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Harmonia artificiosa-ariosa (Partiten 1-7)

Les Passions de l'Ame, Meret Lüthi


Das Berner Ensemble Les Passions de l'Ame erhielt für alle seine Veröffentlichungen bei Deutsche Harmonia Mundi exzellente Besprechungen und wurde 2020 für das Album "Variety" mit einem OPUS KLASSIK ausgezeichnet. "Pulsierendes Zentrum dieser Aufnahme ist wieder einmal die Ensemble-Leiterin und Barockgeigerin Meret Lüthi, die hier mit kernigem Ton und sprühendem Temperament mühelos virtuose (weltliche) und spirituelle (geistliche) Aspekte dieser Musik miteinander verbindet. (...) Eine absolut überzeugende und abwechslungsreiche Einspielung!" schrieb Toccata zum Album "Variety" und RBB Kultur meinte: "Les Passions de l'Ame spielen mit hoher Perfektion und Leidenschaft, besonders die beiden Geigerinnen Meret Lüthi und Sabine Stoffer verdienen Bestnoten." Jetzt erscheint bei DHM die Gesamteinspielung aller sieben Partien der berühmten Sammlung "Harmonia Artificioso-Ariosa" von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) - mit Geigerin Meret Lüthi und mit Sabine Stoffer als zweite Solovioline sowie Anja-Regine Graewel als Solo-Viola. Zweifellos eine Referenz-Einspielung der sieben anspruchsvollen Triosonaten, die Bibers Virtuosität als Geiger und seinen Einfallsreichtum als Komponist zeigen.

2 CDs:   25.-
Vö      :   19.3.2021

 

 

Paris

Hilary Hahn, Orchestre Philharmonique de Radio France, Mikko Franck


Hilary Hahn ist eine der innovativsten und interessantesten Künstlerrinnen unserer Zeit. Mit ihrem lang erwarteten neuen Album kehrt die dreifache GRAMMY-Preisträgerin zurück zur Deutschen Grammophon und präsentiert eine Hommage an das reiche kulturelle Erbe einer Stadt, die im Werdegang der amerikanischen Geigerin von großer Bedeutung ist.

»Auf Paris geht es um Ausdruck«, sagt Hahn, »um Emotionen, um das Gefühl, mit einer Stadt und einem kulturellen Schnittpunkt auf eine Weise verbunden zu sein, die Interpret und Hörer inspiriert. Auf dem Album wird die Stadt auf vielfältige Weise gespiegelt. Aber sie steht auch in Bezug zum Verlauf meiner Karriere. In Paris bin ich schon als Teenager aufgetreten.«bin ich schon als Teenager aufgetreten.«Die erste Idee zu Paris geht auf Hahns Zeit als artist-in-residence beim OPRF während der Saison 2018 / 19 zurück. Nach einer Aufführung von Rautavaaras Violinkonzert mit Mikko Franck im Jahr 2014 fragte sie den Dirigenten, ob sein Freund und Landsmann nicht noch ein Konzert schreiben könne. Franck und Rautavaara diskutierten Serenaden, doch die schlechte Gesundheit des Komponisten durchkreuzte die Gedanken. Rautavaara starb im Juli 2016 mit 87 Jahren. Zu Francks Überraschung zeigte ihm Rautavaaras Witwe später das Manuskript einer fast fertigen herrlich elegischen Komposition für Violine und Orchester. Die vorliegende Aufnahme entstand im Februar 20192019 bei der Welturaufführung dieses Werks in einem bewegenden Konzert, das Rautavaaras Œuvre zum letzten Mal um einen neuen Eintrag bereicherte. Neben dieser Welt-Ersteinspielung von Einojuhani Rautavaaras Deux Sérénades hat Hahn zusammen mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dessen Musikdirektor Mikko Franck auch das Poème von Ernest Chausson und das Violinkonzert Nr. 1 von Sergei Prokofjew, welches 1923 in der französischen Hauptstadt uraufgeführt wurde, eingespielt.

CD    :   27.-
2 LPs:   35.-
Vö     :   5.3.2021

 

 

Violinkonzert op.61 / Violinsonate e-moll op. 82

Renaud Capucon, Stephen Hough, London Symphony Orchestra, Simon Rattle


Elgars Violinkonzert ist eines der bedeutendsten spätromantischen Konzerte und gilt als unverwechselbar nostalgisch und gemeinhin also besonders ‚englisch‘. So ist es kein Wunder, dass das Konzert nicht gerade zum Standard-Repertoire französischer Geiger gehört. „Es ist ein gewaltiges Stück“, sagt der Renaud Capuçon, „sowohl in Bezug auf seine Länge als auch auf seine großzügige musikalische Ausgestaltung.“ Die Einspielung des Konzertes – dessen (nicht-englischer) Widmungsträger niemand geringerer als Fritz Kreisler war – ist ebenso Capuçons erste Aufnahme zusammen mit Sir Simon Rattle, der hier das London Symphony Orchestra dirigiert. Als Rattle Elgars Enigma-Variationen für sein Antrittskonzert als Musikdirektor des LSO im Jahr 2017 auswählte, feierte er damit die enge historische Verbindung zwischen dem Komponisten und dem Orchester. Das LSO begleitete nicht nur Fritz Kreisler bei der Uraufführung des Violinkonzerts im Jahr 1910, Elgar wurde im darauffolgenden Jahr auch dessen Chefdirigent. Zusammen mit dem Konzert ist auf diesem Album Elgars Violinsonate zu hören, die 1919 uraufgeführt wurde. Renaud Capuçon, der die Sonate als „ein Werk von Adel und Zartheit“ bezeichnet, wird hier von einem der führenden britischen Pianisten der Gegenwart, Stephen Hough, begleitet.

CD:   25.-
Vö :   5.3.2021

 

 

Sonaten & Partiten für Violine BWV 1001-1006

Leila Schayegh (Violine)


Es war kein Geringerer als Joseph Joachim, einer der berühmtesten Geiger seiner Zeit, der Johann Sebastian Bachs sechs Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001–1006 einst treffend als »Triumph des Geistes über die Materie« bezeichnete.

Die renommierte Schweizer Barockgeigerin Leila Schayegh hat bereits vor einigen Jahren mit ihrer Aufnahme der Sonaten für Violine und obligates Cembalo BWV 1014–1019 (jpc 8505959) auf dem GLOSSA-Label eindrücklich ihren Rang als herausragende Bach-Exegetin unserer Tage nachgewiesen. Nun wagt sie sich an die »Sei solo«, jenes Monument der solistischen Violinmusik, das sowohl Respekt einflößender Prüfstein als auch Wunschtraum für jeden Geiger ist, ob er sich nun auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert hat oder auf einem konventionellen Instrument spielt. Die Künstlerin legt auch hier mit einer individuellen Herangehensweise und erstaunlicher technischer Perfektion ein eindrückliches Zeugnis dafür ab, dass Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo in ihrer Deutungsvielfalt wohl niemals in Gänze ausgeschöpft sein werden.

2 CDs:   27.-
Vö      :   5.2.2021

 

 

Italiano

Nils Mönkemeyer, L'Arte del mondo, Werner Ehrhardt


Alle Alben vom Bratscher Nils Mönkemeyer für Sony Classical erhielten exzellente Besprechungen und kamen in die deutschen Klassik-Charts - auch aufgrund der immer interessanten Programme. Und natürlich gibt es auf seinem neuen "italienischen" Album auch Repertoire, was es so vorher noch nie für Bratsche zu hören gab. Bei so einem Album darf Musik von Vivaldi nicht fehlen, und Nils Mönkemeyer wählte für seine Aufnahme mit dem Ensemble l'arte del mondo unter Werner Erhardt zwei wunderschöne Konzerte von Vivaldi, die nicht für die Bratsche, sondern für Cello bzw. Fagott geschrieben wurden: das Fagottkonzert g-Moll RV 495 und das Violoncellokonzert g-Moll RV 416, beide brillant angelegt und von ihren lyrischen Klangfarben her perfekt zum Ausdrucksreichtum der Bratsche passend. Musik von Vivaldi spielt Mönkemeyer auch solistisch - und wählte dafür die Solo-Kadenz aus Vivaldis Violinkonzert D-Dur, RV 208 "Il Grosso Mogul", die jetzt auf der Bratsche alleinstehend wie eine eigenständige interessante Komposition klingt. Sogar zwei Weltersteinspielungen gibt es auf dem Album: zwei Solo-Stücke für Viola des heute zu Unrecht vergessenen Paganini-Lehrers Alessandro Rolla (1757-1841): "Romanza nell'Otello" und "Arpeggio Es-Dur". Von Giuseppe Tartini (1692-1770), dem Vorläufer Niccolò Paganinis, der das Spiel auf den vier Violinsaiten revolutionierte, stammen die 23 Variationen über eine Gavotte von Arcangelo Corelli, ursprünglich für die Geige geschrieben. Mönkemeyer spielt sie auf der Bratsche, begleitet vom Cembalisten von l'arte del mondo. Selten eingespielt ist auch die dreisätzige "Sonata per la Grand' Viola" von Paganini (1782-1840). Mönkemeyer fügt auch diesem Werk eine besondere Note hinzu: Er hat zwischen die Sätze eine eigene improvisierte Kadenz und ein fragiles Bratschen-Solo mit dem Titel "Di volo" vom Italiener und Paganini-Fan Salvatore Sciarrino eingefügt. Im Ergebnis ist das neue Album eine interessante Begegnung mit bekannten Komponisten Italiens, aber in ungewöhnlicher Form. Eine echte Entdeckung.

CD:   25.-
Vö :   5.3.2021

 

 

Sonaten & Partiten für Violine BWV 1001-1006

Augustin Hadelich (Violine)


Die Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach (1685-1750) gehören zweifelsohne zu den bedeutendsten Werken, die für die Solo-Violine je geschrieben wurden. Der deutsch-amerikanische Geiger Augustin Hadelich – der mit Paganinis schillernden 24 Capricen 2018 sein gefeiertes Warner-Classics-Debüt gab – beweist nun mit dieser Einspielung der Bach’schen Meisterstücke erneut sein einwandfreies technisches Können und sein immenses musikalisches Ausdruckssprektrum. „Ich habe diese Werke mein ganzes Leben lang studiert und aufgeführt, und doch bieten sie immer wieder Herausforderungen,“ sagt der in den USA lebende Hadelich. „Im März 2020 kam die Musikwelt zum Stillstand. Die Zeit des Stillstands mit ihren schwierigen Emotionen und Gefühlen der Unsicherheit war der perfekte Zeitpunkt, um sich in Bachs Meisterwerke zu vertiefen und das enorme Projekt der Gesamteinspielung in Angriff zu nehmen. Ich hoffe, dass diese Musik den Zuhörern so viel geben wird, wie sie mir gegeben hat.“ Für die historisch informierte Interpretation wählte Hadelich einen Barockbogen: „Es fühlte sich befreiend an […]: Ich merkte, dass ich die Saiten mit mehr Energie anschlagen konnte, ohne dabei befürchten zu müssen, dass der Klang zu rau oder expressionistisch werden könnte.“

2 CDs:   27.-
Vö      :   9.4.2021

 

 

The Trials of Tenducci (A Castrato in Ireland)

Tara Erraught, Irish Baroque Orchestra, Peter Whelan


Obwohl vergleichsweise weit entfernt von den musikalischen Zentren auf dem europäischen Kontinent hatte Irland im 18. Jahrhundert nicht die Randlage, die man vermuten würde. Im Gegenteil: Zahlreiche bekannte barocke und frühklassische Komponisten und Musiker, die in England wirkten, besuchten damals auch die grüne Insel. Die Liste der musikalischen Gastarbeiter und Wahliren reicht von Francesco Geminiani über Georg Friedrich Händel bis hin zu Tommaso Giordani sowie dem Starkastraten Giusto Fernando Tenducci (1736–1790). Der Letztgenannte war vielleicht der berühmteste Besucher Irlands in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Peter Whelan und das Irish Baroque Orchestra sind hier der Zeit des Kastraten in Irland auf der Spur und machen dabei großartige Entdeckungen, wie z. B. einige hochinteressante Premieren und Ausgrabungen aus der umfangreichen Musikaliensammlung der irischen Nationalbibliothek in Dublin. Den virtuosen Vokalpart in den für Tenducci geschriebenen Werken übernimmt die exzellente irische Mezzosopranistin Tara Erraught, die uns einen Eindruck von den vorzüglichen Gesangskünsten des Kastraten vermittelt.

