiele op. posth. 122
    +Liszt: Präludium & Fuge über BACH (in zwei Enspielungen)
    +Reger: Fantasie & Fuge über BACH op. 46
    +Scarlatti: Sulle sponde del Tebro
    +Mendelssohn: Höre, Israel, höre des Herrn Stimme aus Elias op. 70
    +"In dulci jubilo - 18 European Christmas Carols" - O du fröhliche; On Christmas Night; Als die Welt verloren ging; Maria durch ein Dornwald ging; Herbei, o ihr Gläubigen; Es ist ein Ros entsprungen; Marie et Joseph; In dulci jubilo; Kommet ihr Hirten; Vom Himmel hoch, da komm ich her; Freu dich, Erd und Sternenzelt;
    O Jesulein zart; D’ou viens-tu, bergere; Ach du mein liebes Jesulein; Seht, das Kindlein weinet; Kindlein zart; Schlaf, mein Kindlein; Stille Nacht, heilige Nacht

    +3 Blu-ray Audio (24bit / 96kHz) - Bach: Matthäus-Passion BWV 244; Johannes-Passion BWV 245; Weihnachts-Oratorium BWV 248; Messe h-moll BWV 232; Kantaten zu Advent und Weihnachten (BWV 13, 28, 58, 63-65, 81, 82, 121, 124, 132, 171); Ostern (BWV 1, 4, 6, 12, 23, 67, 87, 92, 104, 108, 126, 158, 182); Himmelfahrt, Pfingsten, Trinitatis (BWV 10, 11, 21, 24, 30, 34, 39, 44, 68, 76, 93, 129, 135, 147, 175); Sonntage nach Trinitatis (BWV 5, 8, 9, 17, 26, 27, 33, 38, 45, 51, 55, 56, 60, 70, 78, 80, 93, 100, 102, 105, 106, 115, 116, 130, 137, 139, 140, 148, 178-180, 187, 199)
  • 97 CDs & 3 Blu-Ray Audio:    239.-
  • Vö                                      :     6.11.2020

 

 

George Szell - The Warner Recordings 1934-1970

Artur Schnabel, Benno Moiseiwitsch, Pablo Casals, Elisabeth Schwarzkopf, Alfred Brendel, Dietrich Fischer-Dieskau, Emil Gilels, David Oistrach, Mstislav Rostropovich, Wiener Philharmoniker, London Philharmonic Orchestra, Czech Philharmonic Orchestra, Radi


Er dirigierte schon als Teenager die Berliner Philharmoniker, mit nur vierzehn Jahren schloss er einen langjährigen Verlagsvertrag für eigene Kompositionen, er brillierte als frühes Talent auf dem Klavier – aber seine ganz große Karriere sollte der in Budapest geborene Dirigent George Szell in Amerika machen. Von den Nazis in die USA vertrieben, kam er hier in die Chefposition des Cleveland Orchestra, das unter seiner fast 25 Jahre währenden Leitung eines der besten Orchester der Welt wurde. Im Juli 2020 gedenkt die Musikwelt des großen George Szell anlässlich seines 50. Todestages. Zu diesem Anlass erscheinen dessen komplette Warner-Aufnahmen einschließlich einiger CD-Premieren und einer Bonus-CD mit Dokumenten und Erinnerungen.

»Nach unseren Konzerten erhält George Szell immer eine gute Kritik«. Das sagte der spätere Cleveland-Chef Christoph von Dohnányi scherzhaft nach Szells Tod. Szells Einfluss auf das Orchester, das unter seiner Führung zu einem der »Big 5« wurde, war enorm. Doch die alten EMI-Aufnahmen, die nun zum großen Schatz der Warner-Archive gehören, gehen weit über Szells Arbeit in Cleveland hinaus. Sie umfassen das Vermächtnis des großen, wegen seiner Strenge gefürchteten Maestro über die riesige Zeitspanne von 1934 bis 1970. Absolute Höhepunkte sind unter anderem die bahnbrechenden Interpretationen der Beethoven-Klavierkonzerte mit Emil Gilels, Strauss’ Vier letzte Lieder mit Elisabeth Schwarzkopf oder die Brahms-Konzerte mit David Oistrach und Mstislaw Rostropowitsch, dazu Sinfonik von Dvořák und Schubert. Die frühesten Dokumente nahm Szell in Wien auf, wo er aufwuchs, erste künstlerische Erfolge feierte, und im Umkreis von Brahms und Max Reger seine Ausbildung erfuhr. Die Bonus-CD mit einem Probenmitschnitt, Interviews und Erinnerungen rundet die Box zu einer einzigartigen Dokumentation ab.

