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Vivaldi Album 2018

Cecilia Bartoli, Ensemble Matheus, Jean-Christophe SpinosiCecilia Bartoli, Ensemble Matheus, Jean-Christophe Spinosi


Nahezu 20 Jahre nach ihrem bahnbrechenden Vivaldi-Album wendet sich Cecilia Bartoli mit einer ganz neuen Soloaufnahme erneut diesem Komponisten zu. Diese grandiose Sammlung von Vivaldi-Arien entstand gemeinsam mit dem französischen Barockorchester Ensemble Matheus unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi. Cecilia Bartolis „The Vivaldi Album“ von 1999 rückte das Vokalschaffen des Italieners, der bis dahin vorwiegend für seine Instrumentalwerke bekannt war, ins rechte Licht und zog eine regelrechte Renaissance der Opern Vivaldis nach sich. Das Album wurde innerhalb von fünf Jahren über 700.000 Mal verkauft und verdiente sich in sechs Ländern eine goldene CD. Zugleich ebnete es den Weg für weitere, ähnlich bahnbrechende Aufnahmen, etwa jenen der italienischen Arien von Christoph Willibald Gluck, der legendären Kastraten (Album „Sacrificium“) oder des persönlichen Idols von Bartoli im 19. Jahrhundert, der Mezzosopranistin Maria Malibran.
(Text von JPC)

CD:   25.-
Vö :   23.11.2018

 

 

Cellokonzert op.129 / Schumann Album

Sol Gabetta, Bertrand Chamayou, Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini


Endlich hat Sol Gabetta Schumanns hochromantisches Cellokonzert aufgenommen. Damit es eine besonders gelungene Fassung wird, hat sie für ihr Schumann-Album langjährige und hochkarätige musikalische Partner gewählt. Die spannende Neuaufnahme des Cellokonzertes hat sie mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Giovanni Antonini eingespielt. Wie auch schon bei ihrem gemeinsamen fulminanten Album mit Beethovens Tripelkonzert, gelingt Gabetta, Antonini und dem teilweise auf alten Instrumenten spielenden Kammerorchester Basel eine überaus transparente und in jeder Sekunde spannende Interpretation, die trotzdem den hochromantischen Charakter des Werks unterstreicht. Das Jahr 1850 war für Robert Schumann ein fruchtbares Jahr. Er hatte seine Stelle als neuer Düsseldorfer Musikdirektor angetreten. Und in einem wahren Schaffensrausch schrieb er an neuer Wirkungsstätte und in nur zwei Wochen mit dem Cellokonzert a-moll op. 129 nicht nur sein erstes großes Werk, sondern damit auch eines der bis heute meistgespielten Konzerte für Cello und Orchester. Dass der große Romantiker in dieser Zeit überaus glücklich war, hört man dem Cellokonzert an, so Sol Gabetta: »Schumanns emotionalen Zustand spürt man in der Musik. Alles ist wie aus einem Guss!« Wie die Cellistin zudem betont, war Schumann damals mit diesem Werk seiner Zeit voraus. Im Gegensatz zu den bisherigen Solokonzerten, in denen das Orchester eher begleitende Funktion besaß, ist das Orchester jetzt ein gleichwertiger Partner des Solisten.

Sol Gabettas Schumann-Album wird von drei intimen Kammermusikwerken Schumanns komplettiert, welche sie mit dem französischen Pianisten Bertrand Chamayou, ebenfalls ein langjähriger Partner bei Konzerten, in Paris aufgenommen hat. Es sind die »Fantasiestücke« op. 73, »Adagio und Allegro« op. 70 sowie die »Fünf Stücke im Volkston« op. 102.
Gabetta und Chamayou erhielten bereits für ihr 2015 erschienenes Chopin-Album weltweit herausragende Rezensionen.

CD:   25.-
Vö :   30.11.2018

 

 

Klavierkonzerte BWV 1060-1063,1065

David Fray, Jacques Rouvier, Emmanuel Christien, Audrey Vigoureux, Orchestre National du Capitole de Toulouse


Dass man das Klavier nicht nur als prominenten Solisten oder als klangmächtigen einzelnen Partner in der Kammermusik einsetzen kann – auf diese Idee ist wohl als erster Johann Sebastian Bach gekommen. Zwei, drei und vier Klaviere (zu seiner Zeit freilich Cembali) ließ er, vom Orchester begleitet, in den legendären Konzerten seines „Collegium Musicum“ in Leipziger musizieren – und er revolutionierte so die Konzertgattung. Mit Bachs Konzerten für mehrere Klaviere kehrt der Pianist David Fray nach Mozart-, Schubert- und Chopin-einspielungen nun zu Bach zurück. Als Partner hat er zwei junge französische Landsleute seiner Generation eingeladen, außerdem – neben dem Orchestre National de Toulouse – seinen Mentor und ehemaligen Lehrer Jacques Rouvier. 

CD:   27.-
Vö :   16.11.2018

 

 

Life

Igor Levit


Igor Levit ist zweifellos einer der brillantesten Pianisten der heutigen Zeit und zudem einer der interessantesten und aktivsten. Seine hochgelobten, weltweit vielfach ausgezeichneten Aufnahmen für Sony Classical, seine ausverkauften, umjubelten Konzerte und die außergewöhnliche Medienpräsenz haben ihn zu einem der Top-Stars der Klassik gemacht. Gerade feierte er bei den Salzburger Festspielen triumphale Erfolge mit seinen Konzerten, die wie seine Alben auch durch ungewöhnliche Programme die Kritik begeistert.

Auch sein neues Album ist außergewöhnlich, eine musikalische Meditation über das Leben, entstanden nach und aus der Überwindung einer tiefen persönlichen Krise, in die ihn der tragische Tod eines engen Künstlerfreundes riss. »Life« stellt über die gewählten Werke von Bach bis Bill Evans die Frage nach Sinn und Dauer des Lebens, aber Levit feiert dabei das Leben hymnisch. Die »Chaconne« von Bach in der Fassung von Busoni, Liszts Bearbeitungen für Klavier von Wagners »Feierlichem Marsch zum heiligen Gral aus Parsifal« und »Isoldes Liebestod« (»Tristan und Isolde«) wie auch dessen monumentale Fantasie und Fuge über einen Choral aus Meyerbeers Oper »Le Prophète« wählte Levit für dieses Album, ebenso wie Robert Schumanns späte und selten aufgeführte Geister-Variationen. Eingespielt wurde die fantastisch klingende Aufnahme Album in der legendären Jesus-Christus Kirche in Berlin-Dahlem.