CD:   27.-
Vö :   5.3.2021

 

 

Die schöne Müllerin D.795

Andre Schuen (Bariton), Daniel Heide (Klavier)


Schuberts Die schöne Müllerin ist eine Bewährungsprobe für jeden Liedsänger. Der Südtiroler Bariton Andrè Schuen hat sich ihr gestellt und veröffentlicht den zeitlosen Liederzyklus als sein Debütalbum bei Deutsche Grammophon – gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Heide. Schuen stammt aus dem ladinischen La Val (Südtirol, Italien) und wuchs dort dreisprachig auf – ladinisch, italienisch und deutsch. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in seinem Gesangsrepertoire wider. Er studierte Gesang an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er unter anderem bei den Salzburger Festspielen als Guglielmo in Così fan tutte zu sehen war. Seit über zehn Jahren arbeiten Schuen und Heide bereits zusammen - eine vertraute Intimität, die man dieser Müllerin, die in ihrer Erzählung auf Natürlichkeit im Ausdruck so angewiesen ist, bei jeder Note anmerkt. »Ich wollte mit der Aufnahme von Die schöne Müllerin nicht zu lange warten, weil Stimmen mit dem Alter gemeinhin dunkler und schwerer werden«, erklärt Schuen. »Indem ich das Werk jetzt aufnehme, wo ich noch relativ jung bin, kann ich auch noch viele helle Farben in die Musik bringen. Denn ohne sie ergibt die Müllerin für mich keinen Sinn.«

CD:   25.-
Vö :   5.3.2021

 

 

Arias (Bach & Telemann)

Valer Sabadus, Kammerorchester Basel, Julia Schröder


"Einer der besten Countertenöre unserer Tage" (Fono Forum) ist zweifellos Valer Sabadus. "Was der Countertenor Valer Sabadus bis in schwindelnde Höhen an Natürlichkeit und Koloratur leistet, ist einfach überwältigend", urteilte der Spiegel über seine letzten Aufnahmen.

Auf seinem neuen Album präsentiert der Countertenor mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Julia Schröder zeitlose Arien aus Kantaten von Johann Sebastian Bach, aber auch selten zu hörende Arien aus Opernraritäten von Georg Philipp Telemann. Von Bachs Kantaten hat sich Sabadus die Arien "Schlafe mein Liebster", "Ich habe genug" in der Fassung für Sopran und "Vergnügte Ruh', beliebte Seelenlust" ausgesucht, die alle perfekt zu seiner berührenden Stimme passen. Zudem singt er die Arie "Laudamus te" aus der Messe in h-Moll (BWV 232) und "Et exsultavit spiritus meus" aus dem Magnificat in D-Dur (BWV 243).

Die Rezitative und Arien von Telemann stammen aus seinen selten aufgeführten Bühnenwerken, die alle in den 1720er Jahren entstanden: "Wo ist das Ende meiner Plagen... Zeige dich, geliebter Schatten" und "Ich fliehe Dich, vergallte Liebeslust... Lass in Augen Feuer blitzen" aus dem 1722 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt uraufgeführten Singspiel "Sieg der Schönheit", "Ho disarmato il fianco" aus der Oper "Flavius Bertaridus" und "Mein Feind frohlockt ob meinem Schmerz... Eifersucht, du Kind der Höllen" aus dem Singspiel "Miriways". Außerdem enthält das Album ein instrumentales Werk: Johann Sebastian Bachs Violinkonzert E-Dur (BWV 1042). Gespielt wird dieses typische Werk aus Bachs Köthener Zeit von Julia Schröder.

CD:   25.-
Vö :   5.2.2021

 

 

Rebirth

Sonya Yoncheva, Cappella Mediterranea


Mit ihrem neuen Album "Rebirth" spannt die Star-Sopranistin Sonya Yoncheva einen weiten Bogen von der Musik Monteverdis über Dowland und Gibbons bis hin zu Folksongs ihrer bulgarischen Heimat und einem Hit von Abba. In den letzten Jahren hat Sonya Yoncheva, die weltweit für ihre fantastische Stimme gefeiert wird, mit wichtigen Rollen wie Norma, Violetta in "La Traviata", Elisabetta in "Don Carlo" oder Tosca an den wichtigsten Opernhäusern der Welt begeistert, wie der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House London, der Bayerischen Staatsoper, der Berliner und der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala und der Pariser Opéra. Sie gilt als derzeit beste Violetta (Traviata), aber ihr Repertoire ist breit gefächert. Ihre Gesangskarriere startete sie eigentlich mit Barockmusik, und bei den Salzburger Festspielen kam sie schon 2018 mit der Poppea aus Monteverdis Meisterwerk erfolgreich zu ihren barocken, gar frühbarocken Wurzeln zurück. 2020 hatte sie großen Erfolg mit einem Barock-Programm, welches die Basis für ihr neues Album ist. Auf "Rebirth", ihrem vierten Soloalbum für Sony Classical, spannt Sonya Yoncheva einen weiten, faszinierenden Bogen über mehrere Jahrhunderte - von einigen der eindringlichsten Arien der italienischen Oper des 17. Jahrhunderts, barocker Musik aus Spanien und englischen Songs von Dowland und Gibbons aus dieser Zeit zu Folksongs und Musik von Abba. Sonya Yoncheva bekennt, "bestimmte musikalische Stile sind uns in 500 Jahren überraschend nahe geblieben und haben dabei ihre emotionale Strahlkraft mit großer Einfachheit kombiniert. Ich möchte diese zeitlose Qualität hervorheben, das Gefühl der unbegrenzten Freiheit. Es ist wie ein Aufruf zur Wiedergeburt, zur Erneuerung, die die Welt dringend braucht." Programmatisch führt "Rebirth" vom Anfang der Oper aus Italien mit Musik von Monteverdi (aus "Poppea"), von Francesco Cavalli (aus der Oper "Xerse"), seiner Schülerin Barbara Strozzi und seinem Erben Alessandro Stradella nach England - zu John Dowland ("Come Again, Sweet Love") und Orlando Gibbons ("The Silver Swan") sowie zum englischen Komponisten italienischer Abstammung Alfonso Ferrabosco dem Jüngeren, dessen Vater die italienische Madrigalkunst nach England brachte. Auch aus dem barocken Spanien des 17. Jahrhunderts erklingt auf "Rebirth" selten zu hörende Musik - von Santiago de Murcia, von Thomás de Torrejon y Velazco und von José Marin. Geschickt verbindet Yoncheva die Barockmusik mit einem bulgarischen Volkslied, einem instrumentalen Stück des Spaniers Simon Diaz (1928-2014) und eine Arie aus einer modernen spanischen Oper ("El Prometeo" von Leonadro Garcia Alarcon, geb. 1976). Für den Schluss des Albums wählte Yoncheva den Abba-Song "Like an Angel Passing through my Room", den sie thematisch verwandt findet mit der Motette "Hear Me, O God" von Alfonso Ferrabosco. Begleitet wird Sonya Yoncheva bei ihrer gelungenen musikalischen Reise durch die Jahrhunderte von der der Cappella Mediterranea unter der Leitung von Leonardo Garcia Alarcon.

CD:   25.-
Vö :   12.3.2021

 

 

Un-Erhört

Richard Strauss; Daniel Behle; Oliver Schnyder;


Wir freuen uns sehr, ein ganz besonderes Lied-Rezital mit Opusklassik–Preisträger Daniel Behle (Sänger des Jahres 2020) vorzustellen: bekannte, hochromantische Lieder wie „Winterweihe“ und „Traum durch die Dämmerung“, oder die schwärmerischen „Gesänge des Orients“, werden mit Strauss’ kuriosem Zyklus „Krämerspiegel“ kontrastreich kombiniert. Diese zwölf Gesänge hatte Strauss bei dem für seine Scharfzüngigkeit bekannten Publizisten Alfred Kerr in Auftrag gegeben, um die geschäftsorientierten Verleger seiner Zeit als blutsaugerisch die Komponisten ausbeutende Zunft“ zu verballhornen – selten gehörte Lieder, die Daniel Behle – von Oliver Schnyder kongenial am Klavier begleitet – mit feinem Witz ironisch zugespitzt darbietet – ein Un-Erhörtes Hörvergnügen
Im lesenswerten Booklet zur Liederausgabe findet sich neben dem durch Detail- und Fachwissen beeindruckenden Beitrag des britischen Musikwissenschaftlers und Strauss-Experten Richard Stokes ein geistreicher Essay des Schweizer Autors Alain Claude Sulzer zum Thema „Authentizität“. Denn ein Lied aufs dem Album („Der Schmetterling“ auf einen Text von Hermann Hesse) war auch eingefleischten Strauss-Spezialisten bisher absolut unbekannt
Limitierte Deluxe-Ausgabe mit 44 Seiten-Booklet, gedruckt auf 170-Gramm-Kunstpapier

CD:   25.-
Vö :   18.1.2021

 

 

Contralto

Nathalie Stutzmann, Orfeo 55


Nathalie Stutzmann stellt auf diesem Album die Geschichte von tiefstimmigen Sängerinnen der Barockzeit in den Fokus, die oft zu Unrecht von den bisweilen idolisierten Kastratensängern wie Farinelli und Caffarelli überschattet wurden. Das Programm – u. a. mit Arien von Händel, Vivaldi, Porpora, Bononcini, Caldara und Gasparini – zeigt die Vielfalt der weiblichen und männlichen Opernrollen, die von damaligen »Contralto« wie Vittoria Tesi und Anna Marchesini übernommen wurden. »Wir dürfen nicht vergessen, dass die Opernkomponisten des frühen 18. Jahrhunderts den weiblichen Alt und den männlichen Kastraten als stimmlich austauschbar ansahen«, sagt Stutzmann, »und dass die Stimme, die einem Kastraten am nächsten kommt, nicht der Countertenor ist – der mit einer Falsetttechnik erzeugt wird – sondern der Alt, der eine natürliche Stimme ist.« Stutzmann singt und dirigiert gleichzeitig ihr Instrumentalensemble Orfeo 55, das sie vor einem Jahrzehnt gegründet hat.

CD:   25.-
Vö :   15.1.2021     

 

 

Flauto e Voce

Jan Nigges, Sibylla Elsing, Baroque Avenue


 

 

 

I am Hera

Hera Hyesang Park, Wiener Symphoniker, Bertrand de Billy


Gelungenes Debüt – Deutsche Grammophon präsentiert das erste Album der Sopranistin Hera Hyesang Park mit den Wiener Symphonikern.
“I am Hera” ist ein beeindruckendes Album, das auf vielen Ebenen berührt. Vielleicht ist es die Reflexion ihres eigenen Werdegangs, die die Sopranistin bei der Entstehung der Aufnahmen begleitet hat und die ihre Interpretationen mit großer emotionaler Authentizität auflädt. Abgesehen von der lupenreinen Intonation, durch die jede Note ihre volle Strahlkraft entfaltet, fällt auch sofort die bis ins letzte Detail stimmige dynamische und agogische Gestaltung auf. Hera Hyesang Parks Mittelname bedeutet “gesegnet/positive Energie” – und davon kann man auf ihrem Album jede Menge finden.
Die Sopranistin hat sich intensiv mit den 18 Arien und Liedern auseinandergesetzt, die alle Vorzüge ihres lyrischen Koloratursoprans perfekt zum Ausdruck bringen. Zugleich transportieren die Aufnahmen das persönliche Verständnis von Kunst aus Sicht der modernen und weltgewandten jungen Sängerin, die den Spagat zwischen einer künstlerischen Sinnsuche und der Wertschätzung musikalischer Traditionen meistert.