14 CDs:   59.-
Vö       :   30.10.2020     

 

 

Komplette Sonaten / Diabelli Variationen

Daniel Barenboim / Klavier


Seit mehr als sieben Jahrzehnten widmet sich Daniel Barenboim Beethovens Musik. Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten nahm er vor einigen Monaten im Pierre Boulez Saal in Berlin für Deutsche Grammophon die 32 Klaviersonaten und die Diabelli-Variationen auf. Beethoven: Complete Piano Sonatas & Diabelli Variations enthält seine reife Auffassung dieser Werke, für die er sich intensiv und ungestört mit dem Notenmaterial beschäftigt hat, da sämtliche öffentlichen Konzerte durch die Corona-Pandemie abgesagt wurden.

»Die Möglichkeit, Beethovens Sonaten für Deutsche Grammophon aufzunehmen, erschien mir wie die ideale Antwort auf die Pandemie. In den letzten 50 Jahren ist es nicht einmal vorgekommen, dass ich mich drei ganze Monate lang ausschließlich mit dem Klavierspiel beschäftigen konnte.« Daniel Barenboim 2020

Als Bonus liegen dieser Edition 2 CDs mit Einspielungen für das Label Westminster bei, die Daniel Barenboim, damals mit 15 Jahren, aufgenommen hatte. Unter den eingespielten Werken befinden sich die berühmten Sonaten „Mondschein“, „Pathétique“, „Waldstein“ und „Appassionata“ die damals schon einen großartigen Interpreten zeigten.

Anne-Sophie Mutter sagt in ihrer Einführung zu dieser neuen Aufnahme: »Daniel Barenboim lebt wie kein anderer Musiker der Gegenwart Beethovens humanistische Philosophie, er bahnt ihr den Weg und zeigt uns, was Menschlichkeit bedeutet.«

13 CDs:   69.-
Vö       :   30.10.2020

 

 

Eric Heidsieck - The Complete Erato & HMV Recordings

Eric Heidsieck, Tania Heidsieck, Paul Tortelier, Orchestre de la Societe des Concerts du Conservatoire, Orchestre de l'Association des Concerts Colonne, Andre Vandernoot, Pierre Dervaux


Brillanz, Klarheit und Farbenreichtum kennzeichnen das Spiel des 1936 in Reims geborenen Pianisten Éric Heidsieck. Als Schüler der französischen Meister Marcel Ciampi und Alfred Cortot ging er zu Wilhelm Kempff, um sein Studium der Musik Beethovens zu vertiefen. Heidsiecks künstlerischer Werdegang, der mehr als 2000 Konzerte auf der ganzen Welt und Duo-Partnerschaften mit seiner Pianistengattin Tania und dem Cellisten Paul Tortelier umfasste, brachte ihm weltweit – vor allem jedoch in Japan – besonderen Ruhm ein. Seine hervorragenden Einspielungen sämtlicher Klaviersonaten Beethovens, die in den Jahren um 1970 aufgenommen wurden, werden in dieser Box durch eine bisher unveröffentlichte Fassung der Hammerklaviersonate von 1958 ergänzt. Ein wesentlicher Teil der Box (acht der 27 CDs) enthält CD-Premieren – darunter sind Aufnahmen von Werken von Beethoven, Händel, Hindemith, Couperin, Debussy, Roussel und Ravel.   

27 CDs:   89.-
Vö       :   27.11.2020 

 

 

Complete Recordings

Samson Francois, Pierre Barbizet, Orchestre de la Societe des Concerts du Conservatoire, Orchestre National de la Radiodiffusion Francaise, Philharmonia Orchestra, Orchestre National de l'Opera de Monte-Carlo, Quatuor Bernede, Orchestre National de la RTF


Samson François’ Leben war farbenfroh, bisweilen sogar dramatisch. Er wurde 1924 in Frankfurt am Main als Sohn einer französischen Familie geboren, die von Land zu Land zog. Als charismatische, mitunter provozierende Figur erlangte er Berühmtheit, vor allem in Frankreich und Japan, und war für seinen Charme und seine Eloquenz bekannt. Sein Lebensstil war eigenwillig und undiszipliniert. Als starker Raucher und Trinker blieb er gerne die ganze Nacht auf, oft in Jazzclubs. 1968 erlitt er auf der Bühne einen Herzinfarkt und starb zwei Jahre später.