»Life« ist ein außergewöhnliches Hörerlebnis, eine musikalische Reise, die zum Nachdenken anregt und bewegt.

2 CDs:   25.-
Vö      :   5.10.2018

 

 

Himmelsmusik

Philippe Jaroussky (Countertenor), Celine Scheen (Sopran), Jesus Rodil (Tenor), Dingle Yandell (Bass), L'Arpeggiata, Christina Pluhar


Musik als Himmel auf Erden: Das war für die Komponisten früherer Zeiten nicht einfach nur eine schöne Redewendung. Vom Mittelalter bis in die Barockzeit sah man in den wohlgeordneten Tönen einer Komposition ein Abbild des Kosmos. Die Regeln der Tonkunst waren die gleichen, nach denen sich die Gestirne des Himmels bewegten und durch die gerade die Kirchenmusik eine ganz besondere spirituelle Kraft erhielt. Christina Pluhar beleuchtet mit ihrem Ensemble L‘ Arpeggiata und einer Reihe hochkarätiger Solisten wie dem Countertenor Philippe Jaroussky nun genau dieses Phänomen mit einem Programm aus deutscher Barockmusik von Heinrich Schütz bis Johann Sebastian Bach. Himmelsmusik bietet einen wahren Schatz an Ausgrabungen deutschsprachiger Sakralmusik aus der Zeit vor Johann Sebastian Bach. Kaum bekannt sind zum Beispiel der Schütz-Schüler Johann Theile, der in Schweden und Dresden wirkende Christian Ritter, der Rudolstädter Hofmusiker Philipp Heinrich Erlebach, der Lübecker Organist (und Buxtehude-Vorgänger) Franz Tunder und der aus Mühlhausen stammende Johann Rudolf Ahle, der neben seinen musikalischen Ämtern auch das Bürgermeisteramt seiner Heimatstadt versah. Das Programm mündet in eines der schönsten geistlichen Konzerte Johann Sebastian Bachs: Komm süßer Tod BWV 478, gesungen von Philippe Jaroussky.

CD:   25.-
Vö :   5.10.2018

 

 

Anima Sacra

Jakub Jozef Orlinski (Countertenor), Il Pomo d'Oro, Maxim Emelyanychev


Eine Ausbildung an der New Yorker Juilliard School, Opernpreise, beste Kritiken berühmtester Rezensenten, umjubelte Konzerte unter anderem in der New York Carnegie Hall oder London: Allein das würde schon reichen, einen jungen Opernsänger als erstklassigen Shooting Star zu bezeichnen. Doch beim Countertenor Jakub Józef Orliński kommt noch viel mehr dazu. Der Sänger, der längst dem Status eines Geheimtipps entwachsen ist, fasziniert mit einem Charisma, das sich aus den verschiedensten Quellen speist: Orliński ist ebenso begeisterter Breakdancer wie Sänger. Er selbst bezeichnet sich als „Lebensreisender“, dem das Unterwegssein in der Welt immer neue Energie verleiht – eine Energie, die auch in seinem Debütalbum in jeder Sekunde mit vibrierender Kraft zu spüren ist.
Das Programm von Anima Sacra, mit dem der Countertenor nun seine Erato-Diskografie eröffnet, ist wiederum deutlich mehr, als man bei so einem ersten Paukenschlag erwarten würde: Jakub Józef Orliński, Star der Barockfestivals mit großen Erfolgen etwa an der Seite von Christina Pluhar, wartet nicht mit bekannten Kastraten-Nummern auf, sondern schreibt auch noch Schallplattengeschichte: Begleitet vom italienischen Barockorchester Il pomo d’oro sang er nicht weniger als acht Weltersteinspielungen ein! Das Album widmet sich thematisch Sakralwerken des Spätbarock – Musik der sogenannten Neapolitanischen Schule aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, deren expressive Melodik den ersten Schimmer der bald am Horizont erscheinenden Frühklassik ahnen lassen. Man kann sicher sein: Durch Orliński werden diese Arien von bis dato völlig vernachlässigten Komponisten wie Nicola Fago, Francesco Feo, Domenico Sarro, oder Gaetano Maria Schiassi genau so populär werden, wie sein unkonventioneller Vivaldi-Mitschnitt, der ihm im Internet Millionen Klicks bescherte.
(Text von JPC)

CD:   25.-
LP :   35.-
Vö :   26.10.2018

 

 

Italienische Kantaten

Sabine Devieilhe, Lea Desandre, Le Concert d'Astree, Emmanuelle Haim


Die Sopranistin Sabine Devieilhe gehört nicht nur zu den international umjubelten Shootingstars der Opernszene. Auch in ihrer Diskografie sorgt sie immer wieder für Überraschungen. Mit untrüglichem Gespür führt sie ihr Publikum zu Nahtstellen des Opernrepertoires – so mit einer Ausleuchtung des Werkes von Jean-Philippe Rameau, mit ihrem originellen Fokus auf die Damen aus der mit Mozart verschwägerten Weber-Familie sowie Mozarts genialem Frühwerk Mitridate. Letzteres brachte sie mit der Alte-Musik-Expertin Emmanuelle Haïm zusammen, mit der sie in Aix en Provence Triumphe mit Händels Il Trionfo del Tempo e del Disinganno feierte. Nun erobert sie die frühen Geniestreiche des jungen Barockmeisters.

CD:   27.-
Vö :   23.11.2018

 

 

Preludes op.23 Nr.1-10 & op.32 Nr.1-13

Claire Huangci


Nach ihrer letzten, hochgelobten Veröffentlichung aller Chopin-Nocturnes widmet sich die chinesisch-US-amerikanische Pianistin Claire Huangci dem nächsten Klaviergiganten am anderen Ende der Romantik: Sergei Rachmaninoff und seinen 24 Préludes.