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021

 

 

Part-Songs "From the Bavarian Highlands"

Radoslaw Szulc, Julita Smolen, Max Hanft, Chor des Bayerischen Rundfunks, Howard Arman


Wer Edward Elgar nur von seinen „Pomp & Circumstance“-Märschen kennt, hat bloß einen kleinen Eindruck vom vielgestaltigen Schaffen des britischen Komponisten, das Sinfonien, Konzerte, Kammer- und Klaviermusik sowie zahlreiche Chorwerke (Oratorien, Kantaten und Partsongs) umfasst. Auf der vorliegenden CD erklingen Chorlieder Elgars mit und ohne Begleitung in einer repräsentativen Auswahl als Live- und Studioaufnahmen. Den Auftakt macht der Zyklus „From the Bavarian Highlands“ op. 27 von 1895, dessen sechs erfrischende Nummern während eines Urlaubs von Elgar und seiner Ehefrau in Garmisch entstanden sind. Alice Elgar hatte die Verse nach bayerischen Volksweisen skizziert; in den Vertonungen ihres Ehemanns klingen oberbayerische Gesänge und Tänze an – freundliche Erinnerungen an unbeschwerte Urlaubstage in einer landschaftlich wie musikalisch reichen Gegend. Der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Howard Arman singt die Lieder in ihrer Erstfassung mit Klavierbegleitung (die Orchesterfassung entstand später). Elgar als Komponist englischsprachiger Chorlieder ist auf dem europäischen Festland noch wenig bekannt; ganz anders verhält es sich im Vereinigten Königreich: dort gab und gibt es eine lebendige Chorszene, die sich vor allem mit englischer Musik befasst – von Purcell und Händel über Hubert Parry, Charles Villiers Stanford und Elgar bis hin zu Benjamin Britten und aktuellen zeitgenössischen Komponisten. Das vorliegende Programm, zusammengestellt und geleitet von einem der profundesten Kenner der britischen Chormusik, dem Engländer Howard Arman, dem Künstlerischen Leiter des BR-Chores, dürfte dazu beitragen, dass sich diese höchst ansprechende Musik auch hierzulande durchzusetzen beginnt.

CD:   25.-
Vö :   2.2.2021

 

 

Verdi

Ludovic Tézier; Orchestra del Teatro Comunale Bologna; Frédéric Chaslin


"Verdi hat meinen Weg als Sänger definiert", sagt der französische Sänger Ludovic Tézier, der seit einigen Jahren zu den führenden Baritonen auf den Opernbühnen der Welt gehört. In Marseille geboren, dort und in Paris ausgebildet, trat er als Rodrigo und in der Titelpartie in "Simon Boccanegra" an der Opéra national de Paris, als Wolfram von Eschenbach ("Tannhäuser") an der Wiener Staatsoper und als Enrico ("Lucia di Lammermoor") und Graf Almaviva ("Le nozze di Figaro") an der Metropolitan Opera in New York auf. Dort wird Ludovic Tézier 2022 bei der geplanten Wiedereröffnung Rigoletto singen. Auch war er bei den Opernfestspielen von Glyndebourne, Aix-en-Provence, Salzburg und Baden-Baden zu erleben.

Auf seinem Verdi-Album, welches bei Sony Classical erscheint, präsentiert er mit insgesamt 14 Titeln ein weites Spektrum an Baritonrollen, die ganz unterschiedliche Anforderungen an stimmliche Gestaltungskraft und Charakterzeichnung stellen.

So ist Ludovic Tézier mit Arien aus den Frühwerken "Nabucco" und "Ernani", wie auch als abgründiger Macbeth zu hören, dann aus den mittleren Verdi-Opern als rachsüchtiger Conte di Luna aus "Il Trovatore", als väterlich-tröstender Germont aus "La Traviata" und als verzweifelter "Rigoletto". Komplettiert wird das Arienalbum um den wandlungsfähigen Renato aus "Un ballo in maschera", die Sterbeszene des Widerstandssympathisanten Rodrigo aus "Don Carlo" bis zu Jagos unheimlichem Credo aus "Otello" und dem grüblerischen Rachemonolog des Ford aus Verdis letzter Oper "Falstaff".

Begleitet wird Ludovic Tézier vom Orchestra del Teatro Comunale Bologna unter der Leitung von Frédéric Chaslin."

CD:   25.-
Vö :   5.2.2021

 

 

Sinfonien 1-5

Maria Bengtsson, Johanna Winkel, Pavol Breslik, NDR Chor, Kammerakademie Potsdam, Antonello Manacorda


»Großartige Phrasierungskunst, mitreißend-romantischer Elan und eine wohlausgewogene Plastizität des Gesamtklangs sind da nur einige der ausgespielten Trumpfkarten. (...) Manacorda und die Kammerakademie Potsdam wissen genau, wie man Höralternativen bietet, ohne dabei den Bogen allzu sehr zu überspannen oder dafür gar auf den puren Effekt zu setzen. (...) Hier merkt man dem Team an, welches Vergnügen es ihm bereitet hat, diese Musik zu spielen.« (Rondo)

3 CDs:   29.-
Vö      :   19.3.2021

 

 

Sinfonie Nr.10 (Fassung nach Cooke)

Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä


Gustav Mahlers Zehnte Symphonie, die nach dem Tod des Komponisten unvollendet geblieben ist, hat sowohl auf Musikwissenschaftler wie auch auf Musiker eine enorme Faszination ausgeübt - eine Art Heiliger Gral der Musik des 20. Jahrhunderts. Als sehr persönliches Werk anerkannt, geriet es zunächst in Vergessenheit, doch im Laufe der Jahre veröffentlichte Alma Mahler, die Witwe des Komponisten, immer mehr von Mahlers Skizzen.

Nach und nach wurde klar, dass er tatsächlich ein Ganzes hinterlassen hatte, eine Symphonie mit fünf Sätzen in nur skizzierter Partitur (dh auf drei oder vier Notenzeilen geschrieben). Davon hatte fast die Hälfte das Stadium eines Orchestrierungsentwurfs erreicht, während der Rest Hinweise auf die beabsichtigte Instrumentierung enthielt.

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Vervollständigungen der »Zehnten« das Licht der Welt erblickt. Eine der am häufigsten gespielten und aufgenommenen ist die von Deryck Cooke. Cooke selbst bestand darauf, dass seine Version keine »Vollendung« des Werks sei, sondern eine funktionale Präsentation der Materialien, wie Mahler sie hinterlassen habe.

Cookes Ergänzung in der dritten Fassung von 1989 hat Osmo Vänskä für die siebte Folge seiner Mahler-Reihe mit dem Minnesota Orchestra ausgewählt, einem Zyklus, der sich durch ungewöhnliche Transparenz und Klarheit des Klangs sowie tiefgründige musikalische Konzeption auszeichnet.

CD:   27.-
Vö :   1.3.2021     

 

 

Sinfonien 2 & 8

Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons


Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig setzen den gefeierten Bruckner-Zyklus fort.
“Bruckner hat in dieser Symphonie alles mit äußerster Deutlichkeit formuliert: Die wunderbaren Themen sind klar durch Generalpausen voneinander getrennt, und doch ergibt sich ein großes Ganzes. Es ist erstaunlich, dass dieses Werk so selten gespielt wird – eigentlich ist es ein idealer Einstieg in den Kosmos von Bruckners Symphonik”, konstatiert Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons über die Zweite Symphonie. So komponierte er nach der “kecken” Ersten (ebenfalls in c-Moll) und der schließlich “annullierten” d-Moll-Symphonie zwischen Herbst 1871 und 1872 seine Zweite Symphonie – die eigentlich seine Dritte ist.Bruckner selbst nannte seine Achte ein “Mysterium”. Dem kann Andris Nelsons viel abgewinnen: “Bruckner drang hier, vor allem im langsamen Satz, in Regionen vor, die anderen Komponisten unerreichbar blieben. Auch die Geschlossenheit des riesigen Werkes gleicht einem Wunder. Hierzu trägt vor allem der grandiose Finalsatz bei – der letzte, den Bruckner vollenden konnte.” Und Nelsons gesteht: “Diese Symphonie zu dirigieren, aber auch zu hören, ist eine existenzielle Erfahrung.”

2 CDs:   27.-
Vö     :   5.2.2021



 

 

Sämtliche Orchesterwerke Vol.2

Gürzenich-Orchester Köln, Christopher Ward



Mit der Uraufführung der mehr als 100 Jahre zuvor entstandenen Symphonie Nr. 1 E-Dur von Hans Rott wurde die internationale Musikwelt 1989 auf einen bis dahin sogar den meisten Experten nicht oder nur namentlich bekannten Komponisten aufmerksam. Zu seinem Kollegen- und Freundeskreis gehörten u. a. die um ein bis zwei Jahre jüngeren Komponisten Gustav Mahler und Hugo Wolf. Bruckner ist denn auch neben Wagner das wichtigste Vorbild für Rotts symphonischen Erstling. Die Symphonie ist das Summum Opus, das der knapp Zwanzigjährige hinterlassen hat. Sie ist sein erstes und letztes vollendetes großes Werk. Sie ist eine Synthese dessen, was er bis dahin erschuf, und sie ist eine Ankündigung dessen, was möglicherweise gekommen wäre.

CD:   25.-
Vö :   20.1.2021

 

 

Sinfonien 1 - 4

Los Angeles Philharmonic Orchestra, Gustavo Dudamel


“Charles Ives – Complete Symphonies” bietet ein neues Verständnis von der Musik eines radikalen Denkers.
Unter der Leitung des gefeierten Dirigenten Gustavo Dudamel führte das Los Angeles Philharmonic Orchestra im Februar 2020 in der Walt Disney Concert Hall eine musikalische Offenbarung auf, die nun als Doppel-CD veröffentlicht wird.

2 CDs:   27.-
Vö     :   29.1.2021

 

 

Sinfonie 6

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons


Das Münchner Konzertjahr 2015 begann bereits Ende Januar mit zwei Höhepunkten: den beiden Aufführungen von Bruckners sechster Symphonie mit Mariss Jansons am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Der Live-Mitschnitt, bislang exklusiv den Abonnenten des Orchesters vorbehalten, wird nun von BR-KLASSIK auf CD veröffentlicht – die herausragende Interpretation einer der wesentlichsten Kompositionen des symphonischen Repertoires der Spätromantik in einer mustergültigen Interpretation unter der Leitung eines herausragenden Bruckner-Kenners. Lange Zeit galt die sechste Symphonie (neben der zweiten) als Stiefkind unter den gewaltigen Symphonien Anton Bruckners, obgleich er sie selbst launig als seine „keckste“ bezeichnet hatte: die sechste – die keckste! Dies hat sich im Laufe der Jahrzehnte hinsichtlich der Aufführungszahlen und Tonträgeraufnahmen deutlich gewandelt; das Werk hat sich mittlerweile einen festen Repertoireplatz erobert. Die sechste Symphonie gehört mit hinein in den Schaffensprozess der beiden vorangegangenen Symphonien, der „romantischen“ vierten (1874 / 1880) und der fünften (1875), und sie wird mittlerweile als wichtige Vorstufe zum jenem letzten großen Aufschwung verstanden, den Bruckner ab der Schöpfung seines „Te Deum“ (dessen erste Entwürfe er 1881 niederschrieb) mit seinen letzten Symphonien – der Siebenten, Achten und Neunten – in erhabener Größe erreichte. Insbesondere das „sehr feierliche“ Adagio der sechsten Symphonie zeigt seinen Modellcharakter für das später komponierte und berühmt gewordene Adagio der Siebenten. Bruckner arbeitete an seiner sechsten Symphonie in A-Dur (WAB 106) zwischen dem 24. September 1879 und dem 3. September 1881. Zu seinen Lebzeiten konnte er das Werk nur einmal in einer Orchesterprobe komplett hören, denn bloß die beiden Mittelsätze (Adagio und Scherzo) wurden am 11. Februar 1883 öffentlich im Konzertsaal des Wiener Musikvereins gespielt. Eine erste Gesamtaufführung der Symphonie folgte erst am 26. Februar 1899 – zweieinhalb Jahre nach dem Tod des Komponisten; es dirigierte Gustav Mahler, der aber Eingriffe an der Partitur vorgenommen hatte und sie nur stark gekürzt präsentierte. Bruckners Fassung erster Hand erklang am 14. März 1901 in Stuttgart und es sollte noch bis zum 9. Oktober 1935 dauern, bis die sechste Symphonie zum ersten Mal so erklang, wie es Bruckners Originalpartitur vorschreibt.

CD:   25.-
Vö :   2.2.2021

 

 

Stabat Mater / Sinfonien Nr. 84 & 86

Florie Valiquette, Reinoud van Mechelen, Adele Charvet, Ensemble Vocal Aedes, Le Concert de la Loge, Julien Chauvin


Julien Chauvin und sein Orchester Le Concert de la Loge setzen ihren Zyklus der Pariser Sinfonien von Joseph Haydn mit den Nummern 84 und 86 fort. Das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble ergänzt das Programm um das heute wenig bekannte und selten zu hörende Stabat Mater des Wiener Meisters von 1767. Zu jener Zeit war Pergolesis Vertonung des geistlichen Gedichts europaweit bekannt. Vielen war dessen Werk mit seiner neapolitanischen Ästhetik jedoch zu wenig ernsthaft und zu sehr opernhaft. Haydn versuchte einen ernsteren Zugang, allerdings bleibt der Geist Pergolesis stets präsent. Hasse, ein großer Verfechter der Neapolitanischen Schule, zeigte sich begeistert von dem neuen Werk, das am 25. März 1768 unter Haydns Leitung in Wien uraufgeführt wurde. Wie kaum ein anderes seiner Sakralwerke verbreitete sich das Stabat Mater bald in zahlreichen Abschriften und begründete Haydns Ruf als führenden Vokalkomponist seiner Zeit.

CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Sinfonie 1 / Sinfonische Tänze op.45 1-3

Philadelphia Orchestra, Yannick Nezet-Seguin


Mit der Einspielung von Sergei Rachmaninoffs 1. Symphonie und seinen Symphonischen Tänzen starten das Philadelphia Orchestra und sein Chefdirigent Yannick Nézet-Séguin ihren Zyklus mit symphonischen Werken des russischen Komponisten, der im Jubiläumsjahr 2023 (150. Geburtstag) komplett sein wird. Schon immer hatte das Philadelphia Orchestra eine besondere Beziehung zur Musik Rachmaninoffs: Er selbst vertraute dem Orchester einige seiner Kompositionen zur Uraufführung an, die hier vorgelegten Symphonischen Tänze wurden dem Philadelphia Orchestra und seinem damaligen Chefdirigenten sogar gewidmet. Bewusst kombiniert das Album die erste Symphonie mit dieser letzten Komposition Rachmaninoffs, die das musikalische Material des frühen Werks immer wieder aufgreift. Mit dem neuen symphonischen Zyklus knüpfen das Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin an die hochgelobten Aufnahmen der Klavier-Orchesterwerke mit Daniil Trifonov an, zuletzt die grammynominierte „Destination Rachmaninov – Arrival“.

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021

 

 

Fieber für Tenor & großes Orchester

Christine Rice, Stuart Skelton, BBC Symphony Orchestra, Edward Gardner


Ist Arnold Schönbergs Verklärte Nacht eine rein instrumentale Reflexion über Richard Dehmels gleichnamiges Gedicht, so stellt Oskar Frieds 1901 entstandene Komposition für Mezzosopran, Tenor und Orchester eine getreue Vertonung des Textes dar, die sich hier als perfekte Ergänzung zu Schönbergs Komposition erweist. Edward Gardner und das BBC Symphony Orchestra stellen den beiden Werken weitere österreichische Orchesterlieder aus dem frühen 20. Jahrhundert zur Seite, darunter auch Franz Lehárs selten zu hörende Tondichtung mit Singstimme Fieber aus dem Jahr 1915. Alle Werke atmen in unterschiedlicher Ausprägung ganz den Geist des Fin de Siècle.

CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Tyrannic Love (Arien & Instrumentalwerke)

Eugenie Lefebvre, Etienne Bazola, Ensemble Les Surprises, Louis-Noel Bestion de Camboulas


Etwa ab den 1680er Jahren intensivierten sich die Beziehungen Henry Purcells zur überaus lebendigen Theaterszene Londons und bahnten den Weg zu Meisterwerken wie etwa den Semi-Operas The Fairy Queen und King Arthur sowie zu zahlreichen Schauspielmusiken, deren beliebte Lieder und Tänze alsbald ein Eigenleben führten. Auszüge aus einigen dieser Stücke werden hier vom Ensemble Les Surprises unter Louis-Noël Bestion de Camboulas präsentiert, das mit der Aufnahme den Einstand bei ALPHA CLASSICS feiert. Das Ensemble bietet erfrischend neue Interpretationen der Musik des »Orpheus Britannicus« und erforscht deren Klangreichtum, der dank des barocken Instrumentariums hörbar wird.

CD:   27.-
Vö :   13.2.2021     

 

 

Violinkonzert op.67 / Sonate op. 69 für 2 Violinen

Gidon Kremer, Madara Petersone, Gewandhausorchester Leipzig, Daniele Gatti


Mieczysław Weinberg hat ein umfangreiches Œuvre hinterlassen. Musikalisch kann man die enge Freundschaft des Komponisten mit Dmitri Schostakowitsch hören, obwohl Weinbergs Musik eher lyrischer und romantischer Natur ist.

Gidon Kremer hat sich der Wiederentdeckung und Pflege von Weinbergs Musik verschrieben. Im Februar 2020 führte er sein Violinkonzert op. 67 auf. Weinberg vollendete das Konzert 1959 – mit ein Höhepunkt einer seiner kreativsten und erfolgreichsten Phasen der 1950er Jahre. Das Werk besticht durch seine große symphonische Struktur und seine vier Sätze, die für ein Konzert eher untypisch sind. Ebenfalls 1959 komponierte Weinberg die Sonate für zwei Violinen op. 69, die Kremer mit der lettischen Geigerin Madara Petersone, Konzertmeisterin der Kremerata Baltica, einspielte.

CD:   27.-
Vö :   13.2.2021

 

 

Sonaten für Violine & Bc Heft 4 Nr.3 & 5

Juliette Roumailhac, Le Concert Universel


Jean-Marie Leclair galt schon als brillanter Tänzer, bevor er in ganz Europa für seine »gelehrten und aufwändigen« Sonaten und für die Eleganz seines Geigenspiels berühmt wurde. Er ist weit mehr als die Summe seiner Talente. Seine Musik ist mit den vielfältigen Fäden seines Lebens verwoben und enthält alle Facetten seiner technischen und musikalischen Erkundungen, seiner Reisen, seiner Eindrücke, die den Menschen ebenso geprägt haben wie den Musiker. »Sie hätten sehen sollen, wie er im Alter von siebenundsechzig Jahren mit erstaunlicher Begeisterung auftrat, seine Energie dem gesamten Orchester mitteilte und [...] das Vergnügen genoss, bewundert zu werden, mit dieser bescheidenen und reinen Freude, die eigentlich angemessen ist für ein junger Mann, der zum ersten Mal gelobt wird«.

Es ist der Mann von »edler Einfachheit«, wachsam und leidenschaftlich bis zum Ende seines Lebens, ebenso wie der Musiker-Tänzer, fruchtbarer Schöpfer virtuoser Eleganz, den diese Aufnahme darstellen möchte. Seine zu selten gespielte Musik vereint die Helligkeit Italiens, den französischen Geschmack ohne die Starrheit der Etikette, die Liebe zur Geige, den Klang und eine Virtuosität, die immer zulässt, dass Poesie und Schönheit Vorrang haben. Le Concert Universel ist ein Schweizer Ensemble, das sich auf das Barockrepertoire spezialisiert hat und 2017 durch Initiative der Geigerin Juliette Roumailhac gegründet wurde, die von der Violine aus dirigiert. Das Ensemble bringt Künstler zusammen, die in den renommiertesten Ensembles auftreten und für ihre Virtuosität und die Qualität ihrer Interpretation auf historischen Instrumenten bekannt sind.

CD:   25.-
Vö :   1.2.2021

 

 

Rota

Ragnhild Hemsing (Violine & Hardanger Fiddle), Mario Häring (Klavier), Benedict Kloeckner (Cello)


Mit Røta, ihrem Debüt-Album bei Berlin Classics, präsentiert Ragnhild Hemsing auf der Geige und Hardangerfiedel ihre norwegischen Wurzeln, thematisiert ihre Identität und die Verbindung zu ihrer musikalischen Erziehung.

Zentral ist dabei die Beziehung zwischen Klassik und norwegischer Volksmusik sowie der Kontrast der unterschiedlichen Klänge beider Instrumente.

Neben Werken bekannter norwegischer Komponisten wie Grieg, Halvorsen und Svendsen hat Ragnhild Hemsing mit dem Pianisten Mario Häring und Benedict Kloeckner am Cello für Røta vier verschiedene Volksmelodien für Hardangerfiedel aus ihrer Heimat eingespielt.

CD:   27.-
Vö :   12.2.2021     

 

 

Werke für Violine & Klavier

Daniel Hope, Alexey Botvinov


Daniel Hopes Tribut an Alfred Schnittke: Hier setzt sich der weltbekannte Violinist mit der Musik eines Komponisten auseinander, der zu den originellsten und faszinierendsten musikalischen Stimmen des 20. Jahrhunderts zählte. Und tritt nebenbei aufs Schönste den Beweis an, dass Schnittke ein ebenso melodisches wie klangschönes und farbenreiches Oeuvre hinterlassen hat.
Neue Hörer von Schnittkes Musik sind oft verwundert, wie sehr sich Werke wie die Suite im alten Stil auf die Musik der Vergangenheit beziehen und eine Musiksprache anwenden, die durchaus auch Mozart wiedererkannt hätte. Nicht umsonst haben Schnittke seine eleganten Explorationen vergangener Stilrichtungen beinahe ebensoviel Ärger mit den herrschenden Kräften seiner sowjetischen Heimat eingetragen wie seine freidenkerischen Experimente mit der Polystilistik der Moderne. Gemeinsam mit dem Pianisten Alexey Botvinov präsentiert Daniel Hope, der in dem Booklettext von einer unvergesslichen Begegnung mit dem damals schon legendären Komponisten im Alter von 15 Jahren berichtet, hier ein kammermusikalisches Schnittke-Programm voller Kreativität und Energie.

CD:   25.-
Vö :   5.2.2021     

 

 

Prism III

Danish String Quartet


Dies ist die dritte Folge in der fortlaufenden Prism-Reihe des Danish String Quartet, die zeigt, wie die Spektren von Bachs Fugen durch Beethovens Quartette gebrochen werden, um so neues Licht auf das Werk späterer Komponisten zu werfen. »Beethoven hatte eine grundsätzlich lineare Art der Entwicklung von Bach übernommen«, merken die Dänen an, »und alles in Myriaden von verschiedenen Farben, Richtungen und Möglichkeiten aufgelöst – ähnlich wie ein Prisma einen Lichtstrahl aufspaltet.« Hier folgt das Quartett dem Strahl von Johann Sebastian Bachs Fuge in cis-moll aus dem WTC I über Ludwig van Beethovens Streichquartett Nr. 14, op. 131, bis zu Béla Bartóks Streichquartett Nr. 1.

CD:   25.-
Vö :   12.3.2021

 

 

Streichquartette Vol.1

Arcadia Quartet


Die Renaissance der Werke des polnischen Komponisten Mieczysław Weinberg bedeutet sicherlich eine der verdienten Rehabilitationen der letzten Jahrzehnte. Wie bei Freund und Förderer Schostakowitsch war das Streichquartett eine Gattung, der er sich mit besonderer Hingabe gewidmet hat. Seine siebzehn Streichquartette gehören zweifellos zum Höhepunkt des kammermusikalischen Schaffens. Das Arcadia Quartet erweist sich gleich in der ersten Folge einer Gesamteinspielung als leidenschaftlicher und beredter Anwalt der Musik dieses Komponisten, der endlich einen angemessenen Platz in der Musikgeschichte gefunden zu haben scheint.

CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Mozart (Werke für Oboe & Orchester)

Albrecht Mayer, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen


Albrecht Mayer widmet sein neues Projekt den unsterblichen Melodien Wolfgang Amadeus Mozarts. Sämtliche Werke wurden für Oboe, Oboe d'amore oder Englischhorn eingerichtet und / oder umgeschrieben. Herzstück des Albums wird neben dem bekannten „Exsultate Jubilate“ und „Ave verum corpus“ das Doppelkonzert (ursprünglich für Flöte und Harfe) sein, das für Oboe und Cembalo umgeschrieben wurde. Komplettiert wird das Album durch weitere musikalische Perlen, wie den Konzertarien „Non temer, amato bene“ und „Ah se in ciel, benigne stelle“. Weiterhin erklingt das Konzert für Oboe und Orchester in F Dur, welches nur als Fragment überliefert ist, in der Vollendung von Gotthard Odermatt. Ein Komponist, der bereits in der Vergangenheit eng mit Albrecht Mayer zusammengearbeitet und Auftragswerke für Ihn komponiert hat. Das Rondo in C Dur (ursprünglich für Violine und Orchester) und das anrührende Adagio aus der Gran Partita werden in diesen Neu-Bearbeitungen ein neues Hörerlebnis hervorrufen. Die Musik Mozarts ist unsterblich und Albrecht Mayer gelingt es, durch die Repertoire-Auswahl uns sein Weltklasse-Spiel an der Oboe erneut unter Beweis zu stellen! Sein Spiel verleiht den Werken die gebührende Erhabenheit und Liebe.