François war ein wahrer Dichter des Klaviers. Als brillanter, inspirierter Pianist, der sich besonders mit der Musik von Chopin, Debussy und Ravel identifizierte, spielte er sowohl mit der sprichwörtlichen Klarheit der französischen Schule als auch mit einer instinktiven Unmittelbarkeit und Spontaneität. Die Werke von Chopin stehen in dieser Sammlung im Vordergrund – melodische Konturen waren für François immer eine Priorität – aber die Liste der Komponisten und Gattungen ist reichhaltig. Zum ersten Mal erscheinen in dieser Box François’ vorletztes Live-Recital, aufgenommen beim Nohant-Festival in Frankreich im Juni 1970, nur vier Monate vor seinem Tod im Alter von 46 Jahren; ein Recital, das 1969 in Tokio aufgenommen wurde, und eine DVD-Dokumentation, die von seinem Sohn Maximilien François geschrieben wurde.

54 CDs & 1 DVD:   149.-
Vö                    :   9.10.2020     

 

 

Sinfonien 1- 9

Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev


Das Stift St. Florian bei Linz, Österreich, bildet als Ort früher musikalischer Erfolge und gleichsam letzter Ruhestätte Anton Bruckners einen geschichtsträchtigen Rahmen für den spektakulären Bruckner-Zyklus der Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev. Im September 2017 begonnen, schloss das Orchester den Zyklus im September 2019 ab. Die gesammelten Live-Aufnahmen aller im Stift St. Florian aufgenommenen Symphonien erscheinen nun als hochwertige 9-CD-Box auf dem Label der Münchner Philharmoniker.

Über das Erlebnis dieser Aufnahmen schreibt Gergiev: »Die Zeit in St. Florian im September 2017, 2018 und 2019 war ein Höhepunkt meiner Karriere und der Geschichte der Münchner Philharmoniker. Die Münchner Philharmoniker sind unglaublich talentierte Musiker. Sie kombinieren ihr technisches Geschick mit einer tiefen gemeinsamen Erfahrung von Bruckners Musik. Ich schätze das große Glück die Möglichkeit zu haben mit diesen Musikern zu spielen sehr und wünsche mir, dass Menschen auf der ganzen Welt die Musik hören, die wir gemeinsam machen«.

9 CDs:   79.-
Vö     :   20.11.2020     

 

 

Richard Bonynge - The Complete Ballet Collection

Jascha Silberstein, Nigel Kennedy, London Symphony Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, National Philharmonic Orchestra, Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden, Welsh National Opera Orchestra, English Chamber Orchestra, Richard Bonynge


Anlässlich des 90. Geburtstags von Richard Bonynge am 29. September 2020 und seiner spektakulären Ballettaufnahmen erscheint auf Decca diese umfangreiche Edition: sie ist eine einzigartige Enzyklopädie des Balletts und zugleich eine Hommage an den legendären Dirigenten. Die Sammlung umfasst bekannte Partituren von Tschaikowsky und Delibes und weitere Werke, die Bonynge im Laufe seiner Karriere dirigierte, u.a. von Adam, Massenet und Offenbach sowie seltene Ballettmusiken und Tanzsequenzen aus der Opernwelt von Donizetti, Gounod, Verdi, Rossini und Berlioz. Diese Sammlung enthält die erste CD-Veröffentlichung der Fledermaus-Ouvertüre aus Bonynges Ballettmusik-Arrangements von Johann Strauss. Die Cellokonzerte von Massenet, Auber und Popper sind als attraktiver Bonus enthalten.

Anfänglich vor allem als Ehemann der großen Joan Sutherland wahrgenommen, trat Bonynge schnell aus deren Schatten heraus: während seiner illustren Karriere hat der Australier Richard Bonynge an den führenden Opernhäusern in Europa, und Australien sowie im Fernen Osten dirigiert. Maestro Bonynge war einer aktiver Erneuerer des Balletts, und zudem ein Meister der Belcanto-Oper, zu deren Renaissance er maßgeblich beigetragen hat.

Diese zweiteilige, einzigartige Ballettsammlung umfasst 45 CDs, ein 144-seitiges Booklet mit informativen Liner Notes und Synopsen von Paul Westcott und Mark Pullinger, neue Illustrationen sowie detailgetreue Reproduktionen der originalen Plattencover.

45 CDs:   129.-
Vö       :   4.12.2020

 

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