CD:   25.-
Vö:   21.9.2018

 

 

Memory

Hélène Grimaud


Hélène Grimauds neues Album bei Deutsche Grammophon ergründet das Wesen der Erinnerung in Miniaturen von Chopin, Debussy, Satie, Valentin Silvestrov und Nitin Sawhney

Musik wurde als ein Mittel beschrieben, etwas Verlorenes wiederzufinden – in ihrer jüngsten Aufnahme für Deutsche Grammophon widmet sich Hélène Grimaud dieser besonderen Fähigkeit von Musik: Bilder der Vergangenheit in der Gegenwart wachzurufen, Eindrücke von Orten und Zeiten zum Leben zu erwecken. Auf Memory spielt die französische Pianistin ein breites Spektrum von Klavierminiaturen ein. Ihre Auswahl reicht von impressionistisch anmutenden Träumereien Chopins und Debussys bis zu Valentin Silvestrovs zeitlosen Melodien im Volkston.

Erinnerung und Musik haben Parallelen. Beide sind flüchtig, nie fixiert, immer Gegenstand der Interpretation. Unsere Identität ist von Erinnerungen bestimmt, genau wie viele unserer Erlebnisse mit Musik verbunden sind. Das Wesen der Erinnerung ist universell und hat einen Platz im Leben jedes Einzelnen. Hélène Grimaud geht ihm nach und erkundet auf Memory musikalisch die vielen Ebenen des menschlichen Bewusstseins.

»Musik entfernt die Schichten der Zeit und enthüllt den Kern unserer Erfahrungen. Schmerz, Angst oder Freude verblassen, es bleibt nur die Empfindung. Die Empfindung ist der Nachhall der Erfahrung im Raum der Erinnerung. Sie ist auch der Raum, in dem Musik in jedem von uns erklingt – uns berührt, bewegt, uns unserem Inneren näherbringt. So kann uns die Musik auch daran erinnern, dass es neben den Belanglosigkeiten des Alltags einen Ort gibt, der den Sinn bewahrt, und dass wir nicht unter der Last des Vergessens leiden: Das Wunder des Lebens besteht in der Fähigkeit, zu reflektieren und zu erinnern.« Was die Pianistin sagt, berührt sowohl das Universelle als auch das Individuelle, und es verrät viel über ihre Auffassung von Musik als ein natürlicher Prozess, der im Augenblick des Erschaffens und Wiedererschaffens durch Gespür und Intuition gestaltet wird.

Memory folgt auf Grimauds Album Water, eine nachdenklich stimmende Betrachtung über den kostbarsten Rohstoff unserer Welt. Ihre jüngste Veröffentlichung steht in direktem Zusammenhang mit Water, denn wieder widmet sich Grimaud einer weiteren Grundlage des Lebens, die man solange für selbstverständlich nimmt, bis sie schwindet. 
(Text von JPC)

CD:   25.-
LP :   35.-
Vö :   21.9.2018

 

 

Deluxe-Box zum 120-jährigen Jubiläum der Deutschen Grammophon Gesellschaft

Deutsche Grammophon


 

Die Deutsche Grammophon Gesellschaft ist das älteste Schallplattenlabel und Tonträgerunternehmen der Welt. 2018 feiert sie ihren 120. Geburtstag.

Passend dazu gibt es jetzt die umfangreiche limitierte Jubiläumsbox »120 Jahre Deutsche Grammophon Gesellschaft – The Anniversary Edition«.

Sage und schreibe 120 CDs und eine Blu-ray Disc umfasst die repräsentative Werkschau mit Musikaufnahmen aus 120 Jahren und des gesamten Katalogs des Klassiklabels.

Die Box ist in zwölf Subgenres unterteilt: Orchestral, Konzerte, Piano Solo, Kammermusik, Oper, Oratorien & Sakral, Lied, Archiv Produktion, Polydor & Light Music, Avant-garde, Neoklassik und Spoken Word.

Unter den Stücken befinden sich auch einige echte Schätze aus dem Deutsche-Grammophon-Archiv: diverse Tracks aus einem groß angelegten Digitalisierungsprojekt, bei dem Schellack-Aufnahmen aus den ersten Jahrzehnten der Label-Geschichte digitalisiert und neu gemastert wurden.

Zu den weiteren Highlights gehören die Bonus-CD »The Years To Come« mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen, zum Beispiel von Daniil Trifonov.

Außerdem wartet eine Bonus-Blu-ray mit einem absoluten Hochkaräter aus dem Katalog des Labels: Karajans Einspielung des »Ring des Nibelungen«.

Begleitet wird diese unglaubliche Anthologie von einem Buch, das mit verschiedenen Essays zu zeitlichen Abschnitten (»The Early Years«, »The Golden 50s“«, »The Star Years«, »The Future«) und zu den zwölf Subgenres sowie mit beindruckenden Fotografien die Geschichte der Deutsche Grammophon Gesellschaft erzählt.
Text von JPC

Vö   : 5.10
425.-








 

 

Early Christmas Music and Carols

Arianna Savall, Petter Udland Johansen, Hirundo Maris


Seit der Gründung ihres Ensembles Hirundo Maris im Jahr 2009 widmen sich die katalanische Harfenistin und Sängerin Arianna Savall und der norwegische Tenor und Bratscher Petter Udland Johansen der Musik vom Mittelalter bis zum Barock. Und ein besonderer Schwerpunkt bildet dabei die mediterrane und nordische Musik. Für ihr Album »Silent Night – Early Christmas Music and Carols« haben die beiden Musiker und Ensembleleiter jetzt traditionelle Weihnachtslieder aus dem Norden und Süden ausgewählt. Damit laden sie zu einer Klangreise in die magische Welt der jahrhundertealten Winter-, Advents- und Weihnachtsmusik ein. So stehen das deutsche Lied »Stille Nacht« genauso auf dem Programm wie das norwegische Weihnachtslied »Mitt hjerte alltid vanker«, das provenzalische »Ô nuit brillante« und das katalanische »El cant dels ocells«, das Arianna Savalls berühmter Vater, der legendäre Alte-Musik-Pionier Jordi Savall für die Aufnahme arrangiert hat. Die ausdrucksstarken Stimmen von Arianna Savall und Petter Udland Johansen lassen dabei einen stimmungsvollen Dialog mit den facettenreichen Instrumentalstimmen entstehen. So erklingen fröhliche Dudelsäcke, ein virtuos gespieltes Cornetto, die poetische Slide-Gitarre »Dobro« sowie Geigen, Flöten, Harfen und Perkussion.
Die Musiker von Hirundo Maris kommen allesamt aus vielen europäischen Ländern: Norwegen, England, Deutschland, Polen, Spanien und Katalonien. Dementsprechend ist die Aufnahme schöner Melodien auch zu einer Art Klangspiegel der vielfältigen musikalischen Traditionen der europäischen Weihnachtsfeier geworden.
»Das Singen der himmlischen Weihnachtsmusik bringt uns Frieden und Hoffnung für alle«, so Arianna Savall. »Singen ist eine der besten Möglichkeiten, um Menschen zusammenzubringen. Es ist sehr spirituell. Wir können es nicht berühren, aber wir können es alle tief in unseren Herzen fühlen.«