CD:   25.- 
Vö :   9.4.2021

 

 

Oboenkonzert F-Dur / Fagottkonzert C-Dur / Sinfonie Nr, 3 g-moll; Fagottkonzert B-Dur

Sergio Azzolini, Giovanni De Angeli, Camerata Rousseau, Leonardo Muzii


Als einer der angesehensten tschechischen Komponisten seiner Zeit komponierte Jan Anton Kozeluch unter anderem ca. 45 Messen und italienische Opern, stand jedoch im Schatten seines Cousins Leopold Antonín Kozeluch (1747–1818), mit dem er heute noch vielfach verwechselt wird. Kozeluch schrieb auch zwei Fagottkonzerte. Das Fagottkonzert in C-Dur zählte damals zu den meistgespielten Meisterwerken fürs Fagott im 18. Jahrhundert und mit diesem eröffnet nun der italienische Fagottist Sergio Azzolini das Kozeluch-Album mit der Camerata Rousseau unter der Leitung von Leonardo Muzii. Azzolini ist auch der Solist in der Ersteinspielung des zweiten Fagottkonzerts in B-Dur, ein ebenso brillantes Werk, dessen Urheberschaft aber nicht ganz eindeutig ist – das Werk könnte durchaus auch von seinem Vetter Leopold Kozeluch stammen. Sergio Azzolini spielt die beiden Fagottkonzerte auf einem Originalinstrument von ca. 1794 von Kaspar Tauber, das dem Solisten eine weiche Gesanglichkeit und Agilität erlaubt, wie sie auf dem modernen Fagott schwer zu erzielen sind. Den beiden Fagottkonzerten steht das Oboenkonzert von Jan Anton Kozeluch gegenüber – der Solist ist der italienische Oboist Giovanni de Angeli, der auf der Kopie einer Grenser-Oboe aus Dresden spielt. Die stürmische g-moll-Sinfonie von Leopold Kozeluch bildet den Abschluss des interessanten Albums.

CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Beyond Words

Felix Klieser (Horn), Chaarts Chamber Artists


Der Sprache der Musik, den Geschichten, die sie erzählt – und das ganz ohne Worte – widmet sich Felix Klieser auf seinem neuen Album »Beyond Words«. Seinen Fokus richtet er auf die Vorstellungen, die beim Hören vor dem inneren Auge auftauchen, auf die Emotionen, die die Musik auslöst.

Für »Beyond Words« hat der Hornist verschiedene Arien von Bach, Vivaldi, Händel und Gluck ausgewählt und die jeweils ganz unterschiedlichen, in sich geschlossenen musikalischen Welten auf individuelle Weise erzählt.

Zusammen mit den Schweizer CHAARTS Chamber Artists hebt er ein Album aus der Taufe, das in neuen Arrangements ungeahnte Klänge auf dem Horn erlebbar macht.

CD:   27.-
Vö :   26.2.2021

 

 

Piazzolla Stories

Lucienne Renaudin Vary (Trompete), Richard Galliano (Akkordeon), Thibaut Garcia (Gitarre), String Quartet from Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Sascha Goetzel


Gerade mal 21 Jahre ist die französische Trompetenvirtuosin Lucienne Renaudin Vary, und nun veröffentlicht sie bereits ihr drittes Album: eine fantastische Reise in die Klangwelten des großen Astor Piazzolla, der 2021 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. »Seine Musik hat so viele Seiten, so viele Facetten«, sagt die mehrfach preisgekrönte Solistin. »Er nahm viele Einflüsse in sich auf – und diese Hommage an ihn soll neben seinen eigenen Kompositionen auch genau diese Einflüsse zeigen.« Das Ergebnis: Piazzolla Stories – 14 Titel, die Hörer¬innen und Hörer tief in die künstlerische Welt des legendären Tango-Nuevo-Erfinders eintauchen lassen.

Johann Sebastian Bach, Alberto Ginastera, Nadia Boulanger, Niccolò Paganini, Carlos Gardel: Diese Namen scheinen aus voneinander weit entfernten Gebieten der Musik zu kommen, und doch vereinen sie sich in Piazzollas Person. Gardel war einer seiner größten Mentoren, Bach und Paganini verehrte Piazzolla als große Repräsentanten der europäischen Klassik und als Vorbilder, Ginastera als ersten Klassiker Argentiniens. Die legendäre Pariser Kompositionslehrerin Nadia Boulanger wiederum ermutigte Piazzolla, sich bei seinen Kompositionen auf seine eigenen Wurzeln zu besinnen, anstatt alte Meister zu kopieren. Und als Piazzolla all diese Elemente dann verband, hatte er den Tango Nuevo erfunden – Musik wie eine Weltsprache, in argentinischen Traditionen verwurzelt und doch universell. Mit unterschiedlichen Begleitungen vom Sinfonieorchester über das Streichquartett bis hin zur intim-konzentrierten Duobesetzung mit Akkordeon und Gitarre (Richard Galliano und Thibaut Garcia) wandert Lucienne Renaudin Vary durch dieses reiche multistilistische Terrain und wirft damit ein ganz neues Licht auf den berühmten Jubilar.

CD:   25.-
Vö :   26.2.2021

 

 

Horn Discoveries

Sarah Willis (Horn), Kotowa Machida (Violine), Philip Mayers (Klavier), Klaus Wallendorf (Horn)


Über ihr Instrument schreibt die Solohornistin der Berliner Philharmoniker Sarah Willis: »Das Waldhorn ist bekanntermaßen schwierig zu spielen. Sie können so viel üben wie Sie wollen, es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass der Ton, den Sie in das Mundstück hineinblasen, derselbe ist, der aus dem Schallbecher wieder herauskommt, nachdem er alle Drehungen und Wendungen des Rohrs durchlaufen hat. Aber wenn alles gut geht, ist das Horn herrlich, und ich liebe es absolut, eine Hornistin zu sein, trotz aller Risiken ‒ und vielleicht sogar wegen ihnen.«

Auf Horn Discoveries demonstriert die außergewöhnliche Musikerin das erstaunlich umfangreiche Potenzial ihres Instruments mit vier Originalkompositionen: Richard Bissills Song of a New World versetzt das Horn in die Welt des Blues; Mainframe Tropics von Mason Bates mit seinem präparierten Klavier ist eine faszinierende Klangmischung, während die Willisabethan Sarahnade von Klaus Wallendorf eine augenzwinkernde Hommage an Sarah Willis selbst darstellt. Velvet Valves von David Riniker sind sechs wunderschöne Arrangements nach bekannten Repertoirestücken von Tschaikowsky, Bizet und Debussy.

CD:   27.-
Vö :   20.2.2021

 

 

Klaviersonate h-moll

Benjamin Grosvenor (Klavier)


Das Album Liszt erscheint am 19. Februar 2021 und steht für Grosvenors bisher umfangreichste Solo-Aufnahme, die sich um die Werke des romantischen Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt dreht. Die Veröffentlichung markiert Benjamins sechstes Album auf Decca Classics, nach den preisgekrönten Chopin Piano Concertos im Jahr 2020.

 

 

Grosvenor sagt: "Decca Classics ist seit zehn Jahren mein Aufnahmehaus, und ich freue mich, dass wir unsere Partnerschaft mit dieser neuen Veröffentlichung fortsetzen. Die Musik von Liszt steht im Mittelpunkt meines Repertoires, seit ich als Kind von meinem Großvater daran herangeführt wurde. Ich wollte mit dieser Aufnahme den Komponisten in seinen verschiedenen Aspekten zeigen, einschließlich einiger seiner Originalkompositionen, aber auch die außerordentlich rekreativen Fähigkeiten zeigen, die er in seinen Transkriptionen an den Tag legte."


CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Grand Rondeau op.25 für Klaviertrio & Orchester

Nils Mönkemeyer, Sarah Christian, Yaara Tal, Stephan Koncz, Christoph Eß, Münchner Rundfunkorchester, Reinhard Goebel


Reinhard Goebels Aufnahmeprojekt "Beethovens Welt" erhält begeisterten Zuspruch in der Presse: "Zum Beethoven-Jahr keine neuen Lesarten von Beethovens Werk zu bieten, sondern Raritäten aus seinem Umfeld, ist eine Idee, wie sie typisch ist für Reinhard Goebel, den unermüdlichen Entdecker." (Rondo) "Ein herausragender Beitrag zum Beethoven-Jahr. Abermals beweist Reinhard Goebel mit seinem alternativen Beethoven-Projekt eindrucksvoll, dass es in Wien seinerzeit eben noch mehr zu hören gab, als Mozart-Klavierkonzerte und Beethoven-Sinfonien." (NDR Kultur, CD der Woche). Zum zweiten Album mit Doppelcellokonzerten hieß es: "Die Aufnahme (...) setzt Maßstäbe." (Deutschlandfunk).

Das 5. und letzte Album von "Beethovens Welt" mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Goebels Leitung präsentiert interessante Konzerte und Konzertstücke für Soloinstrumente von Beethoven selbst und seinen Zeitgenossen: Aus Beethovens Bonner Zeit stammt der erste Satz aus dem nur fragmentarisch überlieferten Violinkonzert, welches vor Beethovens einzigen Violinkonzert entstanden ist. Das Fragment wurde von dem Geiger und Komponisten Josef Hellmesberger 1879 zu einem ersten Satz vervollständigt. Diesen Satz hat Sarah Christian als Solistin eingespielt. Interessant ist auch das Konzert in C-Dur für zwei Violen und Orchester von Anton Wranitzky (1761-1820), der als Konzertmeister der frühen Aufführungen von Beethovens "Eroica" mitwirkte. Solisten dieses Konzertes bei der Aufnahme waren Nils Mönkemeyer und Theresa Schwamm. Von dem tschechischen Komponisten Jan Václav Vorísek (1791-1825), der schon mit 22 Jahren nach Wien zog und dort auch Beethoven kennen lernte (der sich durchaus lobend über dessen Werke äußerte), stammt das reizvolle "Grand Rondeau Concertant" für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester - hier mit Yaara Tal (Klavier), Sarah Christian (Violine) und Stephan Koncz (Violoncello) als Solisten.

Auch dieses fünfte "Beethovens Welt"-Album enthält eine Weltersteinspielung: "Solo de Cor Alto" heißt das Stück in G-Dur für Horn und Orchester von Beethovens Jugendfreund Antonín Reicha (1770-1836) mit Christoph Eß als Solist.

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021

 

 

Cembalokonzerte BWV 1054,1056,1057

Francesco Corti (Cembalo), Evgeny Sviridov (Violine), Marcello Gatti (Flöte), Il Pomo d'Oro


Francesco Corti leitet vom Cembalo aus das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Orchester Il Pomo d Oro und präsentiert den zweiten Teil einer gleichsam virtuosen wie historisch-informierten Neueinspielung der Bachschen Cembalokonzerte. Corti gehört zu den derzeit am höchsten gehandelten Cembalisten. Bei den Aufnahmen der Konzerte BWV 1054, 1056, 1057 sowie dem Tripelkonzert BWV 1044 wählte Corti eine kleine Besetzung, um die individuellen Melodie-Linien besser hervorzuheben.

CD:   27.-
Vö :   13.2.2021

 

 

Symphonie Nr. 6 (in der Fassung für Klavier 4-händig von Selmar Bagge, 1823-1896)

Martha Argerich & Theodosia Ntokou (Klavier)


Martha Argerich, eine der großen Musikerinnen unserer Zeit, ist auch eine großzügige Mentorin für jüngere Künstler. Zum Beethoven-Jahr 2020 entstand diese Aufnahme, in der Argerich sich die Klaviatur mit der griechischen Pianistin Theodosia Ntokou teilt. Auf dem Programm steht eine Transkription seiner sechsten Sinfonie, der »Pastorale«, die von Selmar Bagge, einem 1823 geborenen deutschen Organisten und Musikwissenschaftler, angefertigt wurde. Abgerundet wird das Programm durch Beethovens intensive Klaviersonate Nr. 17 in d-moll op. 31 Nr. 2, gespielt von Theodosia Ntokou.

CD:   25.-
Vö :   22.1.2021     

 

 

Das Wohltemperierte Klavier 2 (Auszüge)

Piotr Anderszewski (Klavier)


Während J. S. Bachs kompositorische Intentionen mit dem Wohltemperierten Klavier vorgeblich pädagogischer Natur waren, verfolgt Piotr Anderszewski in dieser Einspielung einen ganz eigenen, dramaturgischen Ansatz: Anstatt alle 48 Präludium- und Fugen-Paare aus Bachs Sammlung hintereinander aufzunehmen, konzentriert sich der Pianist auf 12 Satzpaare aus dem zweiten Buch und bringt diese in einen charakteristisch-kreativen Sinnzusammenhang. »Ich beschloss, die Stücke in einer Reihenfolge meiner subjektiven Wahl zusammenzustellen, die manchmal auf Tonart-Beziehungen basiert, ein anderes Mal auf Kontrasten, die die Stücke unwiderstehlich zusammenzuziehen scheinen«, erklärt Anderszewski. »In der Musik gibt es immer eine Geschichte, eine emotionale Erzählung, da ein Stück dem anderen folgt und es in Beziehung setzt … Die Idee, diese Werke in dieser spezifischen Reihenfolge zu spielen, besteht darin, ein Gefühl von Dramatik zu erzeugen, das einen Zyklus suggeriert: 12 Charaktere, die sich miteinander unterhalten und sich gegenseitig widerspiegeln«.

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021

 

 

Klavierkonzert op.21 / Klavierquartett op. 31 / Klavierquintett op. 28

Oliver Triendl, Vogler Quartett, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Roland Kluttig


Obwohl in der Originalität seiner musikalischen Sprache wegbereitend für die russische Moderne, folgte Catoires Schaffen in ihren Wurzeln noch den künstlerischen Idealen Russlands und nicht der neuen Kultur der Sowjetischen Republik. Seine Werke sind hochexpressiv und von enormer polyphonischer Dichte. Größte Ausdruckskraft, feine Farben, rhythmische und harmonische Freiheit. Catoires Musik wurde fast nie aufgeführt und sein Name blieb selbst in Fachkreisen nahezu unbekannt. Er hinterließ 36 Kompositionen, darunter einige symphonische Werke, ein Klavierkonzert, Kammermusik, Lieder und Klavierzyklen. Musik im »Fin de Siecle«, mit ihrem Glanz und ihrer Noblesse, aber auch mit ihrer Fragilität.

CD:   25.-
Vö :   21.1.2021     

 

 

Visions fugitives op.22 /Klaviersonate Nr. 8 B-Dur op. 84

Nicholas Angelich (Klavier)


Nicholas Angelichs neues Album ist Serge Prokofieff gewidmet, dem sogenannten unklassifizierbaren Künstler – von den einen als revolutionär bewundert, von den anderen als neo-klassizistisch abgetan. Prokofieff, der sich zunächst als Klaviervirtuose die öffentliche Aufmerksamkeit erarbeitete, hinterließ ein faszinierendes Werk – das eines Komponisten, der zwischen zwei Gesellschaften, zwischen der Kultur seiner Heimat Russland und der Kultur des Westens hin- und hergerissen war.

CD:   25.-
Vö :   22.1.2021     

 

 

Gitarrenkonzert "In Memory of my People" (arrangiert für Gitarre & Streichquartett)

Ferenc Snetberger (Gitarre), Keller Quartet


Streichquartett, sowohl gemeinsam als auch getrennt in einem vielfältigen, sich jedoch organisch entfaltenden Programm zu hören, mit Kompositionen von Snétberger, Schostakowitsch, John Dowland und Samuel Barber. Snétbergers Gitarrenkonzert "In Memory of My People", seinen Sinti und Roma Vorfahren gewidmet, ist ein kraftvolles und temperamentvolles Stück, das Klagelied und Würdigung zugleich ist. Schostakowitschs 8. Streichquartett, ebenfalls den Opfern eines Krieges gewidmet, wird vom Keller-Quartett mit beeindruckender Sensibilität gespielt. Subtile Bearbeitungen von John Dowland führen Snétberger mit dem Keller Quartett in „I saw my lady weep“ zusammen und in "Flow, my tears" mit dem Cellisten László Fenyö. Das Keller Quartett interpretiert das sehnsüchtige Molto adagio aus Samuel Barbers Streichquartett op. 11, und Snétberger bietet einen Hoffnungsschimmer mit dem zarten Solo-Gitarrenstück "Your Smile". Die abschließende "Rhapsody 1", mit Snetberger und Streichquintett, ist ein neues Arrangement eines Werkes, das Ferenc ursprünglich für ein Filmprojekt über die Roma schrieb. Ein vielschichtiges Album, das durch thematische Stränge miteinander verbunden ist.

CD:   25.-
Vö :   12.2.2021

 

 

Artemandoline - Italian Baroque Mandolin Sonatas

Artemandoline (Juan Carlos Munoz, künstlerischer Leiter)


Für ihre beiden bisher erschienenen dhm-Aufnahmen mit der Sopranistin Nuria Rial (jpc 6657259 & 9675273) erhielt das Barockensemble Artemandoline unter der Leitung von Juan Carlos Munoz fantastische Besprechungen: »Die Einspielungen bezaubern mit ihrem Einfallsreichtum, Raffinement und vor allem mit ihren einnehmenden Melodien – und einem inspiriert und mitreißend agierenden Orchester.« (Toccata)

Für ihr neues instrumentales Album haben die Musiker echte Entdeckungen italienischer barocker Kompositionskunst ausgegraben: Das Ensemble präsentiert Weltersteinspielungen vergessener Meisterwerke, die in Florenz und Rom des 18. Jahrhunderts für Mandoline und Basso continuo geschrieben wurden. Gefunden wurden diese Raritäten in Notenbibliotheken u. a. in Washington, Mailand aber auch in Deutschland, in Münster. Die Werke stammen von den Florentiner Komponisten Ranieri Capponi (1680–1744) und Niccolò Susier (1679–1766), den in Rom wirkenden Komponisten Nicola Romaldi (1680–1740) und Francesco Piccone (1685–1745) sowie dem norditalienischen Komponisten Giovanni Pietro Sesto da Trento (18. Jh.). Alle Werke besitzen ungemeine Ausdruckstiefe und melodiösen Charme – Musik voller Energie, Schönheit und Virtuosität.

CD:   25.-
Vö :   12.2.2021

 

 

Concertos for Mallet Instruments

Evelyn Glennie (Glockenspiel, Marimba, Vibraphon, Xylophon), City Chamber Orchestra of Hong Kong, Jean Thorel


Die Perkussionistin Evelyn Glennie spielt in Ihrer neuesten Aufnahme Konzerte für Schlaginstrumente und Orchester von Alexis Alrich, Karl Jenkins und Ned Rorem. Begleitet wird Sie vom City Chamber Orchestra of Hong-Kong unter Jean Thorel.

CD:   15.-
Vö :   20.2.2021

 

 

Christus am Ölberge op.85

Elsa Dreisig, Pavol Breslik, David Soar, London Symphony Chorus, London Symphony Orchestra, Simon Rattle


Obwohl vom Publikum bei der Wiener Uraufführung 1803 wohlwollend aufgenommen, hat sich Beethovens einziges Oratorium Christus am Ölberg nie im Konzertsaal durchsetzen können und ist auch auf Tonträger eher stiefmütterlich behandelt worden. Für Sir Simon Rattle steht allerdings außer Frage, dass es sich hier um ein einzigartiges Werk voller Vielfalt handelt. Im Rahmen des Beethoven-Jahrs 2020 brachten das London Symphony Orchestra und der London Symphony Choir unter seiner Leitung sowie ein exzellentes Solistenensemble das Oratorium im Londoner Barbican Centre auf die Bühne – und: Wir können uns Rattles Urteil uneingeschränkt anschließen!

CD:   25.-
Vö :   20.2.2021

 

 

Praetorius & Italy

RIAS Kammerchor, Capella de la Torre, Katharina Bäuml, Florian Helgath


Der RIAS Kammerchor Berlin und das Ensemble Capella de la Torre erhielten exzellente Rezensionen für ihr preisgekröntes »Da Pacem«-Album (jpc 5683229) bei Deutsche Harmonia Mundi: »Die schlüssige Dramaturgie wird von einer tiefen Musikalität beseelt. (...) lebendige Interpretationen, die immer dem Geist und dem natürlichen Fluss der Sprache folgen.« (5 Sterne, FONO FORUM), »Der Chor präsentiert sich in sehr guter Verfassung, leicht und warm im Sopran, profund im Bass. Die Capella de la Torre stellt dazu das klangprächtige Fundament. Das ist große Musik.« (concerti)

Mit dem neuen Album gratulieren der RIAS Kammerchor Berlin und die Capella de la Torre dem Komponisten Michael Praetorius zum 450. Geburtstag. Geboren vermutlich am 15. Februar 1571 in Creuzburg, war Praetorius nicht nur einer der wichtigsten Komponisten seiner Zeit, sondern auch ein bedeutender Musiktheoretiker. Diese Aufnahme begleitet ihn auf eine fiktive Reise zu seinen italienischen Zeitgenossen und präsentiert Verbindendes und Gegensätzliches gleichermaßen.

Unter der Gesamtleitung von Florian Helgath kombinieren die beiden Ensembles ausgewählte Kompositionen von Praetorius mit Werken jener italienischen Komponisten, die von ihm in seinem epochalen Lehrwerk »Syntagma musicum« als Vorbilder angeführt werden. Dazu gehören solche Berühmtheiten wie Claudio Monteverdi und Giovanni Gabrieli, aber auch Komponisten wie Ludovico Viadana, Agostino Agazzari und Antonio Cifra, die es wiederzuentdecken gilt.

CD:   25.-
Vö :   19.2.2021

 

 

Gesu Cristo negato da Pietro (Wien 1719)

Daniel Johannsen, Alois Mühlbacher, Gerd Kenda, Markus Forster, Maria Ladurner, Ars Antiqua Austria, Gunar Letzbor


Da während der Karwoche Opernaufführungen verboten waren, unterhielt man sich in Wien stattdessen mit geistlichen Oratorien. Eine Besonderheit des Wiener Hofs waren sogenannte Sepolcro-Oratorien, die während der Passionszeit vor einem eigens errichteten Heiligen Grab (sepolcro) aufgeführt wurden. Für Wien schrieb Johann Joseph Fux gleich mehrere solcher Werke, die inhaltlich Erzählungen mit Bezug zur Passion Christi aufgreifen. Gunar Letzbor hat mit seinem Ensemble Ars Antiqua Austria das 1719 entstandene Sepolcro-Oratorium Gesù Cristo negato da Pietro eingespielt. Im Zentrum der Handlung steht die biblische Episode um die Verleugnung Christi durch Petrus, die in dramatischen Streitgesprächen zwischen verschiedenen allegorischen Figuren theologisch betrachtet wird. Mit wenigen Mitteln gelingt es Fux hier, die Dramatik der Handlung umzusetzen.

2 CDs:   29.-
Vö      :   13.2.2021

 

 

Missa Pange Lingua

Stile Antico


Stile Antico, das gefeierte Vokal-Ensemble, feiert Josquin des Prez zu seinem 500. Todestag in 2021 mit einem neuen Album „The Golden Renaissance“. Im Mittelpunkt steht die wohl berühmteste Messvertonung von des Prez, die Missa Pange lingua. Neben Motetten enthält das Album darüber hinaus die Weltersteinspielung des erst kürzlich aufgefundenen chansons Vivrai je tousjours. Plus selten zu hörende Werke von Zeitgenossen von Josquin des Prez, Motetten von Hieronymus Vinders und Jachet de Mantua.

Stile Antico ist ein 12-köpfiges, mehrfach ausgezeichnetes und dreimal für den Grammy nominiertes britisches Vokal-Ensemble, das sich besonders den großen polyphonen Werken des 16. und 17. Jahrhunderts verschrieben hat.     

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021

 

 

Oratorium "Jahel" (Venedig 1747)

Jenny Högström, Gunhild Lang-Alsvik, Julia Kirchner, Dina König, Mädchenkantorei Basel, Musica Fiorita, Daniela Dolci


Außerordentlich inspiriert:
Zwölf Jahre wirkte Baldassare Galuppi neben seiner Karriere als Opernkomponist auch als Maestro di coro am venezianischen Ospedale dei Mendicanti , für das er 1747 sein Oratorium Jahel komponierte. In dem Werk geht es um die biblische Heldin Jahel, die mit ihrem Mord am kanaanäischen Heerführer Sisara zur Befreiung Israels beiträgt. In der außerordentlich inspirierten Musik ist der erfahrene Opernkomponist in jeder Note hörbar. Die virtuosen, zum Teil farbig besetzten Arien zeigen, welch hohes sängerisches Niveau am Ospedale dei Mendicanti herrschte. Daniela Dolci und das Ensemble Musica Fiorita legen hier eine Repertoirebereicherung ersten Ranges in einer vorbildlichen Interpretation vor.