CD:   27.-
Vö :   26.10.2018

 

 

Caro Gemello (Farinelli & Metastasio)

Valer Sabadus; Concerto Köln


Der Countertenor Valer Sabadus gehört zu den weltweit erfolgreichsten Künstlern der Barockmusikszene. »Einer der besten Countertenöre unserer Tage« (Fonoforum), »was er bis in schwindelnde Höhen an Natürlichkeit leistet, ist einfach überwältigend« urteilt die Presse. Gleich für sein erstes Album bei Sony Classical mit Opernarien von Gluck wurde er 2015 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. 

Für sein neues Album mit dem renommierten Ensemble Concerto Köln hat er Arien ausgesucht, die für den wohl berühmtesten Kastraten der Musikgeschichte, Farinelli (1705-1782) geschrieben wurden. Der Titel »Caro gemello« – »Lieber Zwilling« verweist auf Farinellis tiefe Freundschaft mit dem berühmten Librettisten Pietro Metastasio, aus dessen Feder die Texte fast aller für Farinelli geschriebenen Arien stammen, die auf dem Album zu hören sind: aus der Oper »Adriano in Siria« von Giacomelli (1692-1740), aus »Ruggiero« von Hasse (1699-1783), aus der Oper »La Nitetti« von Conforto (1718-1793), aus »La mort d'Abel« von Caldara oder aus der Oper »Angelica et Medoro« von Porpora (1686-1768). Auch eine von Farinelli selbst komponierte Arie ist zu hören: »Ecco quel fiero istante« aus »La Partenza«.

CD:   27.-
Vö:   12.10.2018

 

 

Symphonie Nr. 9 C-Dur "Die Große"

Schubert / Kammerorchester Basel / Heinz Holliger


Der weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannte Schweizer Oboist, Komponist und Dirigent Heinz Holliger startet kurz vor seinem 80. Geburtstag (im Mai 2019) ein außergewöhnliches Aufnahmeprojekt: Zusammen mit dem Kammerorchester Basel nimmt er sämtliche Sinfonien von Franz Schubert auf. 

Den Auftakt macht die bekannte Sinfonie in C-Dur (»Die Große«), kombiniert mit der Ouvertüre zum Singspiel »Die Zauberharfe«. Der Dirigent strebt bewusst einen eigenen Zugang zur Musik des großen österreichischen Romantikers an, eine Interpretation, die vermeintlich Angenehmes aufraut und den Sinn für die gewagten Neuerungen in der Musik schärft. 

Die Presse war bei der Live-Aufführung der C-Dur-Sinfonie schon einmal begeistert: »Das Spiel der Noten geht in ein Spiel der Klangfarben über«, meinte die »Basler Zeitung«, und »AZ-Online« schrieb: »Heinz Holliger vermittelt am Dirigierpult seine Begeisterung für Schubert, und durch sein sehr genaues Quellenstudium gelingt es ihm, diese Musik mit einer ansteckenden Präsenz zu vermitteln.«

CD:   27.-
Vö:   20.9.2018

 

 

Klaviersonaten Nr.30-32 (CD & DVD)

Alexandre Tharaud


Verfolgt man die verschlungenen Pfade, auf denen der französische Pianist Alexandre Tharaud sein Repertoire entwickelt, dann kann man sich manchmal nur erstaunt die Augen reiben: Es ging los mit Rameau, Scarlatti und Bach. Mit Chopin betrat der Künstler ein rein vom Klavier geprägtes Oeuvre, um dann mit Swinging Paris dem Sound der 20er-Jahre nachzuspüren. Mit dem Album Barbara entdeckte er eine Legende unter den französischen Chansonsängerinnen wieder – und nun schert Tharaud nach diesen Erfahrungen wieder ins Klassik-Zentrum ein und legt gleichzeitig ein atemberaubendes Debüt hin – mit seinem ersten Beethoven-Album überhaupt.
Keine Frage: Tharaud ist ein Entdecker, ein Experimentator, ein Grenzüberschreiter – und wenn er dann ein scheinbar so braves, wenn natürlich auch extrem anspruchsvolles Programm mit Beethovens Sonaten op. 109, 110 und 111 vorlegt, dann schwingen bei ihm die Erfahrungen mit, die er vorher beim Sprengen aller Klassik-Grenzen gemacht hat. Genau hier zeigen sich die Stärken seiner Vielseitigkeit, die sich nun auf ein Repertoire konzentriert, mit dem sich Tharaud der Konkurrenz der Tradition aussetzt und ein fulminantes eigenes Kapitel aufschlägt. Es erfordert neben höchster Virtuosität eine starke intellektuelle Kraft und besondere künstlerische Persönlichkeit, diese letzten Werke aus Beethovens Sonatenliteratur zu interpretieren, die alles aufbrechen, was man bis dahin als Sonate bezeichnete. Tharaud taucht die Werke in das Licht poetischer Ausdruckskraft, die den Blick auf den großen Klassiker von der Romantik her nimmt, und er setzt damit einen bedeutenden Markstein für das Beethoven-Jahr 2020.