2 CDs:   39.-
Vö      :   20.2.2021

 

 

Missa Solemnis op.123

Polina Pastirchak, Sophie Harmsen, Steve Davislim, Johannes Weisser, RIAS Kammerchor, Freiburger Barockorchester, Rene Jacobs


Die Missa solemnis entstand zwischen 1818 und 1823 als Resultat intensiver theologischer und musikalischer Recherchen in der Bibliothek ihres Widmungsträgers, des Erzherzogs Rudolph von Habsburg. Beethoven betrachtete sie als sein ehrgeizigstes Werk. Mit dieser Aufnahme zeigt René Jacobs, dass sie auch sein erhabenstes Werk ist: das eines tiefgläubigen Komponisten und Verfechters der Menschlichkeit, der seiner Kunst so sicher ist, dass er ein Opus schafft, das über die liturgische Form hinaus geht und auf musikalische Weise die Allgemeingültigkeit der göttlichen Transzendenz geltend macht.

CD:   25.-
Vö :   29.1.2021     

 

 

Requiem

Vox Luminis, Freiburger BarockConsort, Lionel Meunier


Das 2004 von Lionel Meunier gegründete Vokalensemble Vox Luminis ist längst eine zuverlässige Referenz in der Interpretation großer Werke des deutschen Barock. Das um 1692 entstandene Requiem f-Moll für 14 Stimmen von Heinrich Ignaz Franz Biber nutzt geschickt die besonderen akustischen Möglichkeiten des Salzburger Doms mit seinen vier Orgelemporen an den Kuppelpfeilern aus. Abgerundet wird das Programm durch Werke von Christoph Bernhard, Johann Joseph Fux und Johann Michael Nicolai. Diese Aufnahme markiert den Beginn einer Zusammenarbeit zwischen Vox Luminis und einem weiteren international renommierten Ensemble: dem Freiburger Barockorchester, hier in der Consort-Besetzung.

CD:   27.-
Vö :   20.2.2021

 

 

Passion nach Brockes HWV 48 "Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus"

Sandrine Piau, Stuart Jackson, Konstantin Krimmel, Arcangelo, Jonathan Cohen


Barthold Heinrich Brockes Text zählt zu den am häufigsten vertonten Libretti für ein Passionsoratorium im frühen 18. Jahrhundert. Die äußerst bildhafte, bisweilen sogar verstörend drastische Sprache traf exakt das religiöse Empfinden der Zeit, ehe das Werk im Zuge der Empfindsamkeit genau aus diesem Grund in Misskredit geriet. Die bekannteste Vertonung stammt zweifellos von Händel aus dem Jahr 1716, der die Partitur für eine Aufführung von London nach Hamburg sandte. Mit herausragenden Solisten (u.a. Sandrine Piau und Konstantin Krimmel) wird hier unter der Leitung von Jonathan Cohen das faszinierende Werk eindrucksvoll wiederbelebt und die Bedeutung der Partitur unterstrichen.

2 CDs:   45.-
Vö      :   20.2.2021

 

 

Kantaten BWV 21 & 76

Maria Keohane, Carlos Mena, Julian Pregardien, Matthias Vieweg, Bernard Foccroulle, Collegium Vocale Gent, Ricercar Consort, Philippe Pierlot


Bachs Kantaten bilden einen unerschöpflich reichen Korpus höchster musikalischer Inspiration, der alle kompositorischen Tendenzen seiner Zeit und damit seiner eigenen Musik umfasst. Die beiden hier gekoppelten Meisterwerke laden dazu ein, seine Entwicklung über ein Jahrzehnt zu messen. In Weimar, mit der Kantate BWV 21, sehen wir ihn in einer Periode des Experimentierens, wobei er sich dem Vorbild Buxtehudes zuwendet, um einen lebendigen Pietismus auszudrücken. In Leipzig, mit der Kantate BWV 76, spüren wir die Meisterschaft eines Komponisten, der alle seine Ressourcen in einer schwindelerregenden Synthese zur Ehre Gottes einsetzt.     

CD:   25.-
Vö :   22.1.2021

 

 

L'Ange de Nisida

Joyce El-Khoury, David Junghoon Kim, Laurent Naouri, Vito Priante, The Royal Opera Chorus, Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden, Mark Elder


Er war der Meister der Belcanto-Oper schlechthin. Noch heute feiert das Publikum viele seiner Werke wie L’elisir d’amoreLucia di Lammermoor oder Don Pasquale. Doch trotz dieser großen Präsenz gilt Gaetano Donizetti noch immer als großer Unbekannter. Mehr als siebzig Opern enthält sein Œuvre – und darunter ist so manche, die wegen Widrigkeiten im Opernbetrieb des 19. Jahrhunderts einfach in der Schublade liegen blieb. So auch L’Ange de Nisida: 1839 komponiert, kam das Werk nicht zur geplanten Uraufführung in Paris. Dies aber nicht etwa wegen Mängeln an der Komposition, sondern wegen einer Theaterpleite. Erst 2018 erlebte die Welt die Uraufführung, nun folgt auf dem Label Opera Rara deren Livemitschnitt.

2 CDs:   27.-
Vö      :   19.3.2021

 

 

Carmen / DVD & 2 CDs

Claude Eichenberger, Xavier Moreno, Elissa Huber, Jordan Shanahan, Young Kwon, Chor Konzert Theater Bern, Berner Symphonieorchester, Mario Venzago


Carmen in Stephan Märkis Lesart ist eine Frau, die Sex als Machtinstrument in einer lebenshungrigen Welt inszeniert, in der Verführung Stärke bedeutet und Hingabe den Untergang. Carmens Todessehnsucht verkörpert ein Tänzer, ihr einzig wahrer Gegenspieler. Der Dirigent Mario Venzago greift die Carmen-Forschung Fritz Oesers auf, der Bizets ursprüngliche Orchestrierung wiederherstellt und dadurch dem Stück jene Tiefe zurückgibt, die die allseits bekannten Gassenhauer mit neuem Leben füllt. Philipp Fürhofers Bühne und Kostüme stellen die Figuren in ein mise en abyme-Spiegelkabinett ihrer eigenen Abgründe.

DVD & 2 CDs:   45.-
Vö               :   22.1.2021     

 

 

Dardanus

Judith van Wanroij, Chantal Santon Jeffery, Cyrille Dubois, Thomas Dolie, Purcell Choir, Orfeo Orchestra, György Vashegyi


Auch wenn man es sich heute kaum vorstellen kann: Die Uraufführung von Jean-Philippe Rameaus Dardanus war 1739 ein veritabler Misserfolg. Anzulasten ist dies freilich nicht der Musik des genialen Komponisten. Die Orchestermusiker beklagten sich darüber, wegen der anspruchsvollen Partitur derart beschäftigt gewesen zu sein und innerhalb der drei Stunden Aufführungsdauer nicht einmal die Zeit gefunden zu haben, sich die Nase zu putzen. Auch das streckenweise absurde Libretto von Charles-Antoine Leclerc de La Bruère kam nicht gut beim Publikum an. Für die Wiederaufnahme 1744 wurde das Werk deshalb hinsichtlich der Handlung einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen, die auch musikalisch sehr viele Änderungen nach sich zogen. Der Überarbeitung fiel natürlich eine Menge wunderbarer Musik zum Opfer, und so kursierten lange Zeit Mischfassungen des Werks bzw. solche, die auch Rameaus kleinere Änderungen von 1760 berücksichtigten.

György Vashegyi stellt hier erstmals die reine 1744er Fassung des Werks vor. Der Dirigent, seine Ensembles Orfeo Orchestra und Purcell Choir sowie herausragende Sänger (darunter Chantal Santon Jeffery, Cyrille Dubois und Tassis Christoyannis) erweisen sich hier erneut als führende Interpreten der Musik Rameaus.

3 CDs:   49.-
Vö      :   5.2.2021

 

 

Semele

Louise Alder, Hugo Hymas, Lucile Richardot, Carlo Vistoli, Gianluca Buratto, Emily Owen, Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner


Es ist ironisch und sicherlich kein Zufall, dass die erste große, komplette Oper in englischer Sprache 1743 von Georg Friedrich Händel – einem deutschen Immigranten – komponiert wurde. Dieser näherte sich gerade dem Höhepunkt seines Schaffens; dies allerdings in selbstauferlegter Zurückgezogenheit von der toxischen Londoner Opernszene. »Semele« ist weder eine herkömmliche, »ordentlich inszenierte« Oper (Händel führte sie trotz ausführlicher Szenen-Anweisungen nur konzertant auf) noch ein »frommes« Oratorium, auf einer alttestamentarischen Geschichte beruhend. Stattdessen wählte Händel eine profane, auf Ovid zurückgehende Geschichte, in der Götter und Sterbliche auf derselben Ebene agieren. Sie benehmen sich schlecht und leidenschaftlich auf eine Art und Weise, mit der jeder etwas anfangen kann. »Semele« war eine neue Form des Musikdramas, die sich der besten Charakteristiken der italienischen Oper bediente und diese mit der englischen Masque- und Semi-Opera-Tradition verband. Die Partitur enthält unwiderstehliche Solo-Arien – darunter virtuose Herzschlag-Momente, andere lyrisch, sinnlich und bewegend –, Ensembles, Duette, begleitete Rezitative und (anders als seine offiziellen Opern) imposante Chöre. Noch mehr als damals, vor nunmehr fast 40 Jahren, als ich das Werk erstmals aufführte und aufnahm, habe ich heute das Gefühl, dass »Semeles« Zeit nun endlich gekommen ist. (John Eliot Gardiner)

3 CDs:   49.-
Vö      :   13.2.2021

 

 

Armida

Lenneke Ruiten, Florie Valiquette, Teresa Iervolino, Ashley Riches, Choeur de Chambre de Namur, Les Talens Lyriques, Christophe Rousset


Christophe Rousset, eifriger Verfechter des Werks von Antonio Salieri, wendet sich erneut einer Oper des Komponisten zu. »Armida« wurde am 2. Juni 1771 im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Das Libretto von Marco Coltellini behandelt das bekannte Sujet der Liebesbeziehung zwischen dem christlichen Kreuzfahrer Rinaldo und der sarazenischen Zauberin Armida, entlehnt aus Torquato Tassos Epos »La Gerusalemme liberata«. Salieri bekennt sich hier zum ersten Mal zu den Reformen seines Mentors und Freundes Christoph Willibald Gluck. Das Werk zeigt eine nahezu durchkomponierte Gestalt; bemerkenswert sind zahlreiche Chorsätze und ein stark in die Handlung integriertes Ballett. Die sehr dichte Handlung konzentriert sich auf ein intensives Drama mit nur vier Charakteren. Die Flüssigkeit, Originalität und das Brio seines Kompositionsstils sicherten dem noch jungen Salieri einen bleibenden Ruf in ganz Europa.

2 CDs:   25.-
Vö     :   22.1.2021      

 

 

Matilde di Shabran

Michele Angelini, Sara Blanch, Shi Zong, Victoria Yarovaya, Emmanuel Franco, Gorecki Chamber Choir Krakow, Passionart Orchestra, Jose Miguel Perez Sierra



3 CDs:   35.-
Vö     :   20.1.2021

 

 

Joseph Szigeti - The Complete Columbia Album Collection

Joseph Szigeti


Der in Ungarn geborene Joseph Szigeti (1892-1973), ein enger Freund Bela Bartóks, gehört zweifelsohne zu den großen Geigern des letzten Jahrhunderts. „Er galt als Intellektueller unter den Violin-Virtuosen des 20. Jahrhunderts. Von Neugier getrieben, erweiterte Joseph Szigeti den Ausdrucksradius seines Instrumentes um neue Dimensionen“, hieß es über ihn im Deutschlandfunk. Auf 17 CDs finden sich seine sämtlichen Einspielungen für Columbia aus den Jahren 1940 bis 1956. Neben den klassisch gewordenen Einspielungen der Konzerte von Brahms (mit Eugene Ormandy), Beethoven (mit Bruno Walter), wie auch der Rhapsodie Nr. 1 von Bartók oder dem frühen Violinkonzert von Busoni, sind hier vor allem Kammermusikwerke zu hören. So von Bach, Händel, Beethoven, Schubert, Brahms bis Ravel, Strawinsky und Hindemith, viele davon erscheinen erstmals auf CD. Zu seinen hochkarätigen musikalischen Mitstreitern gehören hier u. a. Pablo Casals, George Szell, Fritz Stiedry, Benny Goodman, das New York Philharmonic und das Philadelphia Orchestra.

17 CDs:   79.-
Vö        :   26.3.2021

 

 

Natalie Dessay - The Opera Singer

Roberto Alagna, Cecilia Bartoli, Ian Bostridge, Patrizia Ciofi, Placido Domingo, Renee Fleming, Angelika Kirchschlager, Susan Graham, Sandrine Piau, Kiri Te Kanawa, Violeta Urmana, Rolando Villazon, Anne Sofie von Otter, Simon Keenlyside, Les Arts Floriss


Natalie Dessay ist eine schillernde Opernsängerin, aber auch eine Schauspielerin voller Intensität und Anziehungskraft, ob in der Tragödie oder der Komödie. Ihr Charisma, das sie auf den Bühnen der großen Opernhäuser der Welt und im Aufnahmestudio eingefangen hat, beleuchtet die kompletten Opern und Rezitale von Arien und Szenen in dieser Sammlung. Von Mozarts furioser Königin der Nacht bis zu Debussys rätselhafter Mélisande ... Offenbachs roboterhafter Olympia zu Strauss’ koketter Zerbinetta und Delibes’ hingebungsvoller Lakmé ... Händels quecksilbriger Cleopatra zu Donizettis ungestümer Marie und verzweifelter Lucia ... Thomas’ zerbrechlicher Ophélie zu Massenets kapriziöser Manon und Verdis leidenschaftlicher, tragischer Violetta … Natalie Dessay erweist sich als unwiderstehlich in einem Repertoire, das vier Jahrhunderte und eine Fülle von musikalischen und dramatischen Möglichkeiten umspannt.

33 CDs & 19 DVDs:   225.-
Vö                           :   26.2.2021

 

 

Claudio Abbado & London Symphony Orchestra - The Complete Deutsche Grammophon & Decca Reco

Martha Argerich, Gidon Kremer, Teresa Berganza, Ileana Cotrubas, Alfred Brendel, Rudolf Serkin, Ivo Pogorelich, Michel Beroff, Placido Domingo, Sherrill Milnes, Hermann Prey, Elena Obraztsova, Margaret Price, Francisco Araiza, Nicolai Ghiaurov, London Sy


Der italienische Dirigent Claudio Abbado zählt zu den herausragendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Es war seine einzigarte Fähigkeit Töne und Musik zum Leuchten zu bringen (Deutschlandfunk Kultur), wofür er sowohl von der Presse als auch vom Publikum international gefeiert wurde. Neben seiner langjährigen Verbundenheit mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern war er auch lange Jahre (1979 bis 1986) Chefdirigent des Londoner Sinfonieorchesters, mit dem er über die Jahre eine reichhaltige Diskographie eingespielt hat. Die Deutsche Grammophon feiert diese langjährige außergewöhnliche Zusammenarbeit nun mit einer limitierten 46-CD Edition, die den Facettenreichtum des Dirigenten umfassend begreifbar macht. Die Symphonien von Brahms oder Mendelssohn, Opern von Verdi oder Bizet, die Klavierkonzerte von Mozart zeigen immer wieder, was für eine Persönlichkeit Claudio Abbado war. Auf den Einspielungen sind herausragende Solisten wie Martha Argerich, Rudolf Serkin, Teresa Berganza, Hermann Prey, Gidon Kremer oder Alfred Brendel zu hören. Das 104-seitige Booklet gibt in einem neu geschriebenen Einführungstext von Jon Tolansky einen Einblick in die gemeinschaftliche Arbeit.

46 CDs:   119.-
Vö        :   5.3.2021

 

 

Igor Strawinsky Edition (Warner Classics)

Patrick Gallois, Patrice Fontanarosa, Ann Murray, Anthony Rolfe Johnson, Simon Estes, Philippe Huttenlocher, Martha Argerich, Nelson Freire, Elisabeth Schwarzkopf, Geoffrey Parsons, Natalie Dessay, Violeta Urmana, Francois Simon, Marjana Lipovsek, John To


Überblickt man die an Neuerungen und Revolutionen so reiche Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts, dann kommt man schnell auf eine Persönlichkeit, die alle großen Strömungen dieser Zeit vereint: Igor Strawinsky (1882-1971) legte einen so weiten künstlerischen Weg zurück wie kaum ein anderer Komponist. Von den Schülerjahren des russischen Romantikers Rimski-Korsakow über den die Kunstwelt erschütternden Skandal um sein Ballett Le Sacre du Printemps über die Erprobung des Neoklassizismus, der Verbindung von Klassik und Jazz, der Zwölfton-Atonalität, und das in allen musikalischen Gattungen: Strawinsky gilt als „Erfinder der Moderne“ und ihr erster Vollender zugleich. Aus Anlass seines 50. Todestages am 6. April 2021 veröffentlicht Warner Classics die 23 CDs umfassende Stravinsky Edition mit berühmten und entdeckenswerten Werken in hochkarätigen Referenzaufnahmen internationaler Dirigenten, Solisten und Ensembles inklusive historischer Einspielungen mit Strawinsky als Interpreten. Die enthaltenen Aufnahmen entstanden zwischen 1928 und 2019. • Drei CDs dokumentieren Strawinsky als Pianist und Dirigent eigener Werke • Fast ein komplettes Jahrhundert hochkarätiger Strawinsky-Aufnahmen (1928-2019) • Referenzeinspielungen größter Klassik-Künstler des 20. Jahrhunderts • 64-seitiges, dreisprachiges Booklet, CD-Wallets illustriert mit Gemälden von Wassily Kandinsky • Gesamtschau berühmtester und entdeckenswerter Kompositionen aller Gattungen von der Sinfonik über Vokalmusik und Bühnenmusiken bis hin zur Kammermusik, Konzerten, Klavierwerken und Transkriptionen

23 CDs:   89.-
Vö        :   12.3.2021


 

 

Klaviersonaten Nr.1-18

Kristian Bezuidenhout (Hammerklavier)


»Diese Einspielung des Mozart’schen Gesamtwerks für Soloklavier ist schon jetzt ein Meilenstein in der Interpretationsgeschichte dieses Repertoires. Zugleich setzt Kristian Bezuidenhout damit neue Standards in der Spielweise historischer Fortepianos. Er erkundet die Mozart’sche Musik mit äußerst feinsinniger Artikulation und einem unerschöpflichem Klangfarbenreichtum, wozu insbesondere sein facettenreicher Pedalgebrauch beiträgt. Sonaten, Variationen und Fantasien werden auf intelligente Weise gemixt und in Beziehung gesetzt, was dem faszinierenden Ansatz Bezuidenhouts entspricht, die Musik stets auch vor dem Hintergrund der lebendigen Improvisationskultur des 18. Jahrhunderts zu betrachten: Es gilt, den komponierenden Pianisten Mozart neu zu entdecken.« (Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2012)

9 CDs:   55.-
Vö     :   22.1.2021     

 

 

Piano Lessons

Christoph Eschenbach (Klavier)


Diese Box bietet eine vielfältige Sammlung an Klavierstücken, denen jeder Klavierschüler im Laufe seines Unterrichts begegnet. Christoph Eschenbach, Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters und Mentor berühmter Pianisten, hat bereits Mitte der 1970er Jahre zahlreiche pädagogische Klavierstücke eingespielt. Bisher nur für Sammler als Japan-Import erhältlich, ist diese umfassende Sammlung endlich erstmals einem breiteren Publikum zugänglich. Die Klassiker der Klavierpädagogik – von Burgmüllers 25 Studien, Czernys Schule und Vorschule der Geläufigkeit, Bachs Inventionen und Sinfonien, Clementi, Diabelli, bis zu »Liedern ohne Worte« von Mendelssohn – sind umfassend vertreten und liegen in musikalisch durchdachten, liebevollen Interpretationen vor. Selten hat ein Pianist dieses Ranges eine solch umfangreiche Kollektion virtuoser Miniaturen eingespielt. Für größere und kleinere Klavierschüler bietet die Sammlung eine inspirierende Fundgrube und Unterstützung, die eigene Interpretation zu finden. Als Bonus liegt ein Zugangscode für die bekannte Noten-App »Tomplay Sheet Music« bei.

16 CDs:   59.-
Vö       :   29.1.2021     

 

 

Tomaso Albinoni - The Collector's Edition

Piero Toso, Pierre Pierlot, Giuliano Carmignola, June Anderson, Sandra Browne, Margarita Zimmermann, Sylva Pozzer, I Solisti Veneti, Albalonga, Claudio Scimone, Anibal E. Cetrangolo


Er gilt als Schöpfer eines der größten Klassik-Hits überhaupt – und doch ist er trotz der immensen Popularität der Musik seines Zeitalters immer noch ein großer Unbekannter. Das kann sich nun ändern! Der Barockmeister Tomaso Albinoni, Zeitgenosse von Kollegen wie Bach, Händel und Vivaldi, ist der Jubiläumskomponist des Jahres 2021. Die Musikwelt gedenkt gleichzeitig seines 350. Geburtstags (8. Juni) und seines 270. Todestages (17. Januar). Aus diesem Anlass veröffentlicht das Warner-Label Erato einen einzigartigen Schatz: einen großen Teil von Albinonis Werken als umfangreiche Edition mit 16 CDs. Die Hälfte des Programms besteht aus modern remasterten CD-Premieren.

Albinoni steht in Verbindung mit »dem« Adagio der klassischen Musik schlechthin. Es stammt jedoch gar nicht von dem genialen Venezianer, sondern aus der Feder des Musikwissenschaftlers Remo Giazotto, der es in den 1950er Jahren nach Albinoni zugeschriebenen Fragmenten komponierte. Etwa zehn Jahre später machte sich der große Dirigent Claudio Scimone daran, mit seinem Kammerorchester I Solisti Veneti den wahren Albinoni über einen langen Zeitraum hinweg interpretierend zu erforschen. Diese schallplattenhistorische Großtat bildet das Repertoire der Jubiläumsbox – vor allem mit einer überwältigenden Anzahl an Instrumentalkonzerten, aber auch vielen weiteren Entdeckungen. 50 Opern soll der Komponist, der übrigens von seinem deutschen Kollegen Johann Sebastian Bach hochgeschätzt wurde, geschrieben haben. Die meisten davon sind nicht überliefert. Eine Ausnahme bildet die Festa pastorale Il Nascimento dell’ Aurora – ein an antike Mythologien angelehntes Werk, das Albinoni für eine Geburtstagsfeier im Hochadel komponierte und das hier in einem Live-Mitschnitt von 1983 zu hören ist. Weitere Vokalpreziosen sind das Intermezzo Pimpinone und die Serenata Il concilio de’ pianeti.

16 CDs:   59.-
Vö        :   29.1.2021

 

 

Hephzibah Menuhin - Homage

Hephzibah Menuhin, Yehudi Menuhin, Jeremy Menuhin, Yaltah Menuhin, Louis (Lajos) Kentner, Janet Baker, April Cantelo, Richard Lewis, George Pieterson, Moscow Chamber Orchestra, Menuhin Festival Orchestra, Orchestre de Provence Cote d'Azur, Victoria Sympho


"Ein unabhängiger Geist, eine großzügige Frau, die auch einen Platz unter den großen Pianisten des 20. Jahrhunderts verdiente" – mit diesen Worten wird Hephzibah Menuhin von Bruno Monsaingeon charakterisiert. Nun hat der französische Filmemacher, der sowohl Hephzibah als auch ihrem berühmten Bruder Yehudi nahe stand, ihr zu Ehren eine Box mit 11 CDs (9CDs und 2DVDs) kuratiert. Die Aufnahmen entstanden von 1933 bis 1980, dem Jahr vor dem Tod Hephzibah Menuhins. Neben einem beträchtlichen Teil Weltpremieren enthält die Box auch seltene Live-Aufführungen und Fernsehinterviews. Homage dokumentiert Hephzibah Menuhin in der vertrauten Rolle als Duopartnerin ihres Bruders, wirft jedoch auch neues Licht auf ihre Fähigkeiten als Konzertsolistin. Überdies bietet die Edition faszinierende Einblicke in Hephzibahs Leben, ihre Beziehung zu Yehudi und ihre humanitären Überzeugungen und Aktivitäten.

9 CDs & 2 DVD:   89.-
Vö                  :   22.1.2021     

 

 

The Complete Grainger Edition (1961-2021)

Div. Interpreten;


Die CHANDOS-Edition zu Ehren von Percy Grainger (1882–1961) würdigte den australisch-amerikanischen Musikschaffenden als einen der interessantesten angelsächsischen Komponisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und machte ihn auch in Deutschland bekannt. Aus Anlass des 60. Todestags veröffentlicht das Label nun alle 21 Alben des verdienstvollen Projekts in einer aufwändig ausgestatteten Box.

21 CDs:   89.-
Vö       :   5.2.2021

 

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