CD:   25.-
Vö:   12.10.2018
LP:   35.-

 

 

Cellosuiten BWV 1007-1012

Bach J.S / Yo Yo Ma - Cello


Bach und seinen Cellosuiten begegnete Yo-Yo Ma zum ersten Mal, als er vier Jahre alt war und unter Anleitung seines Vaters den ersten Takt des Präludiums der Suite Nr. 1 lernte. Diese Werke wurden zu einer Konstante in seinem Leben. Seine mit einem Grammy ausgezeichnete erste Gesamteinspielung der Suiten entstand, als Ma knapp 30 Jahre alt war. Seine zweite Aufnahme, »Inspired by Bach«, kam heraus, als der Cellist gerade 40 geworden war. Yo-Yo Mas frühere Einspielungen der Cellosuiten waren Meilensteine unter allen Aufnahmen klassischer Musik wie auch in seiner Karriere. Mit »Six Evolutions« beginnt ein neues Kapitel in der Beziehung des 58-jährigen Cellisten zu diesen Werken. Seine dritte Auseinandersetzung mit Bachs Cellosuiten lässt in jedem Takt die Reife und die Erfahrung des Meisterinterpreten spüren. »Bachs Cellosuiten sind seit jeher meine musikalischen Begleiter«, so Ma über die Werke. »Seit fast sechs Jahrzehnten haben sie mich gestärkt, mich getröstet und mir Freude bereitet, in stressigen Zeiten, wenn es etwas zu feiern gab oder ich des Trostes bedurfte. Welche Kraft hat diese Musik – noch heute, 300 Jahre nach ihrer Entstehung, ist sie uns Beistand in schwierigen Zeiten.«

2 CDS:   27.-
3 LPs :   59.-
Vö     :    14.9.2018

 

 

Sonaten & Partiten für Violine BWV 1001-1003

Hilary Hahn (Violine)


Als 1997 Hilary Hahn Plays Bach erschien, waren die Kritiker überrascht über das Können, mit dem die junge Künstlerin die technischen und interpretativen Schwierigkeiten dieser Musik bewältigte. Nun, 20 Jahre später vervollständigt sie mit ihrem neuen Album ihre Aufnahme von Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo mit der Partita Nr. 1 und den Sonaten Nr. 1 und 2. Hahns Beziehung zu Bach reicht zurück bis zu ihren frühsten Geigenstudien. Und immer noch arbeitet sie fast jeden Tag an Bachs Solowerken, spielt einzelne Sätze als Zugaben und präsentiert Bach bei ihren spontanen »Minikonzerten« für Babys und ihre Eltern, Strickgruppen und Yogastudios.

CD :   25.-
Vö  :   2.10.2018
2LP:   39.-
Vö  :   16.11.2018  

 

 

Klavierkonzerte 2 & 4

Daniil Trifonov, Philadelphia Orchestra, Yannick Nezet-Seguin


Mit technischer Magie und gleichermaßen herzzerreißender Poesie präsentiert Daniil Trifonov sein neues Album »Destination Rachmaninov – Departure« mit Sergei Rachmaninovs beliebtem Klavierkonzert Nr. 2 und dem aufregenden Klavierkonzert Nr. 4. 

Aufgenommen wurden die Konzerte mit Yannick Nézet-Séguin und dem Philadelphia Orchestra – dem Orchester, mit auch dem der Komponist selbst diese Werke vor über 80 Jahren eingespielt hat!

Den sinnlichen Klavierkonzerten stellt Daniil Trifonov auf seinem Album kontrastierend Rachmaninovs - ebenso Meister der Miniatur-Form - koboldhafte Solo-Klaviertranskriptionen dreier Sätze aus Bachs Partita in E-Dur gegenüber.
(Text von JPC)

CD :   29.-
Vö  :  12.10
2LP:  45.-
Vö  :  26.10

 

 

Rossini-Edition

Cecilia Bartoli, Rodney Gilfry, Luciana Serra, Werner Hollweg, Lella Cuberli, Samuel Ramey, Kathleen Battle, Ernesto Palacio, Marilyn Horne, Maria Callas, Mariano Stabile, Anna Netrebko, Joyce DiDonato, Salvatore Accardo, Sara Mingardo, Anna Caterina Anto


»Da ging es in der Tat voll und toll genug zu; als ob die ganze Versammlung von der Tarantel gestochen wäre, glich die ganze Vorstellung einer Vergötterung; das Lärmen, Jubeln, Jauchzen, Viva-Brüllen nahm gar kein Ende.« Was hier ein Opernbesucher im Wien des Jahres 1822 berichtet, war in dieser Zeit kein Einzelfall: Wo immer ein Theater stand, bejubelte man damals einen Mann – Gioachino Rossini, der erste wirkliche Superstar unter den Opernkomponisten, mitreißender Schöpfer einer einzigartigen musikalischen »Italianità«, der erfolg- (und auch geld-!)reichste Tonsetzer seiner Zeit. Am 13. November jährt sich der Todestag des großen Meisters zum 150. Mal. Die 50 CDs umfassende Rossini-Edition präsentiert nicht nur eine Fülle von Gesamtaufnahmen seiner Opern, sondern auch eine ganze Reihe von Raritäten – so zum Beispiel Kammer-, Klavier- und Sakralwerke. Mit achtzehn Jahren kam der in Pesaro geborene Rossini unter die Fittiche eines der einflussreichsten Opernimpresarios seiner Zeit. Die folgenden zwei Jahrzehnte wurden zu einem Höhenflug von Erfolg zu Erfolg. Während Kollegen wie Beethoven oder Schubert um finanzielle Anerkennung ringen mussten, konnte sich Rossini mit 38 zur Ruhe setzen, um nur noch zum Spaß zu komponieren oder sich seiner zweiten Leidenschaft zu widmen – dem Kochen. Die Edition zu seinen Ehren enthält 13 hochkarätige Gesamtaufnahmen vom Frühwerk L'inganno felice bis zur letzten Bühnenarbeit Guillaume Tell, allesamt in glänzenden Besetzungen etwa mit Kathleen Battle, Nicolai Gedda, Beverly Sills, Marilyn Horne oder Montserrat Caballé. Hinzu kommen Recitals (etwa mit Joyce DiDonato) sowie Messen, das Stabat Mater und Instrumentalwerke – darunter auch die Improvisationen des Pianisten Georges Cziffra. Zudem sind in dieser Box viele legendäre Interpretationen des gerade verstorbenen Dirigenten Claudio Scimone zu hören.

50 CDs:   139.-
Vö        :   26.10.2018

 

 

Sonaten & Partiten für Violine BWV 1001-1006

Giuliano Carmignola (Violine)


Für seine mitreißende Interpretation von Bachs Violinkonzerten wurde Giuliano Carmignola weltweit von Presse und Publikum hoch gelobt und als der »Prinz unter den Barockgeigern« (Gramophone) gefeiert. Jetzt erscheint seine lang erwartete Einspielung von Bachs äußerst anspruchsvollen Meisterwerken für Solovioline, den Sonaten und Partiten BWV 1001–1006. Es handelt sich dabei um die erste Aufnahme im umfangreichen Katalog von Deutsche Grammophon, bei der dieser Zyklus auf einem historischen Barockinstrument eingespielt wurde. Giuliano Carmignolas tiefe Sympathie für die Barockmusik zeigt sich nicht zuletzt in seiner leidenschaftlichen, nachdenklichen und einfühlsamen Herangehensweise an diese herausragend schöne Musik, die er durch intensive Farbgebung und rhythmische Direktheit auf unnachahmliche Weise zu spielen vermag.
(Text von JPC)

2 CDs:   32.-

 

 

Xerxes

Franco Fagioli, Vivica Genaux, Francesca Aspromonte, Andrea Mastroni, Delphine Galou, Il Pomo d'Oro, Maxim Emelyanychev


Wenn der argentinische Countertenor Franco Fagioli Händel singt, öffnen sich barocke Klangwelten mit authentischer Strahlkraft. Die Neuaufnahme der Händel-Oper Serse mit Franco Fagioli in der Hauptrolle des exzentrischen Perserkönigs, ist eine grandiose musikalische Reise, die Raum und Zeit vergessen lässt. Der Countertenor Franco Fagioli verleiht Händels barockem Spektakel über den persischen Monarchen eine neue Bedeutung und bringt, in Begleitung des italienischen Barockensembles Il Pomo d’Oro und namhafter Solisten, viele neue Facetten ans Licht dieser berühmten Partitur.
(Text von JPC)

3 CDs:   49.-
Vö      :   2.11.2018

 

 

Bach 333 - Die neue Gesamtausgabe (Limited Edition)

Bach J.S


Johann Sebastian Bach war ein musikalisches Genie und der wohl größte Komponist, der je gelebt hat. Seine Musik ist zeitlos und inspirierte Menschen über Jahrhunderte hinweg bis heute.
Zur Feier von Bachs 333. Geburtstag präsentieren Deutsche Grammophon und Decca Classics in enger Zusammenarbeit mit dem Bach-Archiv Leipzig sein Gesamtwerk in herausragenden Interpretationen auf dem aktuellsten Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Auf insgesamt 222 CDs und einer DVD in vier Abteilungen (Vokal-, Tasten-, Orchester- und Instrumentalmusik) präsentiert die Edition jede bekannte Note, die Bach je geschrieben hat und bietet einen einzigartigen Zugang zu seiner Welt durch eine Vielzahl an Audio-, Video-, Druck- und Online-Dokumenten. Dabei liegen den Einspielungen hochaktuelle Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis zugrunde – angeführt von Interpreten wie Sir John Eliot Gardiner, Masaaki Suzuki mit dem Bach Collegium Japan sowie Koopman, Herreweghe, Kuijken, Coin und vielen anderen mehr. Ergänzt werden diese Aufnahmen durch mehr als 50 CDs mit Vergleichseinspielungen auf modernen Instrumenten, die 90 Jahre Interpretationsgeschichte von Deller bis Hunt Lieberson, Busch bis Abbado, Mengelberg bis Richter, Fischer bis Gould oder Grumiaux bis Mutter eindrucksvoll dokumentieren.

Neben den insgesamt 280 Stunden Musik mit 750 herausragenden Solisten, Ensembles & Orchestern enthält die hochwertige, limitierte und einzeln nummerierte Edition:

• 10 Stunden exklusive Neuaufnahmen u. a. mit Giuliano Carmignola - Solo Sonaten & Partiten, Christian Schmitt - Orgelwerke auf historischen Instrumenten und Justin Taylor - Cembalowerke • 7 Weltersteinspielungen • Zwei Hardcover-Bücher: LEBEN: Eine aktualisierte Biographie von Dorothea Schröder, Vorwort von Sir John Eliot Gardiner sowie 13 neue Essays weltweit führender Bach Experten MUSIK: Ein neues Essay über BWV3 von Christoph Wolff, Work-by-Work Kommentare zu allen 222 CDs von Nicholas Kenyon sowie zahlreiche Faksimiles und eine Übersicht wichtiger Online-Quellen • 16 CDs Bach interaktiv und Bach nach Bach beleuchten seine Vorbilder sowie seinen Einfluss auf spätere Komponisten, Jazz-Interpretationen von Grappelli, Loussier, Evans, Getz, Peterson u. a. bis hin zu den neuen Klangfarben heutiger Musiker, Komponisten und Bearbeiter • 90 Minuten Dokumentation erstmals auf DVD "A Passionate Life" (englisch mit deutschen Untertiteln) mit Sir John Eliot Gardiner auf den Spuren Bachs • Bachwerke-Verzeichnis und Datierungen nach den neuen Erkenntnissen des BWV3 mit Referenzen zu den Aufnahmen • 6 kleine Begleitbücher mit Tracklistings und sämtlichen Gesangstexten in deutscher & englischer Sprache • Aufnahmen von 32 verschiedenen Labels

Mit den größten Bach-Interpreten des 20. und 21. Jahrhunderts: Abbado, Airmard, Alessandrini, Argerich, Blechacz, Brüggen, Carmignola, Casals, Chailly, Coin, Dantone, Deller, Fischer, Fournier, Gardiner, Goebel, Gould, Grumiaux, Gulda, Hahn, Harnoncourt, Herreweghe, Hewitt, Hogwood, Hunt Lieberson, Jansen, Kirkby, Koopman, Kozena, Kuijken, Leonhardt, Marriner, Manze, McCreesh, Mortensen, Mullova, Mutter, Norrington, Olafsson, Perahia, Pinnock, Preston, Richter, Rifkin, Rilling, Rousset, Schiff, Staier, Suzuki, Tureck, Walcha u. v.a.
(Text von JPC)

22 CDs & 1 DVD:   579.-
Vö                      :   26.10.2018

 

 

Un Nino nos es nascido - Spanische Weihnachtsmusik des 16. Jahrhunderts

Ensemble Phoenix München, Joel Frederiksen


Der amerikanische Bass-Bariton Joel Frederiksen hat mit seinem Ensemble Phoenix Munich entdeckenswerte Weihnachtsmusik aus Spanien und Lateinamerika des 16. und 17. Jhd. eingespielt. Das Album »Un Niño nos es naçido« (Uns ist geboren ein Kindelein) nimmt den Hörer mit auf eine Reise von der besinnlichen geistlichen Vokalmusik Spaniens bis hin zur reizvollen Weihnachtsmusik Zentralamerikas. So erklingen spanische Werke von bekannten Komponisten wie Tomas Luis de Victoria (1548–1611) oder Mateo Flecha el Viejo (1481–1553), aber auch von unbekannteren Komponisten wie Antonio de Cabezón (1510–1566), Diego Ortiz (1510–1570) sowie Luys de Narváez (1505–1549), teilweise bearbeitet für zwei Vihuelas, Viola da Gamba, Flöte, spanische Harfe und Percussion. Eines der zentralen Werke dieser CD ist »La Trulla« von Bartolomé Càrceres, eine Zusammenstellung von zehn Weihnachtsliedern, bei dem neben der Hauptsprache Spanisch auch katalanische, französische, portugiesische und lateinische Zitate Verwendung finden. Am Ende der Reise steht das vierstimmige »Ay andar, andar« von Juan de Araujo (1646–1712), der in Lima und Panama gearbeitet hat. Eine Weihnachts-CD mit entdeckenswerter spanischer Musik.

CD:   27.-
Vö :   2.11.2018

 

 

Klavierkonzerte 2 & 5

Bertrand Chamayou; Orchestre National de France; Emmanuel Krivine


»Es liegt nur an den Interpreten, diesen großartigen Genius angemessen ins rechte Licht zu rücken«: Der französische Pianist Bertrand Chamayou, der mit Schubert- und Ravel-Alben internationale Begeisterung hervorrief, widmet sich in seinem neuen Album der Klaviermusik von Camille Saint-Saëns – einem Repertoire, das immer noch viel zu sehr unter der Popularität von Stücken wie Der Karneval der Tiere oder Danse Macabre verschüttet liegt. Mit dem zweiten und fünften Klavierkonzert sowie einigen selten zu hörenden Solowerken präsentiert Chamayou dem Publikum Saint-Saëns als französischen Liszt – angereichert mit einzigartiger Exotik.

Saint-Saëns war ein Wunderkind, nicht nur als Komponist, sondern auch als Klaviervirtuose – und so schrieb er die meiste seiner Klaviermusik für sich selbst. Dass Chamayou nach seinem Ravel-Album zu diesem Meister gefunden hat, ist kein Zufall: In Saint-Saëns verschmelzen romantische Virtuosität mit immensem Klangfarbensinn und Exotik – Elemente, die genau zu Ravel führen. Nach eigenen Worten faszinieren den Solisten Saint-Saëns’ Sinn für das Bizarre, Exotische, Klangsinnliche, das sich vor allem im »ägyptischen Konzert« zeigt: Hier hat der Komponist Eindrücke aus Kairo und Algier verarbeitet. Angeblich lässt er sogar eine orientalische Melodie anklingen, die ein Nil-Schiffer bei einer Flussfahrt sang. Im bekannteren Klavierkonzert Nr. 2 zeigt sich der Komponist im »grübelnden« Beginn als Verehrer altmeisterlicher Künste eines Johann Sebastian Bach, von dem aus sich der Bogen jedoch schnell zu hochdramatischer und schillernder Brillanz spannt.

CD:   25.-
Vö:   7.9.2018
LP:   35.-
Vö:   25.9.2018

 

 

Miroirs

Elsa Dreisig, Orchestre National Montpellier Occitanie Pyrenees Mediterranee, Michael Schönwandt


Es sind manchmal die stillsten, psychologisch aber immer die dramatischsten Momente in Opern mit großen Titelheldinnen: Monologe voller Selbsterkenntnis – immer wieder vom Requisit des Spiegels begleitet, von den Komponisten als zentrale Szenen gestaltet. Die französisch-dänische Sopranistin Elsa Dreisig, absoluter Shooting-Star der internationalen Opernszene, hat aus diesen Momenten ihr Debütalbum Miroirs zusammengestellt – eine intensive Sammlung musikalischer Frauenporträts von Rosina bis Julia, von Margarethe bis Manon Lescaut und Salome, zum Teil in Versionen verschiedener Komponisten.
(Text von JPC)

CD:   25.-
Vö :   5.10.2018

 

 

Besame Mucho

Juan Diego Florez


»Ich bin mit Valses criollos, Marineras, Boleros, Rancheras und Tangos, herrlichen Liedern aus Lateinamerika, groß geworden«, erzählt Tenor Juan Diego Flórez. Nun dokumentiert er seine Liebe zur lateinamerikanischen Musik auf einem sehr persönlichen Album.
Die Großmutter spielte Tangos am Klavier, und sein Vater Rubén ist ein in Peru bekannter Volkssänger, der vor allem Musik der großen Chabuca Granda liebt, die mit Klassikern wie »José Antonio« erfolgreich war. Doch auch Lieder aus Kuba, aus Mexiko – besonders von José Alfredo Jiménez – und aus anderen lateinamerikanischen Ländern haben Flórez von früh an fasziniert. »Diese Musik geht direkt ins Herz«, gesteht er, »weil sie von Dingen handelt, die uns alle unmittelbar berühren: Heimat, Herkunft, Liebesfreud und Liebesleid.«
Mit seinem neuen Album »Bésame Mucho« möchte Flórez in 18 Etappen ein repräsentatives Bild des lateinamerikanischen Kontinents vermitteln, mit »Liedern, die alle auch exemplarisch für die Menschen und ihre unterschiedlichen Länder stehen«. Diese musikalische Reise schließt das venezuelanische »Caballo viejo« ebenso ein wie Musik aus Kolumbien und das argentinische Protestlied »Sólo le pido a Dios«, dazu »Aquarela do Brasil« aus Brasilien und schließlich Klassiker wie »Guantanamera« von »unseren kubanischen Brüdern, den Königen des Rhythmus«, wie Flórez erklärt.

CD:   25.-
Vö :   21.9

 

 

The Capitol Studio Sessions

Jeff Goldblum


Wenn ein Schauspieler von Filmkunst bis Blockbuster alles erreicht hat, juckt es ihn manchmal in den Fingern, sich mit etwas ganz anderem zu beweisen. So wie Jeff Goldblum, der ein richtig guter Jazzpianist ist! 

Für sein erstes Album ließ er die berühmten Capitol Studios in Hollywood in einen Club verwandeln und für die gute Laune Gäste wie Till Brönner, Haley Reinhart und Imelda May einladen. Von »My Baby Cares For Me« bis »Cantaloupe Island« beweist der charmante Goldblum viel Witz und erstaunliche Jazz-Chops. 

CD:   25.-
Vö:    9.11.2018

 

 

Long Ago And Far Away: Live In Mannheim 2007

Charlie Haden & Brad Mehldau


Bassist Charlie Haden feierte in seiner Karriere einige besonders große Erfolge mit Duo-Alben, z. B. »Beyond The Missouri Sky« mit Pat Metheny oder »Night And The City« mit Kenny Barron. Diese balladesken Meisterwerke wurden Bestseller des modernen Jazz. 

Jetzt kommt ein weiteres Album dieses Kalibers hinzu: Charlie Haden trifft auf den Ausnahmepianisten Brad Mehldau. Aufgenommen wurden die beiden im Jahr 2007 im Rahmen des Enjoy Jazz Festival in der Mannheimer Christuskirche. 

CD:   25.-

 

 

La Fenice

Keith Jarrett


Die Konzertaufnahme des herausragenden Solo-Auftritts von Keith Jarrett im berühmten Gran Teatro La Fenice in Venedig, vom Juli 2006, ist ein faszinierendes Dokument wie Keith Jarrett den Fluss seiner Inspiration kanalisiert, um etwas Neues zu gestalten. 

Eine Suite von acht spontan entstandenen Stücken, die facettenreiche Bezüge, vom Blues über die Atonalität bis hin zu berührenden Balladen, herstellen. 

Die Veröffentlichung von »La Fenice« fällt zeitlich mit dem Internationalen Festival zeitgenössischer Musik der Biennale di Venezia zusammen, das in diesem Jahr Keith Jarrett mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ehrt. 

Es ist das erste Mal, dass einem Jazzmusiker diese Auszeichnung zuteil wird, die zuvor bereits an zeitgenössische Komponisten vergeben wurde, darunter in den letzten Jahrzenten Luciano Berio, Pierre Boulez, György Kurtág, Helmut Lachenmann, Sofia Gubaidulina und Steve Reich. 
(Text von JPC)

2 CDs:   35.-
Vö      :   19.10.2018

 

 

Colors

Max Mutzke


Max Mutzke ist zurück. Der deutsche Soulman stellt 2018 sein neues, mittlerweile siebtes Studioalbum, den Nachfolger von »Max«, vor. Hier ist »Colors«.

Der Name ist Programm, denn der Sänger zeigt darauf einmal mehr, wie bunt und vielseitig Musik sein kann.

Mutzke hat sich für »Colors« neben eigenen Stücken auch ein paar besondere Hip-Hop-Klassiker vorgenommen, um ihnen sein völlig neues persönliches Soulgewand anzuziehen.

Mit dabei sind Songs von Grandmaster Flash, Arrested Development, De La Soul, Warren G., Mary J. Blige, Luniz oder auch von deutschen Künstlern wie Seeed.

Von denen stammt auch der Song, der Max als Vorlage für die erste Singleauskopplung diente: »Augenbling«. Mit »Zugabe (Show meines Lebens)« gab es bereits Vorgeschmack Nummer zwei. Insgesamt warten zwölf Titel auf dem neuen Album.

CD:   25.-
LP :   29.-
Vö :28.9.2018

 

 

Combo 66

John Scofield


Jazzrocker John Scofield mit einem neuen Album im groovend-kompakten Combo-Sound wie seine Fans ihn lieben! 

Mit seinem Alter hält die Gitarrenlegende nicht hinter dem Berg und nennt seine neue Band ganz locker »Combo 66«. Zusammen mit Gerald Clayton (piano), Vicente Archer (bass) und Bill Stewart (drums) lässt er hier nichts anbrennen und serviert eine ebenso funkensprühende wie meisterhaft relaxte Mischung aus typischem Scofield-Jazzrock und coolen Retro-Elementen. 

»Wenn du keinen Spaß mit der Musik haben kannst, solltest du besser gleich nach Hause gehen«, sagt Scofield in Anspielung auf sein Arbeitscredo. »Ich meine es todernst mit dem Jazz, aber Tatsache ist auch, dass der Jazz nur funktioniert, wenn man entspannt ist und sich einen Dreck darum schert. Wenn man sich zu sehr anstrengt, klappt es nicht.«
(Text von JPC) 

CD:   25.-
Vö :   28.9.2018

 

 

Lean On Me

José James


Am 4. Juni feierte Soul-Legende Bill Withers seinen achtzigsten Geburtstag. Dafür regnete es in den Medien Gratulationen. José James hat aber viel mehr zu bieten als nur den Blumenstrauß auf seinem neuen Albumcover: zusammen mit dem Traum-Team Pino Palladino (bass), Kris Bowers (keys), Brad Allen Williams (guitar) und Nate Smith (drums) nahm er grandiose neue Versionen von Withers-Klassikern wie »Ain't No Sunshine«, »Use Me« und »Just The Two Of Us« auf. Produziert vom Blue-Note-Chef Don Was, der sich bekanntlich mit ausdrucksstarken Sängern gut auskennt (Joe Cocker, Bob Dylan, Al Green u.v.a.) 

»Bill schrieb Songs, die man sein ganzes Leben lang liebt«, sagt José James, »Ich wollte keine Hip-Hop-Beats darunterlegen oder sie mit zehnminütigen Be-Bop-Soli dekonstruieren. Es gab für mich nur einen richtigen Weg: mit einer Killerband ins Studio gehen, das Band laufen lassen, die Stimmung des Moments einfangen.« Ein Glücksfall, dass er es genau so und nicht anders gemacht hat. Wenn man eine Legende covert, sollte man das mit Liebe und Überzeugung tun. Das ist ihm hervorragend gelungen. 
(Text von JPC)

CD:   25.-
LP:    39.-
Vö:    28.9.2018

 

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